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Kulturelles chinesisch-deutsches Pilotprojekt geplant / Fränkischer Sängerbund will mit chinesischen Laienchören kooperieren
18. August 2013
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Der Fränkische Sängerbund und der chinesische Chorverband planen eine Kooperation. Abseits wirtschaftlicher und wissenschaftlicher Kontakte beider Staaten wäre diese Partnerschaft in der kulturellen Breitenarbeit beider Staaten ein Pilotprojekt, sind sich Thomas Awe, der Leiter des Auslandsbüros der Konrad-Adenauer-Stiftung in China, sowie der Parlamentarische Finanzstaatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk einig.


Thomas Awe von der Konrad-Adenauer-Stiftung und seine Ehefrau Jing Awe machten Zwischenstopp in Bayreuth und trafen sich mit dem Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk zum Gedankenaustausch über eine mögliche kulturelle Zusammenarbeit zwischen chinesischen und deutschen Institutionen.


Die oberfränkische Wirtschaft sei eng mit China vernetzt, die Hochschulen pflegten zahlreiche Partnerschaften, doch direkte Begegnungen von Mensch zu Mensch seien bislang eher die Ausnahme. Deshalb habe auch der chinesische Botschafter Shi Mingde bei seinem jüngsten Besuch vor wenigen Wochen in Bayreuth und in der Fränkischen Schweiz gegenüber dem Präsidenten des Fränkischen Sängerbundes Peter Jacobi angekündigt, eine solche Partnerschaft zu unterstützen.
Bei der Anbahnung einer solchen Zusammenarbeit könnte die Konrad-Adenauer-Stiftung eine wichtige Rolle spielen, so Thomas Awe. Generell sei ein Kulturaustausch für beide Seiten von größtem Interesse. Zumal es derartige Laienchöre, die sich jenseits staatlicher Ensembles zu einem Verband zusammengeschlossen hätten, erst seit jüngster Zeit gibt. Doch nicht nur das Chorwesen sei in China neu aufgestellt, auch das gesamte Verbandswesen sei inzwischen neu formiert.
Eine weitere Zusammenarbeit auf kultureller Ebene kündigte Koschyk für den Bayreuther Kunstverein an. Bei seiner alljährlichen Sonderausstellung in der Eremitage will der Kunstverein im kommenden Jahr auch Werke chinesischer Künstler zeigen. Botschafter Shi Mingde habe dem Vorhaben bereits seine Unterstützung zugesagt und will eventuell auch die Schirmherrschaft übernehmen.
Insgesamt zog China-Kenner Awe ein überaus positives Fazit über die Zeit seit dem Machtwechsel in China vor wenigen Monaten. Das Land entwickle sich trotz seiner immensen Größe rasend schnell, sagte Awe. Trotz der 1,4 Milliarden Menschen, hunderten von Sprachen, 23 Provinzen und 14 Nachbarn gelinge es China derzeit, sich auf seine eigenen Stärken zu besinnen. Festzustellen sei in China derzeit trotz des Wirtschaftswachstums von noch immer 7,5 Prozent eine wachsende Anspruchshaltung. Daneben gebe es auch große strukturelle Unterschiede innerhalb des Landes. Aufgabe der Konrad-Adenauer-Stiftung sei es, den unterschiedlichen gesellschaftlichen Gruppen, die sich sonst nie treffen würden, Raum zu bieten, Entscheidungsträger zusammenzuführen und damit auch weiterhin einen Dialog anzustoßen.

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