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Weisser Ring will verstärkt an die Öffentlichkeit treten – Staatssekretär Koschyk unterstützt Opferschutzorganisation
3. Dezember 2012
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Die Opferhilfsorganisation „Weisser Ring“ will künftig verstärkt an Schulen für ihre Hilfsangebote werben. „Wir sind die einzige bundesweite Hilfsorganisation für die Opfer von Verbrechen“, sagt Andreas Fischer, seit wenigen Wochen Leiter der Außenstelle Bayreuth. Zum Einsatz soll dabei auch der neue Film kommen, der in Oberfranken produziert wurde, der Beispiele von Gewalt- und Sexualstraftaten aufzeigt und dabei den Weissen Ring als Opferschutzorganisation vorstellt.


Sie kümmern sich um die Opfer von Straftaten (von links): Marion Weidner, Brigitte Boran, der neue Außenstellenleiter Andreas Fischer, Johanna Sparrer, Kathrin Maue, Staatssekretär Hartmut Koschyk und Heinz Petri.


„Wir können unheimlich viele Hilfsmöglichkeiten bieten, die in der Öffentlichkeit kaum bekannt sind“, sagte Fischer, der die Leitung der Außenstelle Anfang Oktober übernommen hatte. Fischer bezeichnet die Opferarbeit bei einem Pressetermin mit dem Parlamentarischen Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk als Nischenarbeit, weil sie in der Regel unbeachtet von der Öffentlichkeit stattfindet. Dafür zuständig sind allein in Bayreuth zehn ehrenamtliche Mitarbeiter, die manche Opfer schon über viele Jahre hinweg begleitet haben. „Solange die Opfer schweigen, können die Täter agieren“, so Fischer. Auch in Bayreuth gibt es häusliche Gewalt, Sexualstraftaten und K.-o.-Tropfen, so dass die Aufklärungsarbeit an den Schulen immer wichtiger werde.
Staatssekretär Koschyk, der unter anderem im nächsten Jahr bei einer Ausstellung als Schirmherr für den Weissen Ring eintritt, bescheinigte der Organisation, dass die Opfer von Straftaten durch die Arbeit des Weissen Rings in den zurückliegenden Jahren stärker in den Focus gerückt seien. „Sie leisten eine ganz wichtige Opferbegleitung und Opferhilfe“, so Koschyk zu den ehrenamtlichen Mitarbeitern. Die Arbeit des Weissen Rings in Sachen Opferschutz sei auch deshalb so wichtig, da ein Rechtssystem nie so perfekt sein kann, dass es nicht immer wieder auch Graubereiche gebe. Um bestmöglichen Opferschutz zu erreichen sollte deshalb das Rechtssystem immer wieder überprüft werden. Koschyk: „Ein Rechtssystem, das wirklich perfekt ist, muss sich ständig weiterentwickeln und wird nie perfekt sein können.“
An die Öffentlichkeit treten will der Weisse Ring im kommenden Jahr auch in Bayreuth mit der Ausstellung „Opfer“, die vom 27. April bis zum 5. Mai 2013 gezeigt werden soll. Nach den Worten von Außenstellenleiter Fischer werden dabei Bilder präsentiert, die von Studierenden der Bauhaus-Universität Weimar unter der Leitung von Professor Werner Holzwarth und Hochschuldozent Peter Gamper in Zusammenarbeit mit dem Weissen Ring gestaltet wurden. „Dem Opfersein ein Gesicht geben, wachrütteln und das Schweigen brechen, das wollen die eindringlichen und künstlerisch eindrucksvollen Arbeiten der Studentinnen und Studenten der Bauhaus-Universität Weimar, die in Zusammenarbeit dem Weissen Ring entstanden sind“, so Fischer.
Der Weisse Ring hat in Stadt und Landkreis Bayreuth im vergangenen Jahr rund 60 Opfer von Straftaten, meist Gewalt- und Betrugsdelikte, betreut. Der Trägerverein hat in Bayreuth rund 200 Mitglieder.

Zur Berichterstattung im Bayreuther Sonntag gelangen Sie HIER.

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