Für Deutschland International
Ausstellung „In zwei Welten“ über deutsche Minderheiten im Sächsischen Innenministerium eröffnet
30. Januar 2018
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Hartmut Koschyk, ehemaliger Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Bernhard Gaida, Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten und Vorsitzender des Verbandes deutscher Gesellschaften in der Republik Polen, Prof. Dr. Günther Schneider, Staatssekretär des Sächsischen Innenministeriums, Florian Braun, Landesvorsitzender der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Sachsen, Klaus Brähmig, langjähriger Vorsitzender der Arbeitsgruppe „Vertriebene und Flüchtlinge der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Frank Hirche, Vorsitzender des Europaausschusses des Sächsischen Landtages und Landesvorsitzender des Bundes der Vertriebenen in Sachsen

Im Sächsischen Innenministerium ist die 2017 entstandene Ausstellung „In zwei Welten“ über die deutschen Minderheiten in Europa und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion eröffnet worden. Der neu ins Amt gekommene Staatssekretär des Sächsischen Staatsministeriums des Innern, Prof. Dr. Günther Schneider, machte bei der Ausstellungseröffnung deutlich, dass der Freistaat Sachsen sich neben den dort lebenden Heimatvertriebenen und Aussiedlern auch den deutschen Minderheiten in Mittel-, Ost- und Südosteuropa sowie in Russland und Zentralasien eng verbunden fühle und deren Brückenfunktion unterstützen und stärken wolle.

Staatssekretär Prof. Dr. Schneider freute sich, die beiden Initiatoren der Ausstellung, den ehemaligen Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten und langjährigen Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk sowie Bernhard Gaida, den Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderation Europäischer Nationalitäten (FUEN) und Vorsitzenden des Verbandes Deutscher Gesellschaften (VdG) in der Republik Polen begrüßen zu können. Auch der Vorsitzende des Bundes der Vertriebenen in Sachsen und Vorsitzende des Europaausschusses des Sächsischen Landtages Frank Hirche, der langjährigen Vorsitzenden der Arbeitsgruppe Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion Klaus Brähmig, der Landesvorsitzende der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Sachsen, Florian Braun sowie der Landesvorsitzende des Vereins für deutsche Kulturbeziehungen im Ausland (VDA), Peter Bien, waren neben zahlreichen Mitgliedern ihrer Organisationen zur Ausstellungseröffnung ins Sächsische Innenministerium gekommen.

Florian Braun, Landesvorsitzender der Landsmannschaft der Russlanddeutschen in Sachsen, Hartmut Koschyk, Renata Trischler,   Leiterin des Koordinierungsbüros der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten in Berlin, Peter Bien, Landesvorsitzender des Vereins für deutsche Kulturbeziehungen (VDA) in Sachsen, BdV-Landesvorsitzender Frank Hirche MdL, Dr. Jens Baumann, Sachgebietsleiter für Vertriebene, Aussiedler und deutsche Minderheiten im Sächsischen Innenministerium

Hartmut Koschyk verwies darauf, dass nach Berlin, Nordschleswig in Dänemark nunmehr mit Dresden die im vergangenen Jahr geschaffene Ausstellung nach einem halben Jahr bereits ihre dritte Station erreicht habe. Ziel der Ausstellung ist es, im In- und Ausland über die Lebenssituation der ca. 1 Million Deutschen in 25 Ländern der Europäischen Union sowie der Nachfolgestaaten der Sowjetunion zu informieren. Hierzu sei auch eine Informationsbroschüre des Bundesinnenministeriums entstanden. Koschyk bat den Freistaat Sachsen sowohl durch die Staatsregierung als auch durch den Landtag die Europäische Bürgerinitiative www.minority-safepack.eu zu unterstützen und verwies auf die entsprechende Initiative des schleswig-holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther und den Landtag von Schleswig-Holstein.

die von Hartmut Koschyk und Bernhard Gaida initiierte Ausstellung „In zwei Welten“ über die deutsche Minderheiten in Europa und den GUS-Staaten würde jetzt in Sächsischen Innenministerium gezeigt

Bernhard Gaida erinnerte daran, dass für zahlreiche deutsche Minderheiten erst die Epochenwende 1989/1990 erstmals die Möglichkeit der freien Entfaltung sowie ungehinderten Bewahrung der deutschen Sprache und Kultur gebracht habe. Die jahrzehntelange Diskriminierung während der kommunistischen Herrschaft wirke sich bis heute aus. Daher seien die deutschen Minderheiten nach wie vor auf besondere Unterstützung und Förderung sowohl ihrer Heimatstaaten als auch der Bundesregierung und der Bundesländer angewiesen. Der Freistaat Sachsen, so Gaida, erfülle diese Aufgabe vorbildlich.

nach Berlin und Nordschleswig/Dänemark ist die Ausstellung „In zwei Welten“ jetzt in Dresden im Sächsischen Innenministerium zu sehen

Die Zukunftsfähigkeit deutscher Minderheiten machte die musikalische Umrahmung der Ausstellungseröffnung im Sächsischen Innenministerium deutlich: der erste 15-jährige Lukas Gogol, der zur deutschen Minderheit in der Region Oppeln/Opole in Oberschlesien/Polen gehört, stellte höchstes musikalisches Können durch sein virtuoses Akkordeonspiel unter Beweis, mit dem er die die Gäste der Ausstellungseröffnung in seinen Bann zog.

der junge Akkordeon-Virtuose Lukas Gogol, Angehöriger der deutschen Minderheit aus der Region Oppeln/Opole in Oberschlesien/Polen umrahmte die Ausstellungseröffnung im Sächsischen Innenministerium

Karl Gogol, Großvater des jungen Akkordeon-Virtuosen Lukas Gogol mit Bernhard Gaida und Hartmut Koschyk bei der Ausstellungseröffnung in Dresden

Zu weiteren Informationen über die Ausstellung „In zwei Welten“ gelangen Sie hier!

Zur Informationsbroschüre des Bundesministeriums des Innern über die deutschen Minderheiten in Europa und den Nachfolgestaaten der Sowjetunion gelangen Sie hier.

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Alexander von Humboldt- Kulturforum

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