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Mein Praktikum im Deutschen Bundestag – Jugendpolitische Praxiswoche der Kolpingjugend Deutschland
30. September 2011
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Parlamentarischer Staatssekretär Hartmut Koschyk gemeinsam mit Jan Aleff, der im Rahmen der 11. Jugendpolitischen Praxiswoche der Kolpingjugend Deutschland ein Praktikum absolvierte

Ein einwöchiges Praktikum im Bundestag müsste es auf Rezept geben für alle Pädagogen und Multiplikatoren in der schulischen und außerschulischen Jugendbildungsarbeit, die sich nicht in der Lage sehen, das Thema Demokratie und Volksvertretung begeistert vermitteln zu können.

Wenn sich das Praktikum auch noch in einer Sitzungswoche realisieren lässt, wird sich vermutlich jeder Bürger, und sei er noch Laie in politischen Fragen, vom bundespolitischen Alltag faszinieren lassen.

Ich hatte das Glück, über ein Programm der Kolpingjugend Deutschland an einem solchen Praktikum teilnehmen zu können. Ermöglicht wurde es durch die Zusage von 15 Abgeordneten des Bundestages, jungen Erwachsenen fünf Tage einen Einblick in ihr politisches Wirken zu gewähren. Ich bin in NRW zum Lehrer ausgebildet worden und bin grundsätzlich neugierig, wie Gesellschaft funktioniert, habe das meinen Schülern auch zu vermitteln versucht. Als ich mich anmeldete ahnte ich nicht, wie ereignisreich und spannend diese Zeit in Berlin werden würde. Einige Wochen vor dem Programm bekam ich Post mit eine Interessensabfrage, welches politische Themenfeld ich am liebsten erkunden würde. Mit meiner Entscheidung für Fragen der Finanzen wurde mir eine Woche unter den Fittichen von Hartmut Koschyk, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesministerium der Finanzen und seinem langjährigen Mitarbeiter im Abgeordnetenbüro Herrn Thomas Konhäuser ermöglicht.

Praktikum

Im Rahmen der Veranstaltung „MdB und THW – Helfen rund um die Uhr“ ergab sich auch eine Begegnung mit Bundesministerin Ilse Agner MdB und Bundesminister Hans-Peter Friedrich MdB

Die Woche war politisch hochbrisant, die Wogen, welche die Abstimmung zum zweiten Rettungspaket für Griechenland schlugen, ließen keinen von uns Praktikanten kalt. Im Gegenteil, wir versuchten alle, möglichst viel von dem zu verstehen, womit die Abgeordneten vor der Abstimmung ringen mussten. Ich bin Herrn Koschyk außerordentlich dankbar. Er ist als Spezialist der Materie nicht nur in der Lage, sie verständlich zu erklären, er war auch willens, mir meine laienhaften Fragen zu beantworten. Und Zeit ist eine Ressource, die kein Abgeordneter, geschweige den Staatssekretär zu viel hat. Ich durfte vor der Abstimmung im Plenum an der Sitzung der AG-Finanzen der Fraktion und später an der Finanzausschuss-Sitzung teilnehmen. In dem Thema des Rettungsschirmes konnte ich einen Roten Faden zumindest erahnen.

Auf der Höhe der Zeit zu sein ist höchste Abgeordnetenpflicht und am besten noch immer ein bisschen der Zeit voraus. Gerade mit den neuen Medien leistet hier das Büro, namentlich Herr Thomas Konhäuser herausragende und aufreibende Arbeit. Ihm bin ich ebenfalls zu Dank verpflichtet. Als ich mitteilte, dass ich mich vor einem Jahr entschieden habe, als Priesteramtskandidat für das Bistum Münster meiner Berufung zu folgen, gab er mir Tipps und erzählte aus dem christlichen Umfeld des Bundestages.

Schlussendlich konnte ich mit Herrn Koschyk sogar am St. Michaelsempfang der ständigen Vertretung der dt. Bischofskonferenz teilnehmen. Dort trafen sich höchste kirchliche Würden- und politische Mandatsträger zum ungezwungenen Gespräch. Herr Koschyk selbst ist ein sehr christlicher Mann. Am Donnerstagmorgen gingen wir gemeinsam zur Eucharistiefeier mit anschließendem Frühstück in der kath. Akademie.

Wollte ich die Empfänge, Gespräche und Begegnungen rund um das parlamentarische Geschehen in dieser Woche aufzählen an denen ich teilnehmen konnte, weil mich der Staatssekretär mitnahm, würde ich diesen Rahmen sprengen. An dieser Stelle danke ich aber den Mitgliedern des Kreistages des Landkreises Bayreuth, die mich am Donnerstag ein wenig adoptiert hatten.

Ich darf aber sagen, dass mir viele Personen, die ich nur aus den Medien kenne, menschlicher, also näher geworden sind. Durchaus beruhigend, wenn man bedenkt, welche gewichtigen Entscheidungen hier getroffen werden. Ich werde mich weiter informieren und immer werbend für diejenigen einspringen, die sich politisch für uns engagieren.

Herrn Staatssekretär Koschyk und allen die in bei seiner Arbeit unterstützen wünsche ich weiterhin Erfolg und Gottes Segen.

Herzlichen Dank
Jan Aleff

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