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Lettischer Ministerpräsident a. D. Maris Gailis besucht Bayreuther Festspiele und „Haus Wahnfried“
18. August 2017
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Der Präsident des Richard Wagner Verbands International, Horst Eggers, Professor der Theaterwissenschaften der Universität Riga, Viktor Jansons, Ministerpräsident a. D., Maris Gailis, und Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB

Während seiner Reservedienstleistung im Militärattachéstab an der Deutschen Botschaft in Riga hatte der Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordnete, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk, im März diesen Jahres das Gebäude des „Richard Wagner Konzertsaals“ in der heutigen Richard-Wagner-Str. 4 (Riharda Vagnera iela 4) in Riga besichtigt und sich dabei mit dem Initiator des Richard Wagner Verbandes in Riga, Ministerpräsident a. D. Mairis Gailis, ausgetauscht. Thema des Gesprächs: Die dringend notwendige Sanierung des Konzertgebäudes.

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Im Rahmen seines Festpielaufenthalts in Bayreuth trafen sich Ministerpräsident a. D.,Maris Gailis, und Bundesbeauftragter Koschyk MdB erneut, um das Projekt „Wagner-Haus“ in Riga voranzutreiben. Mit anwesend bei dem Gespräch waren der Professor für Theaterwissenschaften der Universität Riga, Viktor Jansons, sowie der Präsident des Richard-Wagner Verbands International, Horst Eggers. Die Bestrebung von Herrn Ministerpräsident a. D. Gailis sei es, mit Unterstützung der lettischen Regierung, aber auch privaten Sponsoren das „Wagner-Haus“ in Riga zu sanieren, um dort zum einen Konzerte zu veranstalten, aber auch ein Wagner-Museum einzurichten, um an die Zeit des Komponisten in Riga zu erinnern. Neben dem kulturellen Angebot sei auch ein kleines Restaurant und ein Besuchershop in Planung, damit das „Wagner-Erlebnis“ in Riga auch den touristischen Ansprüchen genüge. Um Aufmerksamkeit für das geplante Vorhaben zu erregen, seien bereits mehrere Kampagnen vorgesehen, die über das Fernsehen, Radio und Internet das Interesse und die Bedeutung Richard Wagners in Riga wecken und hinweisen sollen, so Gailis.

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Koschyk erklärte gegenüber Ministerpräsident a. D. Gailis, dass das Vorhaben mit einer Zusammenarbeit mit dem Festspielhaus Bayreuth, dem Haus Wahnfried aber auch den Richard Wagner Stätten Pirna-Graupa, unweit von Dresden, dem Projekt einen enormen Aufschwung geben könne und er gerne dazu bereit sei die entsprechende Vermittlung zu übernehmen. Um den Kulturaustausch zu fördern, wäre auch eine Kooperation zwischen dem jährlich in Bayreuth stattfindenden „Festival junger Künstler“ und dem „Richard-Wagner-Haus“ in Riga denkbar und würde somit nicht nur eine Verbindung zwischen zwei wichtigen Etappen in Wagners Leben schaffen, sondern auch eine Plattform für zukünftige gemeinsame Projekte ermöglichen, so Koschyk. Auch der Präsident des Richard-Wagner Verbands International, Horst Eggers, war von der Idee der Sanierung der Konzerthalle begeistert und sagte ebenfalls seine Unterstützung zu. Mit Hilfe von diversen Unterstützern des Vorhabens sollen nun staatliche Fördergelder beantragt werden, damit die verschollene kulturelle Brücke zwischen Deutschland und Lettland hinsichtlich Richard-Wagners Wirken wieder neu aufgebaut wird.

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Im Gespräch mit dem Direktor des Richard Wagner-Museums, Dr. Sven Friedrich (3. v. r.)

Im Anschluss an das Gespräch konnten sich die Gäste aus Lettland nochmals ein Bild von Richard-Wagners Schaffen in der Festspielstadt Bayreuth verschaffen. Bei einer persönlichen Führung durch den Direktor des Richard Wagner-Museums mit Nationalarchiv und Forschungsstätteder Richard-Wagner-Stiftung Bayreuth, Dr. Sven Friedrich, konnten sich Ministerpräsident a. D. ,Maris Gailis, und Herr Professor Jansons im Richard Wagner Museum Bayreuth von Wagners Einfluss in Bayreuth überzeugen. Neben dem direkten Austausch mit Herrn Dr. Friedrich stand dabei auch ein individueller Rundgang durch das neu renovierte Wagner-Museum auf dem Programm. Bereits am Vortag konnten die Besucher aus Lettland im Rahmen des Besuches der Aufführung „Die Meistersinger von Nürnberg“ im Festspielhaus Bayreuth Festspielleiterin Katharina Wagner und Festspieldirektor Holger von Berg über das Vorhaben informieren und sich über Möglichkeiten der Zusammenarbeit mit den Festspielen Bayreuth austauschen.

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Weitere Informationen zum Wirken Richard Wagners in Riga finden Sie hier.

Weitere Informationen zum Richard Wagner-Museum in Bayreuth finden Sie hier.

Weitere Informationen zu den Wagner-Stätten Pirna-Graupa finden Sie hier.

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Vincent Trautner

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