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Eröffnung der deutsch-rumänischen Ausstellung „50-25-10“ in Anwesenheit des rumänischen Staatspräsidenten S.E. Klaus Johannis und Bundesbeauftragten Hartmut Koschyk
21. Juni 2017
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Der  rumänische Botschafter Emil Hurezeanu, der rumänische Staatspräsident S.E. Klaus Johannis und der Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB

In Anwesenheit des rumänischen Staatspräsidenten S.E. Klaus Johannis und des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, wurde in der Rumänischen Botschaft in Berlin die deutsch-rumänische Ausstellung „50-25-10“ eröffnet. An der feierlichen Ausstellungseröffnung nahmen neben dem rumänischen Botschafter Emil Hurezeanu, Mitgliedern des Deutschen Bundestages, darunter BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius, Gunther Kriechbaum und Dr. Christoph Bergner, u.a. auch der rumänische Abgeordnete Ovidiu Victor Ganț und der deutsche Botschafter in Bukarest, Cord Meier-Klodt, teil. Ebenfalls waren zahlreiche Persönlichkeiten, die sich nachhaltig für die deutsch-rumänischen Beziehungen einsetzen, darunter der aus Siebenbürgen stammende Sänger Peter Maffay, anwesend.

Die Ausstellung erinnert an 50 Jahre Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien, an 25 Jahre Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa sowie an 10 Jahre Mitgliedschaft Rumäniens in der Europäischen Union.

Die Ausstellung wurde in Zusammenarbeit zwischen dem Außenministerium Rumäniens und dem deutschen Auswärtigen Amt, der Deutschen Presseagentur und ihrem rumänischen Partner AGERPRES, der Rumänischen Botschaft und dem Rumänischen Kulturinstitut zusammengestellt. Der rumänische Botschafter in Berlin, Emil Hurezeanu und der deutsche Botschafter in Bukarest, Cord Meier-Klodt, haben sich ebenfalls nachhaltig für die Erstellung der Ausstellung eingesetzt.

Der rumänische Botschafter Emil Horaţiu Hurezeanu begrüßte den rumänischen Staatspräsidenten Johannis, Bundesbeauftragten Koschyk und alle Anwesenden und verwies auf die Bedeutung der Ausstellung, die auch die guten deutsch-rumänischen Beziehungen widerspiegeln.

In seinem Grußwort dankte Staatspräsident Johannis allen sechs Einrichtungen, die diese Ausstellung zusammengestellt haben und verwies einleitend darauf, dass die Partnerschaft mit Deutschland ein grundlegendes Element der rumänischen Außenpolitik sei. „Gestern bei dem Treffen mit Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier und Bundeskanzlerin Angela Merkel haben wir unser gemeinsames Interesse bekräftigt, in die Richtung weiterzuarbeiten, die schon vor Jahrzehnten festgelegt wurde“, so Staatspräsident Johannis.

Staatspräsident Johannis verwies auch auf die große Bedeutung, die die deutsche Minderheit in Rumänien für die deutsch-rumänischen Beziehungen habe, sowie auf die Brückenfunktion der rumänischen Gemeinschaft in Deutschland. „Schlüsselelement in der Architektur der bilateralen Beziehungen ist die deutsche Minderheit – ein echter Katalysator für den Dialog zwischen unseren Ländern und eine wichtige Brücke. Die rumänisch-deutsche Zusammenarbeit im Bereich Minderheitenpolitik wird heute auf europäischer Ebene als vorbildhafte Praktik angesehen. Eine sehr wichtige Rolle spielt dabei die deutsch-rumänische Regierungskommission für Angelegenheit der deutschen Minderheit in Rumänien, deren 20.te Sitzung im April dieses Jahres in Bukarest stattgefunden hat. Ich begrüße den persönlichen Beitrag und die ausgezeichnete Arbeit von Hartmut Koschyk, Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten. Zur Erschaffung der Brücke zwischen Rumänien und Deutschland trägt sicher auch die rumänische Gemeinschaft in Deutschland direkt bei. Sie ist gut integriert und hat wesentliche Beiträge zur Entwicklung der deutschen Gesellschaft geleistet“, so Staatspräsident Johannis.

Bundesbeauftragter Koschyk überbrachte die Grüße der Bundesregierung und dankte Allen, die zur Erstellung der deutsch-rumänischen Ausstellung „50-25-10“ beigetragen haben. Gleichzeitig verwies Koschyk einleitend auf die eindrucksvolle Rede des rumänischen Staatspräsidenten, die dieser zuvor bei der zentralen Feier der Bundesregierung beim nationalen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation gehalten hat. „Ihre eindrucksvolle Rede wird allen, die sie gehört haben, noch lange in Erinnerung bleiben“, so Bundesbeauftragter Koschyk.

Im Zusammenhang mit der Ausstellung, die 50 Jahre Wiederaufnahme der diplomatischen Beziehungen, 25 Jahre Vertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa sowie 10 Jahre Mitgliedschaft Rumäniens in der Europäischen Union zum Inhalt hat, verwies Bundesbeauftragter Koschyk darauf, dass für die deutsche Minderheit in Rumänien diese Entwicklung, insbesondere nach den epochalen Umwälzungen in den Jahren 1989 bis 1991, von nicht zu unterschätzender Bedeutung war. „Heute genießt die deutsche Minderheit in Rumänien größte Anerkennung und eine Persönlichkeit aus ihrer Mitte wurde in das Amt des rumänischen Staatspräsidenten gewählt“, so Bundesbeauftragter Koschyk.

„Die deutsch-rumänischen Beziehungen in den letzten fünf Jahrzehnten haben sich, insbesondere nach dem Epochenwechsel 1989/1990, aufstrebend gestaltet. In der Präambel des vor 25 Jahren geschlossenen Vertrages zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Rumänien über freundschaftliche Zusammenarbeit und Partnerschaft in Europa haben beide Seiten zu ihrer Motivation, ein neues Kapitel in den deutsch-rumänischen Beziehungen aufzuschlagen, u.a. folgendes formuliert: „In dem Bewusstsein, dass die deutsche Minderheit in Rumänien einen wertvollen und unverwechselbaren Beitrag zum Leben der rumänischen Gesellschaft geleistet hat und weiterhin leistet und somit eine natürliche Brücke zwischen beiden Völkern begründet.“

Die Bundeskanzlerin hat gestern diesbezüglich gegenüber Ihnen, sehr geehrter Herr Präsident Johannis, zutreffend die Erfüllung dieses Vertragszieles mit folgenden Worten festgestellt: „Wir haben ja die Situation, dass die deutsche Minderheit aus Rumänien eine wichtige Brückenfunktion zwischen unseren Gesellschaften spielt – der Präsident selbst ist ja ein sehr lebendiges Beispiel dafür.“ Diesen treffenden Worten unserer Bundeskanzlerin ist nichts hinzuzufügen!“, so Bundesbeauftragter Koschyk

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