Allgemein Für Deutschland International
In Erinnerung an das Deportations-Schicksal der Deutschen aus Südosteuropa vor 70 Jahren
4. Februar 2015
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(vorne, von links): Hartmut Koschyk MdB, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten; Hon.-Prof. Dr. Konrad Gündisch, kommissarischer Direktor des Instituts für deutsche Kultur und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München; Dr. Bernd Fabritius MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen, Bundesvorsitzender des Verbandes der Siebenbürger Sachsen in Deutschland; Christian Glass, Direktor des Donauschwäbischen Zentralmuseums Ulm; Reinhart Guib, Bischof der Evangelischen Landeskirche A.B. in Rumänien; Dr. Robert Zollitsch, emeritierter Erzbischof von Freiburg, ehemaliger Vorsitzender der Deutschen Bischofskonferenz; Erwin Josef Tigla, Vorsitzender des Demokratischen Forums der Banater Berglanddeutschen; Peter-Dietmar Leber, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Banater Schwaben; Helmut Berner, Bundesvorsitzender des Verbandes der Sathmarer Schwaben und Oberwischauer Zipser

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat an der zentralen Gedenkveranstaltung zur Deportation der Deutschen aus Südosteuropa teilgenommen, die in Ulm stattfand. Die Gedenkveranstaltung wurde vom Haus der Begegnung, Ulm gemeinsam mit dem Donauschwäbischen Zentralmuseum, dem Institut für deutsche Kultur- und Geschichte Südosteuropas an der Ludwig-Maximilians-Universität München und sechs Landsmannschaften der Vertriebenen durchgeführt.

Nachdem die Rote Armee im Herbst 1944 nach Westen vorgerückt war, begann im Januar 1945 die Deportation von zivilen Personen zur Zwangsarbeit in die Sowjetunion. 120.000 Deutsche waren davon betroffen; ein Viertel von Ihnen sollte nicht aus den Lagern zurückkehren. Anlässlich des 70. Jahrestages stand im Mittelpunkt der Begegnung die Frage des Umgangs mit dieser historischen Hypothek: Welche Lehren ziehen wir aus dieser Geschichte, was nehmen wir an und geben wir weiter?

Der emeritierte Erzbischof von Freiburg, Dr. Robert Zollitzsch, der 1938 als Volksdeutscher (“Donauschwabe”) im nordserbischen Filipovo geboren wurde, hat seine Erinnerungen an das Weihnachtsfest 1944 in einer ergreifenden Rede geschildet: „Im Dezember des zu Ende gegangenen Jahres fragte mich ein Reporter des „Mannheimer Morgen“, wie ich als Schüler Weihnachten gefeiert habe. Ich war froh, dass er mich nicht fragte, wie ich als Kind Weihnachten gefeiert hatte. […]“. Erzbischof em. Dr. Robert Zollitzsch berichtet vom Hadern mit Gott, der Hoffnung und dem Versuch des Vergessens.

Bundesbeauftragter Koschyk: „Ich bin sehr dankbar, dass ich heute an der Gedenkveranstaltung hier im Haus der Begegnung, Ulm teilnehmen durfte. Ich danke den Veranstaltern und insbesondere den Betroffenen, dass Sie die Kraft und den Mut gefunden haben, heute über das Erlebte zu berichten und Ihre Hoffnung und neue Zuversicht mit uns geteilt haben.“

Die vollständige Rede von Erzbischof em. Dr. Robert Zollitzsch finden Sie hier.

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