Allgemein Für Deutschland
Neue Sonderbriefmarke zum 225. Geburtstag von Joseph von Fraunhofer vorgestellt
14. März 2012
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Prof. Alfred Gossner, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk MdB, der Straubinger Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Technologie, Ernst Hinsken MdB und Oberbürgermeister Markus Pannermayr mit der Sonderbriefmarke zu Ehren des berühmtesten Sohns der Stadt

Straubing. Die Verknüpfung von naturwissenschaftlicher Grundlagenforschung und deren praktischer Anwendung war die Grundlage seines Erfolges: Der Optiker und Physiker Joseph von Fraunhofer, dessen Name nicht nur in seinen bahnbrechenden Erkenntnissen und Erfindungen weiterlebt, sondern auch in der Fraunhofer-Gesellschaft, der größten europäischen Forschungsinstitution. Anlässlich seines 225. Geburtstages hat das Bundesfinanzministerium jetzt eine Sonderbriefmarke herausgegeben, die der Parlamentarische Staatssekretär Hartmut Koschyk jetzt an Fraunhofers Geburtsort Straubing vorgestellt hat.

MB-Fraunhofer HP

Die Marke zeigt ein symbolisiertes Sonnenspektrum mit den Fraunhofer´schen Absorptionslinien. Sie hat den für einen Kompaktbrief erforderlichen Wert von 90 Cent und ist in der außerordentlich hohen Auflage von über fünf Millionen gedruckt worden. Erstausgaben der Briefmarke überreichte Staatssekretär Koschyk bei einem Festakt im Straubinger Rathaus unter anderem an das Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft Professor Alfred Gossner, an den Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr und an den örtlichen Bundestagsabgeordneten und Vorsitzenden des Wirtschaftsausschusses im Bundestag Ernst Hinsken.

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Die neue Marke soll vor allem auch aufzeigen, welche Erfolge auf dem Gebiet von Wissenschaft und Forschung in Deutschland erreicht wurden, sagte Koschyk. Sie soll nicht nur Joseph von Fraunhofer als Begründer der wissenschaftlichen Methodik im Bereich Optik und Feinmechanik sowie als Schöpfer der deutschen Präzisionsoptik herausstellen, sondern auch eine Brücke in die Gegenwart schlagen und auf die Erfolgsgeschichte der Fraunhofer-gesellschaft hinweisen.

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Zahlreiche Persönlichkeiten erhielten ein Album mit der Erstausgabe der Sonderbriefmarke

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Als Erfolgsrezept dieser Gesellschaft bezeichnete deren Vorstandsmitglied Professor Alfred Gossner den Dreiklang von Wissenschaftler, Erfinder und Unternehmer, den Fraunhofer vorgegeben hatte und nach deren Prinzip die Gesellschaft bis heute arbeite. „Fraunhofer ist mittlerweile zum Synonym für anwendungsorientierte wirtschaftsnahe Forschung geworden“, sagte Gossner. Die 61 deutschen Fraunhofer-Institute beschäftigten mittlerweile über 20000 Mitarbeiter und seien in sämtlichen deutschen Bundesländern vertreten.
„Mit Joseph von Fraunhofer finden Vergangenheit und Zukunft zueinander“, so der Straubinger Oberbürgermeister Markus Pannermayr. So erinnere in Straubing nicht nur das Geburtshaus, ein Denkmal an den großen Sohn der Stadt, auch eine Schule und eine Halle tragen seinen Namen. Darüber hinaus gebe es auch eine Fraunhofer-Projektgruppe, die sich mit nachwachsenden Rohstoffen und Energiespeicherung beschäftigt.

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Nach dem Maler Carl Spitzweg im Jahr 2008 erinnert nun auch eine weitere Sonderbriefmarke an einen der berühmtesten Straubinger, sagte der Bundestagsabgeordnete Ernst Hinsken. Er zeigte sich überzeugt davon, dass die Marke bei über drei Millionen Briefmarkensammlern in Deutschland und rund 70000 Mitgliedern in Philatelisten-Verbänden ihre Verbreitung finden werde.
Joseph Fraunhofer wurde am 6. März 1787 als Kind eines Glasermeisters in Straubing geboren. Nach dem Tod seiner beiden Eltern kam er im Alter von erst 12 Jahren nach München und begann eine Lehre als Glaser. Als Optiker war er später in der Werkstatt des renommierten Erfinders und Konstrukteurs Georg von Reichenbach tätig, bereits mit 22 Jahren wurde er zum verantwortlichen Leiter einer Glashütte in Benediktbeuern ernannt. Der Betrieb stellte schon bald Fernrohre, Ferngläser, Mikroskope und Lupen in einer bis dahin nicht gekannten Qualität her, so dass die Instrumente in ganz Europa vertrieben wurden. Weltruhm erreichte Fraunhofer unter anderem durch das damals leistungsfähigste Teleskop, mit dem 1846 der Planet Neptun entdeckt wurde. Fraunhofer wurde vom bayerischen König Ludwig I. in den Adelsstand erhoben und in die bayerische Akademie der Wissenschaften aufgenommen. Im Alter von erst 39 Jahren verstarb Fraunhofer an einer Lungentuberkulose 1826 in München.

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Prof. Alfred Gossner, Vorstandsmitglied der Fraunhofer-Gesellschaft, der Straubinger Bundestagsabgeordnete und Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Wirtschaft und Technologie, Ernst Hinsken MdB, Finanzstaatssekretär hartmut Koschyk MdB und Oberbürgermeister Markus Pannermayr vor dem Stammbaum Fraunhofers

Zur Berichterstattung im Internet gelangen Sie hier.

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