Allgemein Für Deutschland
Marienbader Gespräche zum Thema „Die gemeinsame Geschichte: Trennt oder verbindet sie?“
20. Oktober 2014
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Foto: Nadira Hurnaus

Unter dem Tagungsthema „Die gemeinsame Geschichte: Trennt oder verbindet sie?“ veranstaltete der Sudetendeutsche Rat in Marienbad erneut die sogenannten „Marienbader Gespräche“ Anwesend war auch der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB.

Bundesbeauftragter Koschyk erklärte, dass es in Deutschland gebe es vier anerkannte Minderheiten: Sorben, Dänen, Friesen und deutsche Roma und Sinti gebe. Zu den geschützten Sprachen zähle Niederdeutsch. „Wir müssen Vorbild sein für die Behandlung deutscher Minderheiten in anderen EU-Ländern.“

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Steffen Hörtler, Geschäftsführendes Präsidiumsmitglied des Sudetendeutschen, Rates, Christa Naaß, Generalsekretärin, und Hartmut Koschyk MdB, Bundesbeauftragter für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten (Foto: Nadira Hurnaus)

Wichtig sei die konzeptionelle Weiterentwicklung des Minderheitenschutzes. Eine Studie belege die gute Integration in Deutschland. Prominente Beispiele seien die Rußlanddeutsche Helene Fischer, der Siebenbürger Peter Maffay, beides Musiker, sowie Herta Müller aus dem rumänischen Banat und der sudetendeutsche Peter Grünberg, beide Nobelpreisträger.

Ein Netzwerk für die Unterstützung der deutschen Minderheit in Mittelosteuropa und in den GUS-Staaten böten das Innenministerium, das Auswärtige Amt und die Bundesbeauftragte für Kultur und Medien. Ein Schwerpunkt liege auf der Selbstorganisation, die beispielsweise mit Begegnungszentren und günstigen Krediten für kleine Wirtschaftsprojekte gefördert werde. Alles geschehe in enger Abstimmung: „Nichts für die Minderheiten ohne die Minderheiten.“ Seit Anfang der neunziger Jahre bestehe die Möglichkeit des Dialogs mit den Heimatverbliebenen. Mittel des Innenministeriums habe Gesprächsforen und verständigungspolitische Maßnahmen gefördert. Mittlerweile werde Trennendes und Verbindendes diskutiert wie nie zuvor.

Minderheitenpolitik brauche Empathie, und die Minderheiten bräuchten eine positive Diskriminierung. Wichtig sei der Schutz der deutschen Kultur und nicht der deutschen Unkultur. Deshalb unterstütze die Bundesregierung die verbliebenen und die vertriebenen Sudetendeutschen als Brückenbauer zwischen Deutschland und der Tschechischen Republik.

Den vollständigen Artikel von Nadira Hurnaus in der Sudetendeutschen Zeitung finden Sie hier.

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