Allgemein Für Deutschland Für die Region
Mit kleinen Maßnahmen Großes bewirken / Bayreuther Student Alexander Bechtel ist einziger bayr. Botschafter der Entwicklungskampagne „One“
19. Mai 2011
0
,

Als einziger Student aus Bayern ist der 22-jährige Alexander Bechtel von der Universität Bayreuth zum offiziellen Jugendbotschafter der Entwicklungshilfekampagne „One“ ernannt worden. Der aus dem Landkreis Lichtenfels stammende Bechtel engagiert sich seit Jahren für die Entwicklungspolitik und will die Gesellschaft durch Positivbeispiele von deren Notwendigkeit überzeugen.

Bechtel Alexander BT_neuAlexander Bechtel (rechts) von der Universität Bayreuth ist der einzige bayerische Jugendbotschafter der Entwicklungshilfekampagne „One“. Zu den Unterstützern der Aktion gehört seit Donnerstag auch der Parlamentarische Staatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk (links).

Jüngster Unterstützter der Kampagne ist der Parlamentarische Staatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. Ihn konnte Bechtel zur Unterschrift für den sogenannten Entwicklungspolitischen Konsens gewinnen. Ziel des Papiers ist es, die Ausgaben für Entwicklungshilfe der Bundesregierung von derzeit 9,6 Milliarden Euro bis zum Jahr 2015 in etwa zu verdoppeln.
Zahlreiche positive Beispiele aus der Arbeit der unter anderem von den Rockmusikern Bono und Bob Geldof mitgegründeten Initiative konnte Bechtel auflisten. So sei es gelungen in den Entwicklungsländern die Pocken komplett und die Kinderlähmung zu 99 Prozent auszurotten. Durch die Bereitstellung von Impfstoffen gegen Lungen- und Durchfallerkrankungen hätten in den zurückliegenden Jahren über vier Millionen Kinder gerettet werden können.
Oft seien es aber auch die kleinen und unspektakulären Maßnahmen, mit denen vieles bewirkt werden kann. Bechtel berichtete davon, dass innerhalb von vier Jahren über 20 Millionen Moskitonetze in Äthiopien verteilt wurden. Dadurch habe man die Sterberate bei Kindern und Säuglingen mindestens halbieren können, obwohl ein einziges Netz lediglich wenige Cent kostet.
„Solche Erfolge wollen wir nach außen tragen“, sagte Bechtel. Vor allem gehe es ihm darum, die Menschen wachzurütteln und für das Thema Entwicklungshilfe zu sensibilisieren. Staatssekretär Koschyk (CSU) gehört zu den Vorreitern seiner Partei, die sich per Unterschrift dafür aussprechen, die Entwicklungshilfe von derzeit 0,38 Prozent des Bruttosozialprodukts bis 2015 auf 0,7 Prozent anzuheben. Nach den Worten von Alexander Bechtel hätten bereits 346 Bundestagsabgeordnete, und damit mehr als die Hälfte, das Papier unterzeichnet.
Es werde nicht einfach, dieses Ziel auch zu erreichen, räumte Koschyk ein. Als Parlamentarischer Finanzstaatssekretär setze er dabei vor allem auf die Transaktionssteuer, mit es gelingen soll, zusätzliche Mittel im Bundeshaushalt einzunehmen. Die Bundesregierung wolle dabei aber auch dem Beispiel anderer europäischer Länder folgen. So habe Frankreich bereits erklärt, das Geld aus der Transaktionssteuer komplett für entwicklungspolitische Ziele einzusetzen. Mit Unterstützung Koschyk soll außerdem demnächst auch eine Veranstaltung zu entwicklungspolitischen Themen in der Region angeboten werden, um die Öffentlichkeit mehr für das Thema zu sensibilisieren.
Alexander Bechtel studiert seit dem Jahr 2009 Internationale Wirtschaft und Entwicklung an der Universität Bayreuth. Er wurde in Redwitz geboren und besuchte in Burgkunstadt die Schule. Auf die Initiative „One“ war er bereits während seiner Schulzeit gestoßen. Von den derzeit 20 Jugendbotschaftern in Deutschland ist er der einzige aus dem Freistaat.

About author

Verwandte Artikel

(Diese Artikel könnten Sie auch interessieren)

Aufzeichnung der digitalen Vortragsveranstaltung „Alexander von Humboldt und die Kunst“

Weiterlesen

Digitales Bayreuther Fastenessen 2021

Weiterlesen
Praesentation3

Ein farbvoller Abend in Buenos Aires: das Livestream-Event der Stiftung Verbundenheit

Die Stiftung Verbundenheit hat die spanische Versi...

Weiterlesen

There are 0 comments

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.