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Koschyk interveniert: „Amprion entzieht sich der transparenten Diskussion mit Bürgerinnen und Bürgern! Planungen müssen gestoppt werden!“
19. Februar 2014
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Nachdem sich nach Auffassung des Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk die Firma Amprion GmbH bezüglich eines möglichen Trassenverlaufes der Süd-Ost-Gleichstromleitung durch den Landkreis Bayreuth einer transparenten Diskussion mit den Kommunen und deren Bürgerinnen und Bürgern entzieht, hat sich Koschyk nun an den Präsidenten der Bundesnetzagentur für für Elektrizität, Gas, Telekommunikation, Post und Eisenbahnen, Jochen Homann, gewandt.

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In seinem Schreiben machte Koschyk gegenüber Homann noch einmal deutlich, dass das Errichten einer Stromleitung in den angedachten Gebieten die Entwicklung der Gemeinden stark einschränken wird. Aus diesem Grund ist es dringend erforderlich, transparent und offen mit den betroffenen Bürgerinnen und Bürgern zu diskutieren, was jedoch durch die Firma Amprion GmbH aktuell sträflich vernachlässigt wird. Koschyk wörtlich: „In meinen Augen entzieht sich die Firma Amprion GmbH einer transparenten Diskussion nahezu vollständig.“
Im Nachgang zum Vortrag von Prof. Dr. Christian von Hirschhausen in der Stadt Creußen unterstreicht Koschyk in seinem Schreiben dessen Forschungsergebnisse noch einmal nachdrücklich. Aus diesem Grund fordert Koschyk von Präsident Homann den unverzüglichen Stopp der Planungen der Stromtrasse Süd-Ost.

Koschyk hierzu wörtlich: „Wenn ein renommierter deutscher Wissenschaftler im Bereich der Energieforschung des DIW Berlin, Prof. Dr. Christian von Hirschhausen, deutlich macht, dass die geplante Stromtrasse nicht für den Transport von Strom aus erneuerbaren Energien, sondern für Braunkohlestrom gebaut werden soll, führt diese Planung den Energieumstieg ad absurdum.
Weiter ist und bleibt die Grundsatzfrage, ob der Freistaat Bayern künftig nur Transitland für Strom sein wird oder ob energiepolitische Wertschöpfung im Freistaat selbst stattfindet, zum Beispiel durch regenerative Energien in der Kombination mit einem neuen Gaskraftwerk. Aus diesem Grund halte ich den Vorschlag der bayerischen Staatsregierung, ein Gasturbinenkraftwerk im Umfeld des KKW-Standortes Grafenrheinfeld zu errichten, für sehr zielführend. Mit diesem Kraftwerk kann nach meiner Auffassung die Versorgungssicherheit Bayerns auch nach 2022 ohne eine Süd-Ost-Stromtrasse sichergestellt werden. Auf Grundlage dieser Planungen stellt sich die Frage des Netzausbaus in meinen Augen anders! Bis dies geklärt ist, sollten die Firma Amprion GmbH und die Bundesnetzagentur die Planungen für die geplante Stromtrasse ruhen lassen.“

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