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Koschyk: Innovationspolitik der Bundesregierung stellt erfolgreich Weichen für die Zukunftsfähigkeit Oberfrankens!
2. März 2012
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Die Mitglieder der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) haben in dieser Woche Bundeskanzlerin Angela Merkel ihr Jahresgutachten 2012 zur Forschung, Innovation und technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands übergeben. Die Mitglieder der Expertenkommission Forschung und Innovation (EFI) legen jährlich ein Gutachten zur Forschung, Innovation und technologischen Leistungsfähigkeit Deutschlands vor. Die Bundesregierung legt dann in der Folge ihrerseits eine Stellungnahme hierzu vor. Diese erfolgt im jährlichen Wechsel entweder in Form einer Kurzstellungnahme oder als umfangreicher Bundesbericht. 2012 wird Letzteres der Fall sein. Mitglieder der Kommission sind: Prof. em. Dr. Joachim Luther, Prof. Dr. Uschi Backes-Gellner, Prof. Dietmar Harhoff, Ph.D. (Vorsitzender), Prof. Dr. Alexander Gerybadze, Prof. Dr. Monika Schnitzer und Prof. Dr. Patrick Llerena.

Die Experten stellten der Bundesregierung ein gutes Zeugnis für ihre Innovationspolitik in Deutschland aus: 2010 gab Deutschland 2,82 Prozent des Bruttoinlandsprodukts für Forschung und Entwicklung aus. Dies ist für die Expertenkommission ein gutes Zwischenergebnis auf dem Weg zum Drei-Prozent-Ziel. Das Ziel, drei Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für Forschung und Innovation auszugeben, ist also in Reichweite.

Zugleich fordern die Experten aber zur weiteren Verbesserung der Rahmenbedingungen für Forschung und Innovation im internationalen Wettbewerb auf. Zentrale Forderungen sind hier die besondere steuerliche Berücksichtigung von Investitionen in Forschung und Entwicklung sowie Verbesserungen für Wagniskapitalgeber, damit junge Unternehmen leichter Geld bekommen. Diese Empfehlungen nimmt die Bundesregierung sehr ernst.

So hat Bundeskanzlerin Merkel die von den Experten geforderten Verbesserungen der steuerlichen Rahmenbedingungen für Wagniskapital bereits am Montag in ihrem Innovationsdialog – einem Treffen mit hochrangigen Experten aus Wirtschaft und Wissenschaft – angestoßen. Bereits im Oktober 2011 hatte die Bundesregierung zusammen mit der Wirtschaft den „High-Tech-Gründerfonds II“ eingeführt. Um weiteres Beteiligungskapital zu mobilisieren, legt die Bundesregierung nun eine neue Investitionszulage für so genannte Business Angels auf. Bei dem Experten-Treffen würdigten die Fachleute aus Wirtschaft und Wissenschaft die strategische Ausrichtung der Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung. In der High-Tech-Strategie der Bundesregierung seien die Herausforderungen unserer Zeit zutreffend benannt. Dazu gehören die Bereiche Gesundheit, Ernährung, demographischer Wandel, Mobilität, Klima, Energie und Rohstoffe sowie Kommunikation und IT-Sicherheit.

Zentrales Projekt der Bundesregierung ist und bleibt die Stärkung der Innovationsfähigkeit in Deutschland und damit auch unserer Region. So stellt die Förderung von Forschungsprojekten der Universität Bayreuth und somit die Sicherung des Wissenschaftsstandortes Bayreuth beispielsweise einen bedeutenden Bundeshaushaltsposten dar. Insgesamt werden im Jahr 2012 36 bereits laufende Projekte und Forschungsvorhaben der Universität Bayreuth durch die Bundesministerien für Bildung und Forschung sowie für Wirtschaft und Technologie mit einem Gesamtetat von rund 15 Mio. Euro gefördert. Das Forschungsbudget ermöglicht die Förderung von Grundlagenforschung ebenso wie die Unterstützung von Wegen zur Entwicklung neuer Produkte, Dienstleistungen und Verfahren fortzuführen und weiter auszubauen.

Forschung in Zukunftstechnologie ist auch in unserer Region der Schlüsselfaktor für die erfolgreiche wirtschaftliche Zukunft. Die Förderung von Forschungsprojekten, von Unternehmen sowie Forschungs- und Bildungseinrichtungen stärkt auch unseren Wirtschaftstandort Oberfranken und trägt dazu bei, bestehende Arbeitsplätze zu sichern, sowie neue Arbeitsplätze zu schaffen. Die Forschungs- und Innovationspolitik der Bundesregierung stellt erfolgreich die Weichen, um die Innovationsfähigkeit in unserem Land und auch in unserer Region zu sichern.

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