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Wanderausstellung „Die Schönbornfranken“ im Haus der Heimat in Wien eröffnet
29. Juni 2026
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Im „Haus der Heimat“ in Wien wurde feierlich die Wanderausstellung „Die Schönbornfranken – Von Franken nach Transkarpatien“ eröffnet. Die von der Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Auslandkonzipierte Ausstellung wird in Kooperation mit dem Verband der deutschen altösterreichischen Landsmannschaften in Österreich (VLÖ) sowie der Paneuropabewegung Österreich präsentiert.

VLÖ-Präsident Norbert Kapeller begrüßte die Gäste im Rudolf-Reimann-Saal und hob die historisch gewachsene kulturelle Vielfalt Transkarpatiens hervor – eine Region, die seit jeher von unterschiedlichen europäischen Einflüssen geprägt ist.

Ein Grußwort aus Mukatschewo übermittelte die Vizebürgermeisterin Julia Tayps, Leiterin des dortigen Deutschen Hauses, die krankheitsbedingt nicht persönlich anwesend sein konnte. In ihrer Botschaft erinnerte sie an die Ansiedlung fränkischer Familien im 18. Jahrhundert und betonte zugleich die heutige Rolle des Deutschen Hauses als Kulturzentrum und wichtige humanitäre Anlaufstelle in Zeiten des Krieges.

Die Ausstellung wurde vom Stiftungsratsvorsitzenden der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk, vorgestellt. Er führte die Besucher durch die Geschichte der Schönbornfranken – von ihrer Ansiedlung ab den1720er-Jahren über wirtschaftliche Blütezeiten bis hin zu den tiefgreifenden Einschnitten des 20. Jahrhunderts mit Deportationen und Verfolgung.

Deutlich wurde dabei auch die Brücke in die Gegenwart: Koschyk zeigte auf, mit welchen Projekten die Stiftung Verbundenheit die deutsche Minderheit heute konkret unterstützt. Dazu zählen insbesondere Maßnahmen im Rahmen der „Humanitären Brücke Oberfranken – Transkarpatien“, darunter humanitäre Hilfe für Mukatschewo sowie die Unterstützung des Kinderkrankenhauses vor Ort mit Hilfe dem Projekt „Sternstunden“ des Bayerischen Rundfunks. Ebenso wurde die Installation einer Solaranlage für das Deutsche Haus hervorgehoben, die die Versorgung bei kriegsbedingten Stromausfällen sicherstellt.

Die ukrainische Journalistin und Filmemacherin Lene Dej berichtete eindrucksvoll über den Alltag in Transkarpatien und die Herausforderungen für die deutsche Minderheit im Krieg. Ihr besonderer Dank galt den Partnern in Österreich und Deutschland, deren Unterstützung konkrete Hilfe leistet und Hoffnung spendet.

Die Ausstellung basiert auf der wissenschaftlichen Arbeit und Dissertation von Dr. Rudolf Distler und wurde von der Stiftung Verbundenheit anschaulich aufbereitet. Nach Stationen in Bayreuth, Bamberg, Bad Kissingen, Herzogenaurach, Kloster Banz, Würzburg, Ebensfeld und München sie nun erstmal für einige Wochen im Ausland in Wien zu sehen.

Hier finden Sie den Link zur Ausstellung sowie die digitale Version der Ausstellung zum Durchblättern:
https://www.stiftung-verbundenheit.de/blog/die-schonbornfranken

Öffnungszeiten des Hauses der Heimat in Wien:
Montag bis Donnerstag, 9–12 Uhr und 13–16 Uhr
Ort: Rudolf-Reimann-Saal, Haus der Heimat, Wien

Für Besuche – auch außerhalb der Zeiten – wird um vorherige Anmeldung beim VLÖ-Sekretariat gebeten +43/ (0)1 / 7185905-11 oder per Mail sekretariat@vloe.at

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