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Koschyk: Neue Minderheitenpolitik der ukrainischen Regierung eröffnet weitere Perspektiven
14. Oktober 2014
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Dr. Alexander Schumacher, Viktorija Luhanska, Volodymyr Leysle (Vorsitzender des Rates der Deutschen in der Ukraine), Bundesbeauftrager Hartmut Koschyk MdB, Gennadiy Druzenko (ukrainischer Regierungsbeauftragter für ethnonationale Politik), Dirk Lechelt (Deutsche Botschaft Kiew)

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, nutzte seine Teilnahme an der internationalen Konferenz „Deutsch als Minderheitensprache“, die vom Goethe-Institut Kiew und dem Rat der Deutschen in der Ukraine in Kiew organisiert wurde, zu einem ersten Treffen mit dem im Juni 2014 bestellten ukrainischen Regierungsbeauftragten für ethnonationale Politik, Gennadiy Druzenko. Zur Sprache kamen die neuen Akzente der ukrainischen Regierung in der Minderheitenpolitik sowie die Lage der deutschen Minderheit in der Ukraine, insbesondere auf der Krim und in der Ostukraine. Druzenko betonte, dass die neue ukrainische Regierung die 128 Ethnien im Land zuallererst als eine kulturelle Bereicherung betrachte und sie in den angestrebten zivilgesellschaftlichen Dialog einbezogen haben möchte.

Dieses sei auch durch die deutsche Hilfenpolitik angestrebt, konnte Bundesbeauftragter Koschyk seinem ukrainischen Gesprächspartner versichern. Es gelte, durch gemeinsame Anstrengungen beider Regierungen die deutsche Minderheit in der Ukraine in die Lage zu versetzen, ihre eigenen sprachlichen und kulturellen Wurzeln zu erhalten und zu pflegen sowie gleichzeitig ein wertvoller, gleichberechtigter Partner und Mitgestalter der ukrainischen Gesellschaft zu sein. Hierfür könne die Wiederbelebung der bereits vereinbarten, aber 1997 durch die damalige Regierung ausgesetzten gemeinsamen deutsch-ukrainischen Regierungskommission in Angelegenheiten der Deutschen in der Ukraine von Nutzen sein. Auch Regierungsbeauftragter Druzenko wertete die gemeinsame Regierungskommission als ein wertvolles und wichtiges Instrument der deutsch-ukrainischen Zusammenarbeit auf dem Gebiet der Minderheitenpolitik und versprach, sich für eine baldige Wiederaufnahme der Tätigkeit dieses Gremiums einzusetzen.

Abschließend betonte Bundesbeauftragter Koschyk die Bedeutung einer an europäischen Standards orientierten ukrainischen Minderheitenpolitik für die Stabilität im gesamten Land. Darüber hinaus könne die Ukraine durch seine angestammten Minderheiten und die praktizierte Mehrsprachigkeit ein Beispiel für eine europäische Identität der ethnischen Vielfalt werden, das weit über seine Grenzen hinausstrahlt.

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