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Bundebeauftragter Koschyk besucht Oberschlesisches Landesmuseum in Ratingen / Koschyk: Fortentwicklung des Geschichts- und Kulturerbes der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten muss partnerschaftlich und auf Augenhöhe erfolgen
7. September 2015
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Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB gemeinsam mit Dr. Stephan Kaiser, Direktor des Oberschlesischen Landesmuseums und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Haus Oberschlesien, Klaus Plaszczek, Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Oberschlesier und Vorstandsmitglied der Stiftung Haus Oberschlesien und Peter Beyer MdB, Stiftungsrat der Stiftung Haus Oberschlesien

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat das seit 1983 bestehende Oberschlesische Landesmuseum in Ratingen / Hösel besucht. Dieses Museum hat es sich zur Aufgabe gemacht das dingliche Kulturgut der früheren deutschen Provinz Oberschlesien zu sammeln, zu bewahren, auszuwerten und auszustellen. Ziel der Museumskonzeption ist es der gesamten Öffentlichkeit ein Bild von der Geschichte und Kultur der schlesischen Region zu vermitteln und dabei auch über das heutige Polen und Tschechien zu informieren. Das Museum arbeitet dabei im Geist der Völkerverständigung und der guten deutsch-polnisch-tschechischen Nachbarschaft. Es wird vom Land Nordrhein-Westfalen gefördert, das seit 1964 Partnerland für die Oberschlesier ist. Träger ist die 1970 gegründete Stiftung Haus Oberschlesien, eine Stiftung privaten Rechts.

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Klaus Plaszczek, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft der Oberschlesier und Vorstandsmitglied der Stiftung Haus Oberschlesien, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, der Kurator der Ausstellung über Oberschlesien im 1. Weltkrieg, Frank Mäuer, Peter Beyer MdB, Stiftungsrat der Stiftung Haus Oberschlesien und Dr. Stephan Kaiser, Direktor des Oberschlesischen Landesmuseums und geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Haus Oberschlesien

Bei seinem Besuch im oberschlesischen Landesmuseum wurde Koschyk vom Museumsdirektor Dr. Stephan Kaiser und dem Kurator der Ausstellung über Oberschlesien im 1. Weltkrieg, Frank Mäuer sowie vom Bundesvorsitzenden der Landsmannschaft der Oberschlesier, Klaus Plaszczek und dem CDU-Bundestagsabgeordneten Peter Beyer empfangen. Dr. Stephan Kaiser ist zugleich geschäftsführendes Vorstandsmitglied der Stiftung Haus Oberschlesien, dem auch Klaus Plaszczek angehört. MdB Peter Beyer gehört dem Stiftungsrat der Stiftung Haus Oberschlesien an. Das Oberschlesische Landesmuseum hat mit zahlreichen Museen und Kultureinrichtungen in den schlesischen Landesteilen Polens und der Tschechischen Republik vertragliche partnerschaftliche Beziehungen, so mit dem schlesischen Museum in Kattowitz, dem schlesischen Landesmuseum in Troppau, der Universitätsbibliothek Breslau oder der Woiwodschaftsbibliothek Oppeln. Koschyk zeigte sich von der derzeit im Oberschlesischen Landesmuseum gezeigten Ausstellung über Oberschlesien im 1. Weltkrieg sehr angetan. Diese beleuchtet die Auswirkungen des 1. Weltkriegs auf die oberschlesische Provinz sehr eindrucksvoll. Auch würdigte Koschyk die grenzüberschreitende Kooperation des Museums mit Museen, Kultur- und Wissenschaftseinrichtungen Polens und der Tschechischen Republik.

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Im Oberschlesischen Landesmuseum: Modell einer landestypischen Schrotholzkirche

Koschyk wörtlich: „Die grenzüberschreitende Arbeit des oberschlesischen Landesmuseums mit Partnereinrichtungen in Polen und der Tschechischen Republik ist beispielhaft und leistet einen hervorragenden Beitrag für die Verständigung mit unseren östlichen Partnern.“ Diese grenzüberschreitende Kulturarbeit wirke auch identitätsstiftend für das kulturelle Bewusstsein in den schlesischen Landesteilen Polens und Tschechiens, gerade auch im Hinblick auf die dort lebenden Angehörigen der deutschen Minderheit. Koschyk sprach sich für eine intensive Einbeziehung der musealen und kulturellen Einrichtungen der Vertriebenen und Aussiedler in Deutschland sowie der deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa und der ehemaligen Sowjetunion in die derzeit laufende Diskussion über die Fortentwickelung der Kulturkonzeption gemäß § 96 des Bundesvertriebenengesetzes aus. Die Fortschreibung dieser Konzeption durch Bundesregierung und Bundestag dürfe nicht über die Köpfe der diese Kulturregionen repräsentierenden Menschen erfolgen. Bei der Bewahrung und Fortentwickelung des Kultur- und Geschichtserbes der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropas sowie der ehemaligen Sowjetunion müsse ein partizipatorischer und kein patriarchalischer Ansatz verfolgt werden. Bundesregierung und Bundestag sollten mit den musealen und kulturellen Einrichtungen der Heimatvertriebenen und Aussiedler sowie der deutschen Minderheiten „partnerschaftlich und auf Augenhöhe“ zusammenarbeiten. Dies gebiete auch der Respekt vor dem großartigen ehrenamtlichen Engagement tausender Ehrenamtlicher in der Kulturarbeit der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten.

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