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Oberbürgermeisterwahl in Bayreuth – Koschyk zeigt sich zuversichtlich jedoch enttäuscht von der niedrigen Wahlbeteiligung
12. März 2012
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Große Überraschung bei der Oberbürgermeister-Wahl in Bayreuth: der amtierende Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl (CSU) lag mit 43,6 Prozent der Stimmen nur etwa fünf Prozent vor seiner Herausforderin Brigitte Merk-Erbe von der Bayreuther Gemeinschaft (Freie Wähler), die bei exakt 38,28 Prozent lag. Damit kommt es in zwei Wochen am 25. März zur Stichwahl in der Wagner-Stadt. Abgeschlagen landeten Christa Müller-Feuerstein (SPD) mit 10,32 und Stefan Schlags von den Grünen mit 7,86 Prozent der Stimmen auf den hinteren Plätzen.

Koschyk OB-Wahl-I
Das Ergebnis komme für ihn nicht unbedingt überraschend, sagte Hohl in einer ersten Stellungnahme. Er sprach von einem starken Ergebnis für die CSU und kündigte für die kommenden zwei Wochen einen starken Mobilisierungswahlkampf an. Er werde versuchen, die Ergebnisse seiner bisherigen Arbeit noch stärker als bisher herauszustellen. „Da gibt es ja auch was zum Vorzeigen“, sagte er mit Blick auf seine Erfolge der zurückliegenden Wahlperiode. Das gute Abschneiden der Bayreuther Gemeinschaft und das schwache Abschneiden von SPD und Grünen erklärte Hohl mit extremen Wählerwanderungen, von denen Brigitte Merk-Erbe ganz klar profitieren konnte.
Übereinstimmend negativ äußerten sich alle vier Kandidaten zur Wahlbeteiligung, die mit 47,6 Prozent erschreckend niedrig lag. Erste Auszählungsergebnisse aus den 73 Wahllokalen im Stadtgebiet trafen bereits zwölf Minuten nach deren Schließung im Rathaus ein und wurden auf eine Großbildleinwand ins Foyer übertragen, wo sich rund 200 Anhänger der Kandidaten versammelt hatten. Dann ging es Schlag auf Schlag, die Aktualisierung erfolgte im Rhythmus weniger Minuten. Bereits kurz nach 19 Uhr stand das vorläufige amtliche Endergebnis fest.
Michael Hohl hätte einen Sieg im ersten Wahlgang verdient gehabt, sagte der Parlamentarische Finanzstaatssekretär und Bayreuther Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. Die niedrige Wahlbeteiligung nannte auch er bedenklich. „Die Zukunft ihrer Stadt darf den Bürgern doch nicht egal sein“, sagte Koschyk. Bereits im Vorfeld hatte das Wahlamt der Stadt darauf hingewiesen, dass die Wahlbenachrichtigung für eine etwaige Stichwahl aufgehoben werden muss. Nun müssen die rund 58000 Wahlberechtigten tatsächlich in zwei Wochen noch einmal an die Urnen.

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