Allgemein International
Koschyk trifft hochrangiges Mitglied der Koreanischen Nationalversammlung
28. Januar 2015
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Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk, gemeinsam mit dem Abgeordneten der Nationalversammlung der Republik Korea, Shim Yoon-Joe und dem Botschafter der Republik Korea in Deutschland, Kim Jae-shin

Der Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe des Deutschen Bundestages, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk, hat sich in Berlin mit dem Abgeordneten der Nationalversammlung der Republik Korea, Shim Yoon-Joe, zu einem Gespräch getroffen. An dem Gespräch nahm auch der Botschafter der Republik Korea in Deutschland, Kim Jae-shin, teil. Shim Yoon-joe, der bereits das Amt des Vize-Außenministers der Republik Korea inne hatte und der regierenden Saenuri Partei angehört ist Mitglied des Ausschusses für Auswärtiges und Wiedervereinigung in der koreanischen Nationalversammlung. Zudem ist Abgeordneter Shim Yoob-Joe Vorsitzender des „Overseas Koreans Commitee“ der Saenuri Partei, Präsident des „South Seoul Local Council, Korea Sccout Association“ und Vizepräsident des „Yeouido Institute“. In seiner Zeit als Diplomat war er auch Botschafter Südkoreas in Österreich.

Koschyk berichtete Abgeordneten Shim Yoon-Joe über seine zurückliegende Reise nach Nordkorea im Oktober vergangenen Jahres und über die Arbeit des „Deutsch-Koreanischen Beratergremiums zu außenpolitischen Fragen der Wiedervereinigung“, das sich Ende Oktober in Seoul im Beisein der beiden Außenminister Deutschlands und Südkoreas konstituiert hat und zu dessen deutschen Ko-Vorsitzenden er von Bundesaußenminister Steinmeier berufen wurde. Bei seinem Besuch in Südkorea war er sehr beeindruckt, wie sehr das südkoreanische Außenministerium darum bemüht ist, internationale Gremien über die Lage auf der koreanischen Halbinsel zu informieren und für eine innerkoreanische Annäherung zu sensibilisieren. Auch begrüßt er es sehr, dass Vertreter des südkoreanischen Außenministeriums an der kommenden Münchner Sicherheitskonferenz teilnehmen und es ein eigenes Panel zum Thema Asien gibt. Das Deutsch-Koreanischen Beratergremiums zu außenpolitischen Fragen der Wiedervereinigung wird seine Tätigkeit im Februar in Berlin fortsetzen.

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Im Hinblick auf eine innerkoreanische Annäherung wies Koschyk darauf hin, dass es ein bedeutendes Signal gewesen ist, dass Staatspräsidentin Park Geun-hye ihren Besuch in Deutschland im März vergangenen Jahres genutzt hat, um in ihrer Rede in Dresden eine Agenda für eine innerkoreanische Annäherung zu formulieren. Ebenfalls hat man in Deutschland aufmerksam die Neujahrsansprache des nordkoreanischen Machthabers Kim Jong-un verfolgt, in der er sich für eine Verbesserung der innerkoreanischen Beziehungen und ein innerkoreanisches Gipfeltreffen ausgesprochen hat. Koschyk und Abgeordneter Shim Yoon-Joe stimmten darin überein, dass das gegenwärtige außenpolitische Umfeld in Ostasien eine innerkoreanische Annäherung begünstigt. Gerade die VR China scheint ihre langjährige statische Nordkoreapolitik zu überdenken. Ebenfalls stimmte man darin überein, dass ein Gipfeltreffen zwischen Staatspräsidentin Park Geun-hye und Kim Jong-un zielführend für eine innerkoreanische Annäherung sein könne. Ein solches Treffen müsse jedoch auch zu konkreten Ergebnissen führen. Als mögliche Themen eines solchen Gipfeltreffens nannte Koschyk menschliche Erleichterungen, die Möglichkeit von mehr Begegnungen zwischen Bürgern aus Nord- und Südkorea, die Verbesserung der Menschenrechtslage sowie der Lebenssituation sowie notwendige Wirtschaftsreformen in Nordkorea. Koschyk ermutigte die südkoreanische Regierung, die eingeschlagene Politik der Vertrauensbildung und Annäherung gegenüber Nordkorea fortzusetzen, wobei man auf die Unterstützung Deutschlands und Europas zählen könne. Es sei sehr zu begrüßen, dass Staatspräsidentin Park in ihrer Neujahrsansprache und vor Medienvertretern erneut ihre Dialogbereitschaft erklärt und Nordkorea nicht nur humanitäre, sondern auch wirtschaftliche Hilfe angeboten habe. Die Geschichte der innerdeutschen Beziehungen habe gezeigt, wie sehr eine kontinuierliche Politik der Annäherung und der Vertrauensbildung dazu beitragen kann, durch Annäherung einen friedlichen Wandel herbeizuführen und einen friedlichen Einigungsprozess zu gestatten.

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