Für Deutschland
Der Zuzug von Spätaussiedlern im Jahr 2017 stabilisiert sich auf Vorjahresniveau, die Aufnahmeanträge steigen leicht an Koschyk: „Wir müssen noch mehr die Wahrnehmung dafür stärken, welch nachhaltiger Gewinn die Spätaussiedler für unser Land sind“.
13. Oktober 2017
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Die Friedlandglocke ist eine Eisenhartgussglocke, die 1949 von Vertriebenen, Flüchtlingen und Heimkehrern dem Lager Friedland gespendet wurde

Der Zuzug von Spätaussiedlern und deren Familienangehörigen in den ersten neun Monaten dieses Jahres entspricht der des Vorjahres. Bis zum 30. September 2017 sind insgesamt 4.668 Personen in Deutschland registriert worden. Im Vorjahreszeitraum waren es 4.663 Personen. Etwa 83 Prozent der Spätaussiedler kommen aus der Russischen Föderation (2.078) und aus Kasachstan (1.785).

Die Zahl der gestellten Aufnahmeanträge ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 520 Anträge gestiegen auf aktuell insgesamt 10.265 Anträge. Aufgrund der Novellierung des Bundesvertriebenengesetzes im Jahr 2013 waren die Antragszahlen im Jahr 2014 deutlich auf 30.009 Anträge angestiegen. In den Folgejahren waren die Antragszahlen wieder rückläufig: 2015 wurden 18.011 Aufnahmeanträge gestellt, 2016 waren es noch 13.677 Anträge.

Der Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, MdB, begrüßt die Stabilisierung des gestiegenen Zuzugs von Spätaussiedlern nachdrücklich.

„2012 waren nur noch rd. 1.900 Spätaussiedler und ihre Angehörigen nach Deutschland gekommen. Nach der 2013 erfolgten Gesetzesänderung und den damit verbundenen Erleichterungen bei der Familienzusammenführung stabilisieren sich die Zugänge inzwischen etwa auf dem Vierfachen dieser damaligen Zugänge. Das belegt, dass die Bundesregierung beide Ziele erreicht hat, die sie mit dieser Erleichterung der Aussiedleraufnahme verfolgt hat: Die Spätaussiedler wissen sich unverändert in Deutschland willkommen; Deutschland profitiert vom Wissen, vom Können und vom kulturellen Reichtum der Spätaussiedler. Jeder, der Verantwortung für den gesellschaftlichen Zusammenhalt in unserem Land trägt, ist aufgefordert, die Wahrnehmung für diese Tatsache zu schärfen. Dieses gilt umso mehr, als gerade in jüngster Zeit sich die Deutschen aus Russland ungerechten Pauschalverdächtigungen ausgesetzt sehen, in überdurchschnittlicher Zahl radikalen politischen Positionen zuzuneigen.“

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