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Themenabend und Ausstellungseröffnung „Feindschaft und Versöhnung – Das deutsch-dänische Grenzland von 1864 bis 2014“
14. März 2014
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Der Vorsitzende des Bundes Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, der Präsident des Deutschen Bundestages Prof. Dr. Norbert Lammert MdB, der Vorsitzende des Dänischen Parlaments, Mogens Lykketoft, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, der Botschafter des Königreichs Dänemark, Per Poulsen-Hansen und der Präsident der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen, Hans Heinrich Hansen

Anlässlich des 150. Jahrestages des deutsch-dänischen Krieges von 1864 haben die Königliche Dänische Botschaft und der Vorsitzende des Dänischen Parlaments, Herr Mogens Lykketoft, zu einem Themenabend über das deutsch-dänische Grenzland eingeladen. Im Rahmen des Themenabends wurde im „Fælleshus“, dem Botschaftskomplex der nordischen Botschaften in Berlin, die Wanderausstellung „Feindschaft und Versöhnung – Das deutsch-dänische Grenzland von 1864 bis 2014“ eröffnet. Die Ausstellung ist vom Museum Sønderjylland erarbeitet und wird in Zusammenarbeit mit dem „Sydslesvigsk Forening“ (Südschleswigscher Verein) und dem Bund Deutscher Nordschleswiger mit Unterstützung des dänischen Folketings gezeigt.

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Jens A. Christiansen, Generalsekretär des Südschleswigen Vereins (SSF), Elke Putzer, 2. stellv. Vorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), Hinrich Jürgensen, Vorsitzender des Bundes Nordschleswiger, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, Hans Heinrich Hansen, Präsident der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN), Jon Hardon Hansen, Vorsitzender des Südschleswigen Vereins, Uwe Jessen, Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Harald Konschak, stellv. Geschäftsführer des Bundes Lausitzer Sorben (Domowina), David Statnik, Vorsitzender des Bundes Lausitzer Sorben und Bernhard Ziesch, Geschäftsführer des Bundes Lausitzer Sorben

Bei dem Themenabend war neben dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, sowie dem Vorsitzenden des Dänischen Parlaments, Herr Mogens Lykketoft und dem Präsidenten des Deutschen Bundestages, Professor Dr. Norbert Lammert MdB, auch der Generalsekretär des Südschleswigschen Vereins (SSF), Jens A. Christiansen, die 2. stellv. Vorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbandes (SSW), Elke Putzer, der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, der Präsident der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN), Hans Heinrich Hansen, der Vorsitzende des Südschleswigschen Vereins, Jon Hardon Hansen und der Generalsekretär des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Uwe Jessen, zugegen. Ebenfalls anwesend waren der stellv. Geschäftsführer, der Geschäftsführer und der Vorsitzende des Bundes Lausitzer Sorben (Domowina), Harald Koschak, Bernhard Ziesch und David Statnik.

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Mit der Wanderausstellung erinnert das Dänische Parlament an den 150. Jahrestag des Deutsch-Dänischen Krieges von 1864. Es wird der vielschichtige Hintergrund sowie der Kriegsverlauf dargestellt, aber auch die Entwicklung des deutsch-dänischen Grenzlandes bis in die heutige Zeit. Seit der Volksabstimmung in Nord- und Südschleswig 1920 und der darauffolgenden Teilung des Landes spielen die beiden nationalen Minderheiten für das Grenzland und damit für das deutsch-dänische Verhältnis eine zentrale Rolle. In Bildern und Texten zeigt die Ausstellung „Feindschaft und Versöhnung“ auf 16 großen Bannern den Hintergrund, den Verlauf und die Folgen des Krieges von 1864 sowie die weitere Entwicklung im Grenzland hin zum „schleswigschen Modell“.

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Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB gemeinsam mit Hans Heinrich Hansen, Präsident der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN),  Stefan Studt, Bevollmächtigter des Landes Schleswig Hollstein beim Bund und Franz Thönnes MdB (Wahlkreis Segeberg – Stormarn-Mitte)

In seiner Rede hob Bundestagspräsident Professor Dr. Norbert Lammert die beispielhafte Nachbarschaft im deutsch-dänischen Grenzland hervor, die vor 150 Jahren niemand für möglich gehalten hätte. Der Vorsitzende des Dänischen Parlaments, Herr Mogens Lykketoft, erklärte, dass man zurecht mit Stolz auf das deutsch-dänische Grenzland blicken könne, wo sich das „Beste beider Seiten vereine“. Minderheitenpolitik sei immer auch Friedenspolitik und das deutsch-dänische Grenzland habe Vorbildfunktion für die Minderheitenpolitik in Europa. Dies gelte besonders auch vor dem Hintergrund der angespannten Situation in der Ukraine und auf der Krim, so Vorsitzender Lykketoft.

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Der Vorsitzende des Südschleswigschen Vereins (SSF), Jon Hardon Hansen, verwies auf die Bonn-Kopenhagener Erklärung von 1955, die einen wesentlichen Beitrag für den Frieden in Europa geleistet und Modellcharakter für Europa habe. Europa sei der Kontinent der Vielfalt, die Segen und Fluch zugleich sei. Segen, wenn Vielfalt als inspirierender Reichtum und Fluch, wenn die Andersartigkeit als Bedrohung gesehen werde. Auf welch fragilem Fundament die Vielfalt in Europa stehe, könne an der Ukraine, aber auch an vereinzelten nationalistischen Strömungen in Europa abgelesen werden. Auch der Vorsitzende des Bundes Deutscher Nordschleswiger, Hinrich Jürgensen, betonte, dass die Unterschiede den Reichtum in Europa ausmachen und dass das deutsch-dänische Grenzland ein herausragendes Beispiel für Frieden und Versöhnung sei, von dem die Welt lernen könne.

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Der Präsident der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN), Hans Heinrich Hansen, erklärte, dass das deutsch-dänische Grenzland eine „Insel der Glückseligen“ im Hinblick auf Minderheitenrechte sei. Gleichzeitig appellierte er, dass im Haus Europa auch für Minderheiten „ein Zimmer mit Fenstern“ vorhanden sein muss. Die Minderheiten, zu der rund 100 Millionen Menschen zählen, würden einen „gesellschaftlichen Wert“ verkörpern, der viel stärker wahrgenommen werden müsse. Der Jahreskongress der FUEN, der vom 7. bis 11. Mai sowohl in Nordschleswig, als auch in „Sydslesvig“ stattfinden wird und bei dem auch das 65-jährige Bestehen der FUEN gefeiert werde, solle vor dem Hintergrund der deutsch-dänischen Aussöhnung deutlich machen, dass Minderheitenarbeit stets auch einen friedensstiftenden Charakter habe, so Präsident Hansen.

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Musikalisch umrahmt wurde die Ausstellungseröffnung vom „folkBaltik Ensemble“ unter der leitung von Harald Haugaard

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Zur Internet-Seite der Föderalistischen Union europäischer Volksgruppen (FUEN) gelangen Sie hier.

Zur Internet Seite des „Sydslesvigsk Forening“ (Südschleswigscher Verein) gelangen Sie hier.

Zur Internet-Seite des Bundes Deutscher Nordschleswiger gelangen Sie hier.

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Weitere Fotos zur Ausstellungseröffnung finden Sie hier.

 

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