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Neuer Wunderwerkstoff aus Oberfranken / Frenzelit startete Serienproduktion für Metall-Textil-Verbundwerkstoff „Mtex“
24. Juli 2012
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VW, Porsche, Siemens: Das sind nur einige, von zahlreichen prominenten Endkunden, in denen der neue „Wunderwerkstoff“ mit dem Namen „Mtex“ aus dem Hause Frenzelit zu finden ist. „Mtex“ steht für Metall und Textil. Doch während herkömmliche thermische Isolatoren Temperaturen von gerade einmal 200 Grad Celsius aushalten, ist bei „Mtex“ mit 650 Grad Celsius noch lange nicht Schluss. Möglich wird dies durch ein neuartiges Beschichtungsverfahren. In dem textile Flächengebilde mit schmelzflüssigem Metall in Kontakt gebracht werden. Die neue Maschine, mit der Frenzelit die Serienproduktion aufnimmt, hat am Dienstag im Himmelkroner Werk offiziell ihren Betrieb aufgenommen. Der Parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk startete zusammen mit dem geschäftsführenden Gesellschafter Wolfgang Wagner mit einem Knopfdruck die Serienproduktion.

120724 Frenzelit (28)Gerold Dimaczek von der Fraunhofer-Gesellschaft in Sulzbach-Rosenberg, Frenzelit-Entwicklungsleiter Peter Übelmesser, der geschäftsführende Frenzelit-Gesellschafter Wolfgang Wagner und Staatssekretär Hartmut Koschyk (von links) haben die neue „Mtex“-Maschine in Himmelkron in Betrieb genommen.

Zum Einsatz komme der Metall-Textil-Verbundwerkstoff vor allem im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Kfz-Bereich, erläuterte Wolfgang Wirth von Frenzelit. Ziel der thermischen Isolation sei es, die Energie im System zu halten sowie für Formstabilität und Beständigkeit zu sorgen. „Mtex ist flexibel und drapierfähig wie ein Textil, aber reflektiert Hitze wie ein Metall.“

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Erfunden worden sei Mtext schon vor rund 13 Jahren, so Geschäftsführer Thomas Dötsch. Eine Pilotanlage sei nach erfolgreichen ersten Projektstudien in Zusammenarbeit mit dem damaligen Entwicklungszentrum ATZ und jetzigem Fraunhofer-Institut in Sulzbach-Rosenberg errichtet und bereits vor knapp zehn Jahren in Betrieb genommen worden.

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Das Beispiel „Mtex“ zeige, wie Technologietransfer in hervorragender Art und Weise realisiert werden könne, so Staatssekretär Koschyk. Egal ob Innovationsbereitschaft, Standorttreue, Ausbildungsbereitschaft oder soziale Verantwortung, Frenzelit sei in jeder Hinsicht ein Vorzeigeunternehmen. Am Beispiel Frenzelit werde auch deutlich, dass der Staat die Rahmenbedingungen für den Technologietransfer setzen muss, um Erfolg zu generieren. Deshalb werde auch die Bundesregierung an den Bereichen Forschung und Entwicklung nicht sparen. Der neue Werkstoff „Mtex“ trage nicht zuletzt auch dazu bei, Arbeitsplätze vor Ort zu sichern.

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Mit einem Knopfdruck starteten der geschäftsführende Frenzelit-Gesellschafter Wolfgang Wagner (links) und Staatssekretär Hartmut Koschyk die Produktion des neuen Metall-Textil-Verbundwerkstoffes.

Neben Isolationen entwickelt und produziert Frenzelit Dichtungen, technische Textilien, Kompensatoren und neue Materialien. Kunden sind Unternehmen aus den Bereichen Automotive, Wärme- und Klimatechnik, Energiewirtschaft, Prozessindustrie, Maschinen- und Anlagenbau, Schiffbau, Sicherheitstechnik, Elektrogeräte-Industrie und Medizintechnik. Zum Produktportfolie gehören Membrane für die Lautsprecher eines Mobiltelefons genauso wie Förderrollen für Glasscheiben oder Kompensatoren für die Abgasanlagen von Luxusjachten. Weltweit beschäftigen die Frenzelit-Werke rund 450 Mitarbeiter, die mit Abstand meisten davon in Oberfranken, 30 davon als Auszubildende in 13 verschiedenen gewerblich-technischen und kaufmännischen Berufen.
Das Unternehmen Frenzelit wurde 1881 von Guido Frenzel gegründet. Bereits 1920 begann man in Frankenhammer mit der Produktion von Dichtungsmaterialien. 1961 übernahm die Familie Wagner das Unternehmen, das noch heute in Händen der Familie ist.

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