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Mandatsträger im Schulterschluss gegen HGÜ-Stromtrasse
30. Juli 2014
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Bayreuth/Lauf- In einem gemeinsamen Schulterschluss der angrenzenden Stimmkreise Bayreuth/Oberfranken und Nürnberger Land / Mittelfranken haben die Bundestagsabgeordneten Marlene Mortler und Hartmut Koschyk sowie die Landtagsabgeordneten Gudrun Brendel-Fischer und Norbert Dünkel den Bau der HGÜ-Gleichstromtrasse durch Franken abgelehnt. Bei einem Gespräch mit Ortstermin in Schnaittach machten die vier Politiker deutlich, dass sie alles daran setzen werden, dass diese Stromleitung nicht gebaut wird.

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Bild von links: Norbert Dünkel MdL, Gudrun Brendel-Fischer MdL, Marlene Mortler MdB und Hartmut Koschyk MdB.

Gudrun Brendel-Fischer machte deutlich, dass die CSU-Fraktion den Bau der HGÜ-Stromleitung entschieden ablehnt: „Wir sind der bayerischen Staatsministerin Ilse Aigner MdL sehr dankbar, dass sie nun wiederholt eindeutig erklärt hat, dass diese HGÜ-Stromleitung nicht gebaut werden wird. Es geht nun um Verlässlichkeit und Vernunft. Verlässlichkeit, dass sich die Bürgerinnen und Bürger auf unser Wort verlassen können und Vernunft, dass zunächst geprüft werden muss, inwieweit eine solche Leitung überhaupt erforderlich ist oder der Freistaat Bayern seine Stromversorgung am besten selbst schultern kann.“

Auch ihr Landtagskollege Norbert Dünkel bekräftigte eine eindeutige Haltung: „Auf Initiative der CSU-Landtagsfraktion hat der Landtag beschlossen die Gleichstrompassage Süd-Ost abzulehnen, weil sie unzweckmäßig ist. Außerdem steht sie nicht mit dem Ziel des überregionalen Austausches von Strom aus erneuerbaren Energien in Einklang, da sie mit Strom aus Kohlekraftwerken beliefert werden soll. Wir stehen zuverlässig an der Seite unserer Bevölkerung“.

Marlene Mortler machte noch einmal unmissverständlich deutlich: „Es ist nun die vordringliche Aufgabe, die Notwendigkeit jedweder Trasse zu klären. Wenn eine Überprüfung deutlich macht, dass der Freistaat Bayern seine Stromversorgung ohne Monstertrasse schultern kann – z. B. durch den Bau eines Gasturbinenkraftwerkes – dann stellen sich weitere Fragen zum Verlauf dieser oder anderer Trassen nicht mehr.“

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Mitnutzung der Bahnstromtrasse für die Durchleitung von Strom. Aufgenommen am Flughafen Frankfurt am Main.

Wichtig ist allen Abgeordneten, dass nach Alternativen gesucht werden muss. Hartmut Koschyk: „Durch eine räumliche und technische Mitnutzung, sowie durch eine Bündelung bestehender Bahnstromtrassen mit neuen überörtlichen Energieleitungen ergäben sich volkswirtschaftliche Vorteile und Synergieeffekte, die weit über den geringeren landschaftlichen Flächenverbrauch hinausgehen. Die räumlichen, technischen und betrieblichen Potenziale ließen sich auch bei bundeseigenen Fernstraßen und Wasserwegen identifizieren. Der technische, finanzielle und regulatorische Aufwand, die Bahnstromtrassen in den Netzausbau einzubeziehen, ist nicht gering, aber machbar und volkswirtschaftlich vertretbar. So könnte die notwendige Elektrifizierung der Franken-Sachsen-Magistrale mit dem Netzausbau einhergehen.“

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