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Schwesternkonvent der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten besucht auf Einladung von Hartmut Koschyk das Prämonstratenser-Kloster Speinshart
4. November 2014
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Auf Einladung des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, besuchte der Schwesternkonvent der Abtei Maria Frieden in Kirchschletten unter Leitung der ehrwürdigen Äbtissin Schwester Mechtehild Thürmer OSB das Prämonstratenser-Kloster in Speinshart. Dort wurden die Schwestern sowie Hartmut Koschyk MdB von Prior Benedikt Schuster und Pater Lukas Prosch (Leiter der Internationalen Begegnungsstätte des Kloster Speinshart) in Empfang genommen.

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Der Schwesternkonvent der Benediktinerinnen-Abtei Maria Frieden mit seiner Äbtissin Schwester Mechthild Thürmer (Bildmitte), Hartmut Koschyk MdB (hinten links) und Pater Lukas Prosch (rechts) in der Klosterkirche in Speinshart.

Nach dem Eintreffen im Klosterhof in Speinshart erläuterte Pater Lukas den Schwestern ausführlich die beeindruckende Barock-Klosterkirche in Speinshart.

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Im Anschluss informierte sich der Schwesternkonvent über die Aktivitäten der Internationalen Begegnungsstätte in Kloster Speinshart ehe ein Mittagessen im neuen Klosterhof die Stärkung für den anschließenden Ausflug zum Barbara-Berg bildet. Dort erläuterte Prior Benedikt die Entstehung, die Bedeutung und die Pläne um die Wallfahrtskirche am Barbaraberg. Zum Abschluss feierten die Geistlichen mit dem Schwesternkonvent eine Andacht in der Wallfahrtskirche.

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Die Wallfahrtskirche am Barbara-Berg.

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von links: Pater Lukas Prosch, Äbtissin Mechthild Thürmer, Hartmut Koschyk MdB und Prior Benedikt Schuster vor der Wallfahrtskirche am Barbaraberg.

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Gruppenbild in der Wallfahrtskirche am Barbaraberg.

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Blick vom Barbaraberg auf das Kloster Speinshart.

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Blick vom Barbaraberg auf den Rauhen Kulm.

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Bei einem abschließenden Kaffee-Trinken dankte Äbtissin Mechthild Thürmer für den beeindruckenden Tag in Kloster Speinshart und überreichte Pater Lukas Prosch eine Kerze aus der Kirchschlettener-Kerzenwerkstatt mit einem Abbild der Emmaus-Jünger und Hartmut Koschyk MdB einen Wein vom Michaelsberg in Bamberg.

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Prämonstratenser-Kloster in Speinshart
Wenige Jahre nach dem Tod des heiligen Norbert von Xanten wurde das Kloster Speinshart 1145 von der adeligen Familie Reifenberg gestiftet und von Prämonstratenser-Chorherren aus dem Stift Wilten in Tirol besiedelt. Trotz eines ersten Untergangs in der Reformation konnte das klösterliche Leben im Jahre 1661 durch Mitbrüder aus der oberbayrischen Abtei Steingaden wieder aufgenommen werden. Es kam in den folgenden Jahren zu einem raschen Aufblühen der Kanonikergemeinschaft und zum Neubau von Stiftskirche und Kloster im barocken Stil.
Mit der Säkularisation im Jahre 1803 mussten die Chorherren erneut ihr Haus verlassen. Erst 1921 konnten durch das Engagement des Stiftes Tepl in Böhmen die Klostergebäude in Speinshart zurückgekauft werden. 1923 ist die Abtei Speinshart wiedererrichtet worden. Heute leben 9 Mitbrüder im Alter zwischen 20 und 84 Jahren nach der Regel des heiligen Augustinus im Kloster Speinshart.

Weitere Informationen zu Kloster Speinshart finden Sie HIER.

Benediktinerinnen-Abtei Maria Frieden in Kirchschletten
Zum Kloster gehören drei Betriebe, die die Schwestern mit Hilfe von Angestellten unterhalten: der auf ökologischer Basis bewirtschaftete Biolandhof, ein Gästehaus und die Kerzenwerkstatt. Die Arbeit ist für den hl. Benedikt kein Gegensatz zum Gebet, sondern die Fortsetzung in den Alltag hinein. So schreibt Benedikt in seiner Regel: “dann sind sie wahre Mönche, wenn sie von iher Hände Arbeit leben.” Die Schwestern betrachten ihre Arbeit als notwendigen Lebensunterhalt, aber ebenso als schöpferisches Tun und Quelle der Freude. Die Abteikirche entstand 1976. Sie wurde in einem Seitenflügel des vormaligen Schlosses eingerichtet. Die Schwestern legten selbst mit Hand an beim Entfernen der Decken und Wände, um einen großen hellen Kirchenraum zu schaffen. Als Altar konnten wir das ehemalige, nicht mehr genutzte Heilige Grab von St. Martin in Forchheim gewinnen. Das Forchheimer Heilige Grab wurde im Jahre 1779 von dem Schreinermeister Georg Stockhardt für 183 Gulden angefertigt. Der figürliche Schmuck stammt von dem berühmten Bamberger Bildhauer Bernhard Kamm. Um die eigentliche, nach drei Seiten offene Gruft sind vier Säulen angeordnet, die durch gebrochene und hängende Bögen miteinander verbunden werden. Vier von den Säulen ausgehende Bögen bilden einen schwungvollen Baldachin. Von diesem hängt an Ketten ein vergoldeter Kornreif herab, worunter die Weltkugel ruht, als Thron für das Allerheiligste in der Monstranz. Im Jahr 2014 leben 15 Schwestern in der Abtei im Alter zwischen 40 und 89 Jahren. Über der Eingangspforte des Klosters befindet sich das Wappen des Obristkanzlers Johann Friedrich Karg von Bebenburg (1648 – 1719 ), des früheren Besitzers dieses Gutes. Er hätte es sich sicher nie träumen lassen, dass aus seinem Schloss einmal ein Nonnenkloster wird. Mit Abt Emmanuel Maria Heufelder glauben wir, dass die Vorsehung Gottes es gefügt hat.

Weitere Informationen zur Benediktinerinnen-Abtei Maria Frieden in Kirchschletten finden Sie HIER.

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