Für Deutschland International
Hartmut Koschyks Buch „Heimat – Identität – Glaube“ in der Ungarischen Botschaft in Berlin offiziell vorgestellt
30. Januar 2018
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Es war ein buntes Publikum, das Ungarns Botschafter in Deutschland, Dr. Peter Györkös  zur Vorstellung des Buches „Heimat-Identität-Glaube“ von Hartmut Koschyk  in der Ungarischen Botschaft in Berlin begrüßen konnte.

So war Ungarns Minister für Humanressourrcen Zoltán Balog eigens aus Budapest nach Berlin gekommen, um die Publikation Koschyks zu würdigen, die sich mit Vertriebenen, Aussiedlern und Minderheiten im Spannungsfeld von Zeitgeschichte und Politik beschäftigt. Balog legte die enge Verbindung des Buches mit Herkunft und Lebensweg des Autors dar: man spüre, so der Ungarische Spitzenpolitiker, dass Koschyk dieses Buches aus „Liebe zu den Menschen“ geschrieben haben, die das Schicksal von Vertreibung, Flucht und Aussiedlung erlitten haben und einer ethnischen Minderheit angehören. Balog, selbst Reformierter Pfarrer, dankte Koschyk, dass er den unauflösbaren Zusammenhang von Heimat, Identität und Glauben eindrucksvoll beschrieben und die Bedeutung eines gesicherten Minderheitenschutzes für den europäischen Zusammenhalt dokumentiert habe.

Minister Zoltán Balog bei seiner Ansprache in der Ungarischen Botschaft in Berlin

Romani Rose, Vorsitzender des Zentralrats der deutschen Sinti und Roma, machte eindrucksvoll deutlich, welche Herausforderung die Bewahrung von Heimat, Identität und Glaube für eine nationale Minderheit bedeutet, wenn sie in ihrer Existenz bedroht ist wie die deutschen Sinti und Roma durch die Verfolgung und den Völkermord während der NS-Diktatur. Er würdigte die Errungenschaften durch die Vereinbarungen des Europarates, aber auch die Anstrengungen des Bundes und der Länder für die vier nationalen Minderheiten in Deutschland: Sorben, Dänen, Friesen sowie Sinti und Roma. Namens aller vier autochthonen Minderheiten dankte Romani Rose Koschyk für seinen Einsatz als Bundesbeauftragter.

der Vorsitzende des Zentralrats der Sinti und Roma in Deutschland, Romani Rose

Bernd Posselt, Sprecher und Bundesvorsitzender der Sudetendeutschen Landsmannschaft und langjähriger Abgeordneter des Europäischen Parlamentes, fand vor allem sehr persönliche Worte aus 30-jähriger gemeinsamer politischer Zusammenarbeit und Freundschaft mit Hartmut Koschyk. Er wie Koschyk seien in Elternhäusern aufgewachsen, wo Heimat- und Identitätsbewußtsein sowie starke Glaubensüberzeugungen unverkrampft und in einem europäischen Geist vermittelt und gelebt wurden. Heute gelte es, diese Errungenschaft kultureller und ethnischer Vielfalt in Europa zu bewahren und so zu stärken, damit dieses nicht durch neuen Nationalismus und Totalitarismus bedroht werden können.

der Sprecher und Bundesvorsitzende der Sudetendeutschen Landsmannschaft und langjährige Europaparlamentarier Bernd Posselt

Bernhard Gaida, Vorsitzender des Verbandes deutscher Gesellschaften in der Republik Polen (VdG) und Sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM) in der Föderation Europäischer Nationalitäten (FUEN) würdigte Koschyk als „Mensch und oberschlesischen Landsmann“, der aufgrund seiner engen persönlichen Bindungen nach Oberschlesien seine Aufgabe als Bundesbeauftragter immer mit Herzblut und Empathie wahrgenommen habe. Gaida dankte Koschyk für seine Initiative für die 2017 erstmals veranstaltete Internationale Konferenz „Glaube – Stütze der Identität“, die erstmal öffentlichkeitswirksam den Zusammenhang von „Heimat-Identität-Glaube“ aus der Sicht der deutschen Minderheiten beleuchtet habe.

der Vorsitzende des Verbandes deutscher Gesellschaften in der Republik Polen und sprecher der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten Bernhard Gaida

Koschyk nannte in seinen Dankesworten drei aktuelle politische Themen, die er auch in seinem Buch aufgegriffen habe:

  • die Einrichtung eines Expertengremiums für Fragen des Antiziganismus, die in der letzten Legislaturperiode des Bundestages intensiv diskutiert worden ist und jetzt umgesetzt werden müsse
  • eine stärkere Unterstützung der Europäischen Petition für verbesserten Minderheitenschutz dem Beispiel des Schleswig-Holsteinischen Ministerpräsidenten Daniel Günther und des Schleswig-holsteinischen Landtages folgend www.minority-safepack.eu, sowie
  • die Aufwertung des Amtes des Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten durch die thematische Erweiterung um die Heimatvertriebenen und die Auslandsdeutschen sowie die Verankerung des Amtes im Bundeskanzleramt in gleicher Weise wie das Amt der Beauftragten für Migration, Flüchtlinge und Integration.

Hartmut Koschyk, Autor des Buches „Heimat – Identität – Glaube“

Koschyk vergaß nicht, sich bei seinen ehemaligen Mitarbeitern Elke Rothfuß, Thomas Konhäuser und Jost Vielhaber sowie beim Leiter des EOS-Verlages St. Ottilien, Pater Dr. Cyrill Schäfer, zu bedanken, die ihn bei der Erstellung und Herausgabe des Buches maßgeblich unterstützt haben.

die langjährigen Mitarbeiter von Hartmut Koschyk, Thomas Konhäuser, Elke Rothfuss und Jost Vielhaber hatten „ihren Chef“ bei der Erstellung des Buches „Heimat-Identität-Glaube“ tatkräftig unterstützt

Die musikalische Umrahmung der Buchvorstellung in der ungarischen Botschaft in Berlin erfolgte durch den erst 15-jährigen Akkordeonisten Lukas Gogol, der zur deutschen Minderheit in Polen gehört und aus der Region Oppeln/Opole in Oberschlesien/Polen stammt. Der junge Künstler begeisterte die Besucher der Buchpräsentation mit seinen virtuosen Darbietungen klassischer Akkordeonkompositionen.

Lukas Gogol, junger Akkordeonist aus dem Kreise der deutschen Minderheit aus der Region Oppeln/Opole in Oberschlesien/Polen, begeisterte mit seinem Spiel die Teilnehmer der Buchvorstellung

An der Präsentation des Buches von Hartmut Koschyk in Berlin nahmen vieler seiner politischen Weggefährten wie Dr. Peter Ramsauer, Rainer Eppelmann,  BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius und FUEN-Vizepräsidentin Olga Martens, der Sprecher der Ungarndeutschen im Ungarischen Parlament, Emmerich Ritter, aber auch die FDP-Generalsekretärin Nicola Beer, die Bundestagsabgeordneten Katharina Landgraf, Frank Heinrich und Frank Henkel, das geschäftsführende Vorstandsmitglied der „Deutsche Gesellschaft“ Dr. Andreas Apelt, viele Vertreter von Bundesministerien, ausländischen Botschaften sowie Institutionen und Organisationen der Vertriebenen, Aussiedler und nationalen Minderheiten sowie der Kirchen teil.

Auch langjährige Weggefährten von Hartmut Koschyk waren zur Vorstellung seines Buches in die Ungarische Botschaft in Berlin gekommen: Bundesminister a.D. Dr. Peter Ramsauer, der Sprecher der Ungarndeutschen im Ungarischen Parlament, Emmerich Ritter, BdV-Präsident Dr. Bernd Fabritius und Berlins ehemaliger Innensenator Frank Henkel.

Romani Rose, Lukas Gogol, Hartmut Koschyk mit Ehefrau Gudrun, Bernd Posselt, Minister Zoltán Balog, Botschafter Dr. Péter Györkös, Bernhard Gaida bei der Buchvorstellung in der Ungarischen Botschaft in Berlin

463 Seiten umfasst das Buch „Heimat-Identität-Glaube“ von Hartmut Koschyk, das jetzt in der Ungarischen Botschaft in Berlin vorgestellt wurde

Weitere Informationen bezüglich des Buches „Heimat-Identität-Glaube“ von Hartmut Koschyk finden Sie unter:
http://eos-verlag.de/de_DE/heimat-identitaet-glaube/

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Alexander von Humboldt- Kulturforum

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