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Koschyk leistet in Kinshasa Reservistendienstleistung im Rahmen der deutschen Militärattachéreserve
1. Februar 2016
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Der Bayreuther Bundestagsabgeordnete, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, der Oberstleutnant der Reserve ist, leistet vom 1. bis 13. Februar im Militärattachéstab der Deutschen Botschaft in Kinshasa in der der Demokratischen Republik Kongo eine Reservistendienstleistung im Rahmen der deutschen Militärattachéreserve.

Nach einer Reservistendienstleistung im deutschen Militärattachéstab an der Deutschen Botschaft in Peking und der Mongolei im Jahr 2014 und an der Deutschen Botschaft in Kiew im Jahr 2015 ist es bereits Koschyks dritter Auslandseinsatz als Militärattaché.

Der Deutsche Militärattachédienst repräsentiert im Rahmen des Auswärtigen Dienstes das Bundesministerium der Verteidigung gegenüber den Regierungen anderer Staaten. Aufgabe der Militärattachés ist es unter anderem, an den deutschen Auslandsvertretungen die sicherheitspolitischen Interessen der Bundesrepublik wahrzunehmen. Gerade in Bezug auf die Lagebearbeitung zu Krisen und Konflikten war und ist die Zusammenarbeit des Bundesministeriums der Verteidigung mit dessen Militärattachés von herausragender Bedeutung. Sie sind vor Ort und können eigene Eindrücke und Erkenntnisse umsetzten und in entsprechender Berichterstattung verarbeiten. Deutsche Militärattachés sind Stabsoffiziere, die vom Bundesministerium der Verteidigung zum Auswärtigen Amt abgeordnet und an eine Deutsche Botschaft entsandt werden. Sie haben in ihrem Gastland diplomatischen Status. Zurzeit sind in rund 130 Ländern deutsche Militärattachés akkreditiert. Sie sind im Geschäftsbereich des Bundesministers des Auswärtigen an den Auslandsvertretungen tätig und beraten auch die Botschafter und Mitarbeiter der diplomatischen Vertretungen.

Zur Unterstützung des deutschen Militärattachédienstes leisten regelmäßig zahlreiche Reserveoffiziere wie Koschyk eine Reservistendienstleistung in deutschen Militärattachéstäben weltweit ab.

Deutschland hat unmittelbar nach der Unabhängigkeit der Demokratischen Republik Kongo am 30. Juni 1960 diplomatische Beziehungen hergestellt. Die politischen Beziehungen blieben über lange Zeit konstant und veränderten sich erst im Zuge der weltpolitischen Umwälzungen um 1989/90, als auch im Kongo eine Demokratisierung eingefordert wurde. Seit dem Ende der Kongo-Kriege 2002 und dem Beginn der Übergangsphase (2002 bis 2006) hat Deutschland gemeinsam mit seinen europäischen Partnern und der internationalen Gemeinschaft den politischen und wirtschaftlichen Wiederaufbauprozess maßgeblich unterstützt.

Im Februar 2015 ist Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier mit einer 80-köpfigen Delegation nach Kinshasa und Goma gereist. Der Bundesminister für Wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung Gerd Müller war im März 2015 in Kinshasa. Die Demokratische Republik Kongo ist ein wichtiges Partnerland der deutschen Entwicklungszusammenarbeit. In absoluten Zahlen ist das Land in Afrika der bedeutendste Empfänger. Im Rahmen der 2015 in Berlin durchgeführten vierten Regierungsverhandlungen hat die Bundesregierung der DR Kongo 153,4 Millionen Euro für die Fortsetzung der bilateralen Entwicklungszusammenarbeit in den nächsten zwei Jahren zugesagt.

Neben den politischen Kontakten auf Bundesebene existieren Verflechtungen auch auf Länder- und kommunaler Ebene sowie in einer Vielfalt von Kontakten, Partnerschaften u.ä. auf nicht-staatlicher Ebene, insbesondere dem humanitären und kirchlichen Bereich. Im Hochschulsektor vergibt die Bundesrepublik Deutschland Postgraduierten-Stipendien und empfängt kongolesische Wissenschaftler zu Forschungsaufenthalten. Die kulturellen Beziehungen zwischen den beiden Ländern sind geprägt durch eine Vielzahl privater Kooperationsprojekte. Hervorzuheben ist dabei die Kooperation zwischen dem WDR-Rundfunkorchester und dem Orchestre Symphonique Kimbanguiste, dem einzigen Symphonieorchester in Subsahara-Afrika. Bilaterale Förderprogramme im Medien-/Kunstbereich sowie DAAD-Stipendienprogramme werden von Fall zu Fall durchgeführt. Das Goethe-Institut hat 2015 ein Verbindungsbüro in Kinshasa eröffnet.

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