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XV. Deutsch-Koreanische Forum tagt vom 12. bis 14. Oktober in Gyeongju
11. Oktober 2016
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Vom 12. bis 14. Oktober findet in Gyeongju das 15. Deutsch-Koreanische Forum statt. Das Forum wurde im Jahr 2002 im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und des südkoreanischen Ministerpräsidenten Lee Han-dong in Seoul gegründet und tagt seitdem jährlich abwechselnd in Deutschland und Korea. Das Deutsch-Koreanische Forum führt deutsche und koreanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, berät über die wichtigen Fragen der deutsch-koreanischen Beziehungen und richtet seine Empfehlung an die Regierungen beider Länder.

Im Anschluss an das Deutsch-Koreanische Forum 2012 in der Republik Korea fand erstmals ein „Juniorforum“ statt, für das sich die Ewha Frauenuniversität maßgeblich engagiert hat. Das Deutsch-Koreanische Juniorforum findet seitdem regelmäßig im Rahmen des Deutsch-Koreanischen Forums statt. Mit dem „Juniorforum“ verbindet sich die Idee, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen und Visionen in die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern einfließen zu lassen. Dieses Juniorforum wird im Rahmen des 15. Deutsch-Koreanischen Forums fortgesetzt. In diesem Jahr unterstützt das Auswärtige Amt finanziell die Teilnahme von insgesamt sechs jungen Studenten und Berufstätigen aus Deutschland am diesjährigen V. Deutsch-Koreanischen Juniorforum.

Erster deutscher Ko-Vorsitzender des Forums war der langjährige Herausgeber der „Zeit“, Dr. Theo Sommer. Auf seine Bitte hat der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, als Vorsitzender der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe den deutschen Ko-Vorsitz übernommen. Die bisherigen Veranstaltungsorte in Deutschland waren Berlin im Jahr 2003, Hamburg im Jahr 2005, München im Jahr 2007, Dresden im Jahr 2009, Berlin im Jahr 2011, Goslar im Jahr 2013 und Rostock im Jahr 2015.

Die Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen unserer beider Länder. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel und Bundesaußenminister Dr. Frank-Walter Steinmeier haben nach Zusendung der Ergebnisse des vergangenen Forums im Jahr 2015 in Rostock mitgeteilt, dass Sie eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Korea und Deutschland und der Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums ausdrücklich begrüßen.

Ko-Vorsitzender Koschyk: „Gerade vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Atomtests im Januar und September dieses Jahres und den andauernden nordkoreanischen Provokationen, die mit harten Sanktionen des Weltsicherheitsrates beantwortet wurden, wird das kommende XV. Deutsch-Koreanische Forum vom 12. bis 14. Oktober 2016 in Gyeongju von großer symbolischer Bedeutung sein. Vor dem Hintergrund des Leids der Deutschen Teilung und des Glücks der deutschen Wiedervereinigung gilt es, unseren Freunden in der Republik Korea Mut zu machen, den Glauben an eine staatliche Einheit nicht zu verlieren. Ich möchte in diesem Zusammenhang aus der Rede von Bundespräsident Gauck am 21. Juni 2013 in Goslar im Rahmen des 12. Deutsch-Koreanischen Forums zitieren:

„Die Aussicht auf eine friedliche Wiedervereinigung erscheint angesichts der Lage auf der koreanischen Halbinsel zurzeit wie eine Illusion. Aber lassen wir uns nicht irre machen. Es erschien uns doch vor 25 Jahren im Herzen Europas auch wie eine Illusion, dass das Imperium der Sowjetmacht zusammenbrechen könnte. Es ist aber zusammengebrochen. Auch in Korea gab es in der Vergangenheit unerwartete Wendungen. Aus meiner persönlichen Erfahrung werbe ich von ganzem Herzen für Geduld, für Zuversicht und für Mut: Ich habe selbst erlebt, was geschehen kann, wenn viele Menschen gemeinsam die Furcht verlieren und ein übermächtiges System von innen verändern. Diese Hoffnung kann uns alle weitertragen. Ein Land, das wie Korea in seiner langen Geschichte überaus erfolgreich vermochte, seine kulturelle und nationale Eigenständigkeit trotz aller Widrigkeiten zu bewahren, ein solches Land wird auch seine Einheit wiederherstellen. Davon bin ich fest überzeugt.“

Zum Programm des 15. Deutsch-Koreanischen Forums gelangen Sie hier.

Zur Internetseite des Deutsch-Koreanischen Forums gelangen Sie hier.

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