Allgemein Für Deutschland
Koschyk trifft hochrangige Politiker aus der Republik Korea (Südkorea)
22. März 2011
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Gespräch mit koreanischen Politikern

v.l. Der Leiter der Konrad-Adenauer Stiftung in Südkorea, Dr. Colin Dürkop, der ehemalige Minister für Wissenschaft und Ökonomie, Abgeordneter Choi Kyung Hwa, der Vorsitzende der Koreanisch-Deutschen Parlamentariergruppe, Young-se Kwon, Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Koschyk, der Abgeordnete Yoo Il-ho sowie der Referent für Nordostasien bei der Konrad Adenauer Stiftung, Oliver Beckmann

Der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, der ebenfalls Präsident der Deutsch-Koreanischen Gesellschaft und Ko-Vorsitzender des Deutsch-Koreanischen Forums ist, traf sich in Berlin zu Gesprächen mit hochrangigen Vertretern aus der Republik Korea (Südkorea). Angeführt wurde die koreanische Delegation, die auf Einladung der Konrad Adenauer Stiftung die Bundesrepublik Deutschland besucht, vom Mitglied der Nationalversammlung Young-se Kwon, der ebenfalls Vorsitzender der Koreanisch-Deutschen Parlamentariergruppe in der südkoreanischen Nationalversammlung ist. An dem Gespräch nahm auch der ehemalige Minister für Wissenschaft und Ökonomie, Abgeordneter Choi Kyung Hwan, der Abgeordnete Yoo Il-ho sowie der Leiter der Konrad-Adenauer Stiftung in Südkorea, Herr Dr. Colin Dürkop sowie der Referent für Nordostasien bei der Konrad Adenauer Stiftung, Oliver Beckmann, teil.

Finanzstaatssekretär Koschyk und der Vorsitzender der Koreanisch-Deutschen Parlamentariergruppe Young-se Kwon betonten die guten bilateralen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und der Republik Korea, die es weiter auszubauen gilt. So wurde im Hinblick auf die Katastrophe in Japan angeregt, zukünftig im Bereich der alternativen Energieforschung, aber auch der Sicherheitsforschung bestehender Kernkraftwerke, eng zusammenzuarbeiten. Gemeinsam zeigte man sich zuversichtlich, dass der bevorstehenden Besuch des koreanischen Staatspräsidenten Myun-bak Lee im Mai in der Bundesrepublik Deutschland hierzu wichtige Impulse setzen wird.

Im Hinblick auf die aktuelle Lage auf der koreanischen Halbinsel, betonten die koreanischen Politiker, dass die gegenwärtige Machtübergabe in Nordkorea und der damit verbundene mögliche Wandel der inneren Strukturen genau beobachtet wird. Hinderlich für einen innerkoreanischen Dialog und die Wiederaufnahme der sechs Parteien-Gespräche ist aber nach wie vor das nordkoreanische Atomwaffenprogramm sowie die verweigerte Aufklärung der Versenkung der südkoreanischen Korvette Cheonan sowie des nordkoreanische Artillerieangriffs bei der südkoreanischen Insel Yeonpyeong.

Neben energie- und sicherheitspolitischen Themen diskutierte man auch über mögliche finanzpolitische Auswirkungen der Katastrophe in Japan. Dabei verdeutlichten die koreanischen Abgeordneten der Nationalversammlung, dass Südkorea aufgrund seiner Währung stärker von einem Inflationsdruck betroffen sei als Deutschland. Deutschland profitiert ganz offensichtlich von der gemeinsamen europäischen Währung. Finanzstaatssekretär Koschyk stimmte dem zu und verwies auf einen andauernden Rückgang der Arbeitslosigkeit trotz Finanzmarkt- und Wirtschaftskrise und ein Wirtschaftswachstum von 3,6 Prozent im vergangenen Jahr sowie guten Wachstumserwartungen in diesem Jahr.

Die koreanische Delegation dankte Finanzstaatssekretär Koschyk für sein kontinuierliches Engagement in den bilateralen Beziehungen zwischen der Republik Korea und der Bundesrepublik Deutschland, das am Abend bei einer gemeinsamen Podiumsdiskussion der Konrad Adenauer Stiftung zur aktuellen Lage auf der koreanischen Halbinsel erneut zum Ausdruck kam.

Zur Berichterstattung der Konrad Adenauer Stiftung zur Podiums-Diskussion gelangen Sie hier.

HP

Podiumsdiskussion der Konrad Adenauer Stiftung zur aktuellen Lage auf der koreanischen Halbinsel

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