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Kreistagsbeschluss findet von Netzanbietern endlich Gehör!
23. Februar 2015
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Im Vorfeld des in Berlin stattfindenden Koalitionsausschusses hat sich der Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk erneut an den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer gewandt. In seinem Schreiben macht Koschyk deutlich: „Der Vorsitzende der Geschäftsführung des Netzbetreibers 50Hertz, Boris Schucht, hat im Gespräch mit der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vorgeschlagen, im Zuge des Netzausbaus auch die Bündelung mit bestehenden Strom-, Bahn- oder Autobahntrassen in Betracht zu ziehen. Hierzu zählt für den Vorsitzenden der Geschäftsführung Schucht ganz speziell die Möglichkeit, bereits existierende Stromtrassen im herkömmlichen Wechselstromnetz zu nutzen, um zusätzlich auch Gleichstrom zu transportieren.

Die gegenüber der Frankfurter Allgemeinen Zeitung gemachten Kompromissvorschläge des Vorsitzenden der Geschäftsführung Schucht verdeutlichen, dass die Netzanbieter sich endlich dazu bereit erklären, eine Bündelung vorhandener Stromtrassen zu akzeptieren und auch eine Einbeziehung des Bahnstromnetzes in ihre Überlegungen mit einzubeziehen.

Kreistagsbeschluss zur Einbeziehung des Bahnstromnetzes findet von Netzanbietern endlich Gehör!

Der Bayreuther Kreistag hat auf meine Initiative hin bereits am 29. Juli 2014 in seiner Sitzung gefordert, im Hinblick auf die Gleichstromtrasse Süd-Ost das Bahnstromnetz mit einzubeziehen. Eine Einbeziehung des Bahnstromnetzes hätte für die gesamte Region insbesondere auch den großen Nutzen, dass so im Hinblick auf die dringend erforderliche Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale ein Synergieeffekt geschaffen würde, indem die hierfür benötigte Stromleitung auch für das Stromnetz genutzt wird. Auch die oberfränkische Wirtschaft steht dem Projekt Bahnstrom positiv gegenüber und bezeichnet dieses Vorhaben als ‚Vorhaben mit Modellcharakter‘ für unsere Region.

Die Nutzung vorhandener Verkehrstrassen und insbesondere des Bahnstromnetzes für Energieleitungen bietet die ‚historische‘ Chance, die Flächennetze für Verkehr, Kommunikation und letztlich auch Energie räumlich und technisch integriert zu gestalten und so Synergien in Planung, Bau, Betrieb und Instandhaltung zu realisieren. Gesetzgeberische Möglichkeiten sollten voll ausgeschöpft werden, um dieses ehrgeizige Ziel zu erreichen. Ich habe den Bayerischen Ministerpräsidenten Horst Seehofer daher gebeten, bei der nächsten Sitzung des Koalitionsausschusses eine Einbeziehung des Bahnstromnetzes in den Stromnetzausbau nachhaltig einzufordern.“

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