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Operation „Speedway“: Grenzübergreifende Kontrolloperation gegen Rauschgiftschmuggel
12. Januar 2012
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ZollBehörden in Deutschland und der Tschechischen Republik intensivieren die Zusammenarbeit gegen Handel und Schmuggel mit Rauschgift aus illegalen Laboren

Der Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister der Finanzen, stellt heute in Nürnberg die Ergebnisse einer internationalen Kontrolloperation gegen Rauschgiftschmuggel in der deutsch-tschechischen Grenzregion vor.

Unter der Bezeichnung „Operation Speedway“ rückten die Behörden des Zolls, der Bundespolizei sowie der Landespolizeien in Sachsen und in Bayern gemeinsam mit ihren tschechischen Kolleginnen und Kollegen von Mitte Oktober bis Mitte Dezember den Dealern und Schmugglern der hochkonzentrierten und ebenso gefährlichen synthetischen Modedroge „Crystal“ in der deutsch-tschechischen Grenzregion zu Leibe.

Die Operation Speedway

An insgesamt 31 Kontrolltagen kontrollierten die eingesetzten Beamtinnen und Beamten der beteiligten Behörden 3.300 Personen und stellen dabei 1.600 Gramm des Methamphetamins Crystal sicher. Diese Menge hätte für 64.000 Konsumeinheiten mit einem Straßenverkaufswert von bis zu 225.000 Euro ausgereicht.

Neben Crystal entdeckten die Fahnder 4 Kilogramm Marihuana, 6.000 illegale Feu-erwerkskörper sowie mehrere Kleinwaffen. Die Operation führte zu 21 vorläufigen Festnahmen wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz, von den zuständigen Staatsanwaltschaften wurden 16 Haftbefehle erwirkt.

„Klares Ziel der Operation war es, den Verfolgungsdruck auf die Täter beiderseits der Grenze zu erhöhen und damit den Schmuggel von Crystal einzudämmen: Das ist gelungen!“, stellte Staatssekretär Koschyk fest.

Seit dem Jahr 2009 stellt der Zoll eine kontinuierliche Steigerung des Crystal-Schmuggels bundesweit fest. Die beschlagnahmten Mengen stiegen von weniger als einem Kilogramm im Jahr 2009, auf 15 Kilogramm im Jahr 2010 und 17 Kilogramm im vergangenen Jahr. Zudem gelang es dem Zoll, im Jahr 2011 den Einfuhrschmuggel von weiteren 11 Kilogramm strafrechtlich nachzuweisen.

Die Anzahl der Ermittlungsverfahren des Zollfahndungsdienstes erhöhte sich von 32 Verfahren im Jahr 2010 auf 132 im vergangenen Jahr. Dabei bilden die Ermittlungsverfahren der Zollfahndungsämter Dresden und München aufgrund ihrer örtlichen Zuständigkeit entlang der Grenze zur Tschechischen Republik einen Schwerpunkt.

Staatssekretär Koschyk erklärte hierzu: „Neben einem intensiven Informationsaus-tausch und gemeinsamen Kontrollen gilt es, das Problem an der Wurzel zu packen und die illegalen Produktionsstätten auszuheben. Diesen Weg werden wir weiter gehen und gemeinsam mit unseren tschechischen Nachbarn ausbauen. Wir werden es nämlich nicht hinnehmen, – darin sind wir uns einig – dass besonders junge Menschen beiderseits der Grenze durch diese heimtückische Modedroge gefährdet werden und skrupellose Täter damit ihren Reibach machen!“

Zum Statement von Herrn Finanzstaatssekretär Koschyk gelangen Sie hier

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