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Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis für Klaus Töpfer / Hohe städtische Auszeichnung für den früheren Bundesumweltminister
17. November 2012
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Die Stadt Bayreuth hat am Freitag den ehemaligen Bundesumweltminister Klaus Töpfer mit dem „Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis für Toleranz und Humanität in kultureller Vielfalt“ ausgezeichnet. Töpfer habe sich seit Jahrzehnten für nachhaltige Werte und deren Vermittlung eingesetzt, sagte Oberbürgermeisterin Brigitte Merk-Erbe bei der Übergabe der seit 2008 jährlich vergebenen Auszeichnung.


von links: Der parlamentarische Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk, Klaus Töpfer, Universitätspräsident Rüdiger Bormann und der Kanzler der Universität Markus Zanner.


In seiner Laudatio nannte der bekannte ZDF-Journalist und Moderator Dirk Steffens den früheren Minister einen ernsthaften und engagierten Politiker. „Klaus Töpfer ist einer der wenigen Großen, die sich über alle Parteigrenzen hinweg Anerkennung und Respekt erworben haben“, so Steffens
Klaus Töpfer ist der fünfte Preisträger, den der Stadtrat für diese städtische Auszeichnung aufgrund seines nachhaltigen Wirkens und seines großen Einsatzes als Exekutivdirektor des Umweltprogramms der Vereinten Nationen ausgewählt hat. Der frühere Bundesumweltminister ist außerdem Vorsitzender der von der Bundeskanzlerin eingesetzten Ethikkommission für eine sichere Energieversorgung und leitet heute das Institute for Advanced Sustainability Studies (IASS) in Potsdam.
Damit habe Klaus Töpfer eine absolute Weltkarriere in der Umweltpolitik gemacht“, sagte Dirk Steffens. Er bescheinigte ihm politische Weitsicht und grenzüberschreitendes Denken. „Damals haben wir sie kolossal unterschätzt“, räumte der Wissenschaftsjournalist ein. Selbst die linksalternative Tageszeitung taz habe damals eingestehen müssen: „Es gibt keinen besseren Botschafter für die Umwelt als Klaus Töpfer.“


Weltkarriere in der Umweltpolitik: der frühere Bundesminister Klaus Töpfer.

Der mit 10000 Euro dotierte Wilhelmine-von-Bayreuth-Preis wurde erstmals 2008 vergeben und ist an Persönlichkeiten oder Gruppen gerichtet, die sich auf kulturellem, sozialem, politischem oder wissenschaftlichem Gebiet international um die kritische Reflektion gemeinsamer Wertvorstellungen und die interkulturelle Verständigung verdient gemacht haben. Bisherige Preisträger waren Literaturnobelpreisträger Wole Soyinka (2008), der Dirigent Daniel Barenboim (2009), Prinz Hassan von Jordanien (2010) und die senegalesische Frauenrechtlerin Madjiguène Cissé (2011).
Der Preis ist nach der Bayreuther Markgräfin Wilhelmine (1709 – 1758) benannt. Die Lieblingsschwester Friedrichs des Großen bescherte Bayreuth ein Ensemble von Gebäuden und Parks, das europaweit einzigartig ist und aus dem das Markgräfliche Opernhaus besonders hervorsticht. Der barocke Prachtbau wurde im Juni dieses Jahres von der UNESCO zum Weltkulturerbe erhoben. 1731 wurde Wilhelmine mit dem Erbprinzen Friedrich von Bayreuth verheiratet. Die Markgräfin widmete sich intensiv der Kunst und schuf sich einen Musenhof, der europaweit ausstrahlte und die bedeutendsten Kunstschaffenden ihrer Zeit in Bayreuth versammelte.
Die Preisverleihung fand im Rahmen des Bayreuther Zukunftsforums statt, das die Universität ebenfalls 2008 ins Leben gerufen hat. Das Zukunftsforum „Wissenschaft – Kultur – Gesellschaft“ brachte dazu Partner aus Kultur, Technik, Wirtschaft und Politik zusammen, um über das zukunftsträchtige Themen „Wasser im globalen Wandel“ zu sprechen.

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