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Windkraft ohne Windräder / Walzengenerator aus Fichtelberg soll in eineinhalb Jahren in Serie gehe
13. Januar 2012
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Mit ihrer Erfindung eines Windwalzengenerators haben der Fichtelberger Unternehmer Perry Eckert und der Ingenieur Wilfried Färber ein innovatives Zukunftsprojekt vorgestellt, das vom Bundeswirtschaftsministerium bereits ausgezeichnet wurde und in spätestens eineinhalb Jahren in Serie gehen soll.

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Die beiden Erfinder Perry Eckert und Wilfried Färber stellten dem Parlamentarischen Staatssekretär Hartmut Koschyk (von links) den neuen Windwalzengenerator (im Hintergrund) vor.

„Wir sind bereits mit Herstellern in Kontakt“, sagte Patententwickler Färber bei einer Präsentation mit dem Parlamentarischen Finanzstaatssekretär Hartmut Koschyk. Nicht nur in Eckerts Unternehmen in Fichtelberg steht bereits ein Prototyp zur Umsetzung von Windenergie in Strom. Mit der BÄKO in Leupoldsgrün haben die Tüfftler ihre Erfindung bereits auf einem Beispielgebäude installiert. Weitere derartige Beispielprojekte, wie etwa eine Werft in Bremerhaven und ein großer Discounter sollen folgen.
Freilich ist die Leistung des Windwalzengenerators mit der von Großanlagen nicht vergleichbar. Eckert und Färber schwärmen dennoch von einem hervorragenden Wirkungsgrad und zugleich einer flexiblen Einsatzbreite des neuartigen Walzen-Rotors. Er basiert auf dem Prinzip der Luftverdichtung. So soll die Stromgewinnung aus der Windkraft oder anderen Luftströmungen mittels eines horizontal oder vertikal angeordneten Walzenrotors erfolgen. Der Anströmkanal sammelt die Luft auf, sie wird an den Lamellen (ähnlich einem Kompressor, Turbolader oder Jet-Triebwerk) komprimiert. Ein entscheidender Vorteil der Anlage ist es nach den Worten Eckerts, dass die Walze schon bei einer Windgeschwindigkeit von 2,5 Metern pro Sekunde anläuft.
Insgesamt könne die Funktion und Wirkung einem Wasserrad nachempfunden werden: Die Kraft der Windströmung wird wie die Kraft des Wassers auf die in den Mantelflächen befindlichen Lamellen übertragen. Nach den Vorstellungen Eckerts seien die Anlagen besonders für den kleinen Häuslebauer, aber auch für Fabrikdächer oder Bauernhöfe geeignet. Eine eigene Baugenehmigung ist für die Errichtung des Generators nicht erforderlich. Auch Brücken oder Tunnels könnten so zur Stromerzeugung genutzt werden. Als besonders interessante Variante bezeichnete Eckert den Einbau in Windabweisern zur Bordnetzladung von Lastwagen.
Gewürdigt wurde das Patent aus Fichtelberg bereits beim jährlich stattfindenden „Innovationstag Mittelstand“ durch die Bundesregierung als erfolgreiches Forschungs- und Entwicklungsprojekt. Nach den Worten von Staatssekretär Koschyk belege der Windwalzengenerator aus Fichtelberg nicht nur eindrucksvoll die Innovationskraft Oberfrankens. Diese Erfindung bilde auch eine Alternative zu herkömmlichen Windanlagen mit hohen Masten, die sich oftmals schwer in das Landschaftsbild der Fränkischen Schweiz oder des Fichtelgebirges integrieren lassen.

Zur Bericherstattung im Nordbayerischen Kurier gelangen Sie hier.

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