Allgemein Für Deutschland
Weltkongress Deutscher Auslandsschulen 2014 in Berlin
6. Juni 2014
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Unter dem Motto„Bildung weltweit. Chancen weltweit“ findet in Berlin der Weltkongress Deutscher Auslandsschulen statt, der vom Weltverband Deutscher Auslandsschulen (WDA), dem Auswärtige Amt und der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen (ZfA) veranstaltet wird. Schirmherr des Weltkongresses ist Bundespräsident Joachim Gauck. Neben den Schulvorständen, Schulleiterinnen und Schulleitern sowie Verwaltungsleiterinnen und Verwaltungsleitern der mehr als 140 Deutschen Auslandsschulen nehmen auch Vertreter der rund 1.000 von der ZfA betreuten Schulen, die das Deutsche Sprachdiplom (DSD) der Kultusministerkonferenz anbieten, teil.

Klinge und Ernst

Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit WDA-Vorstandsvorsitzenden Detlef Ernst , und WDA-Geschäftsführer Thilo Klingebiel

Im Rahmen des Weltkongresses Deutscher Auslandsschulen stellte Prof. Timo Meynhardt von der Universität St. Gallen die Ergebnisse der vom WDA in Arbeit gegebenen „Studie zum Public Value der Deutschen Auslandsschulen“ vor. Hierzu wurden repräsentative Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Gewerkschaften und Verbänden in Deutschland interviewt. An einer parallel durchgeführten Onlinebefragung beteiligten sich 285 Vorstände, Schul- und Verwaltungsleiter der Deutschen Auslandsschulen weltweit. Zentrale Ergebnisse der Untersuchung sind, dass die Deutschen Auslandsschulen einen wichtigen Beitrag zum Ansehen Deutschlands in der Welt leisten. Ausbildung und Abschlüsse der Schulen genießen demnach international hohe Anerkennung. Als Sprach- und Bildungsbotschafter spielen die Schulen eine bedeutende Rolle in der Auswärtigen Kultur- und Bildungspolitik. Deutsche Unternehmen, die Mitarbeiter ins Ausland entsenden, profitieren stark von den schulischen Angeboten.

Podium

Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit Heinrich Ringkamp, Prof. Timo Meynhardt, Dr. Elisabeth Knab, Heinrich Kreft, WDA-Vorstandsvorsitzenden Detlef Ernst und Moderator Michael Brocker bei der Podiumsdiskussion zum Thema welchen Wertbeitrag das deutsche Auslandsschulwesen weltweit und für Deutschland leistet

Nach der Vorstellung der Ergebnisse der Studie fand eine Podiumsdiskussion statt, bei der der Frage nachgegangen wurde, welchen Wertbeitrag das deutsche Auslandsschulwesen weltweit und für Deutschland leistet. Neben Heinrich Kreft (Auswärtiges Amt), Dr. Elisabeth Knab, (Audi Ungarn, Geschäftsführerin Personalwesen), Detlef Ernst, Vorstandsvorsitzender des Weltverbandes Deutscher Auslandsschulen, Prof. Timo Meynhardt (Universität St. Gallen) und Heinrich Ringkamp, stellv. Leiter der Zentralstelle für das Auslandsschulwesen, nahm auch der Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, an der Podiumsdiskussion teil. Es herrschte Einigkeit darüber, dass die Studie zum Wertbeitrag Deutscher Auslandsschulen es ermöglicht, ein umfassendes Gesamtbild der Aufgaben und Leistungen der Schulen zu zeichnen. Gleichzeitig zeigt sich, dass es Ziel sein muss, die Bedeutung der Deutschen Auslandsschulen, die auch dazu beitragen das Ansehen Deutschlands in der Welt zu mehren, stärker in das Bewusstsein der öffentlichen Wahrnehmung zu rücken. „Deutsche Auslandsschulen sind eine ‚Marke‘ und es gilt noch viel stärker für diese ‚Marke‘ zu werben“ so Bundesbeauftragter Koschyk.

Podium mit Pub

Bundesbeauftragter Koschyk hob auch die große Bedeutung der deutschen Auslandsschulen für die deutschen Minderheiten insbesondere in Mittel- und Osteuropa hervor. Neben der großartigen Arbeit der deutschen Auslandsschulen für die deutschen Minderheiten dürfe aber nicht außer Acht gelassen werden, dass auch die sogenannten „Samstagsschulen“ einen hervorragenden Beitrag zur Pflege der deutschen Sprache der deutschen Minderheiten leisten. Dies sollte man im Hinblick auf deren finanzielle Förderung nicht außer Acht lassen. Ebenfalls wies Koschyk darauf hin, dass er erst vor kurzem Oberschlesien besuchte, um sich über die Situation des muttersprachlichen Deutschunterrichts an Schulen zu informieren. Dabei konnte er sich beispielsweise von der hervorragenden Arbeit der zweisprachigen Schule in Raschau in Trägerschaft des Vereins „Pro liberis Silesiae“ überzeugen.

Knab

Dr. Elisabeth Knab, Geschäftsführerin Personalwesen, Audi Ungarn

Im Vorfeld der Podiumsdiskussion stellte die ungarndeutsche Dr. Elisabeth Knab, Geschäftsführerin Personalwesen, Audi Ungarn, die erfolgreiche Arbeit der Audi Hungaria Schule Győr vor. Die Audi Hungaria Schule Győr ist im Jahr 2010 in Zusammenarbeit und als gemeinsames Projekt der drei Partner Ungarndeutsches Bildungszentrum Baja, Audi Hungaria Motor Kft. und der Stadt Győr entstanden. Heute ist sie eine anerkannte deutsche Auslandsschule mit rund 350 Schülern, die das deutsche und das ungarische Abitur erwerben können.

Zur Internet-Seite des Welverbandes Deutscher Auslandsschulen mit weiterführenden Informationen gelangen Sie hier.

Zur „Studie zum Public Value der Deutschen Auslandsschulen“ gelangen Sie hier.

 

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