Für Deutschland International
Innenminister Reinhold Gall MdL empfängt Vertreter deutscher Minderheiten in der Landesvertretung Baden-Württemberg
11. November 2015
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Der baden-württembergische Innenminister, Reinhold Gall MdL, hat die Vertreter der Arbeitsgemeinschaft Deutscher Minderheiten (AGDM), die unter dem Dach der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppe organisiert sind, in der Landesvertretung Baden-Württemberg in Berlin herzlich empfangen. In seiner Ansprache hob Innenminister Gall die besondere politische Verantwortung hervor, die Deutschland und die Bundesländer gegenüber den deutschen Minderheiten in Mittelost- und Südosteuropa sowie den Nachfolgestaaten der Sowjetunion wahrzunehmen haben. Das Land Baden-Württemberg stelle sich dieser Verantwortung vollumfänglich.

Als Innenminister des Landes Baden-Württemberg sei es ihm eine besondere und wichtige Herzensangelegenheit, den Dialog und die Zusammenarbeit mit den deutschen Minderheiten zu pflegen und zu stärken. Dabei beziehe er immer auch die Landsmannschaften der Heimatvertriebenen und Aussiedler mit ein. Innenminister Gall unternimmt diesbezüglich regelmäßig Reisen in die Heimatregionen der deutschen Minderheiten in Mittel- und Osteuropa und hat zuletzt die deutsche Minderheit in Serbien besucht. Im August dieses Jahres haben Innenminister Gall und Bundesbeauftragter Koschyk deutsche Minderheiten im Banat besucht. Auch der Bundesvorsitzende der Landsmannschaft der Banater Schwaben in Deutschland, Peter Leber, war Teilnehmer der Delegation von Innenminister Gall.

In ihren Ansprachen bei dem Empfang hoben Gall und Koschyk die besondere Brückenfunktion der deutschen Minderheiten hervor. Als Beauftragter der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten betonte Koschyk den gegenseitigen Mehrwert und das Zusammenleben, den sich die Bevölkerungsmehrheit und nationalen Minderheiten grenzüberschreitend und herkunftsunabhängig geben.

Stellvertretend für die AGDM dankte deren Vorsitzender Koloman Brenner Innenminister Gall und hob das Engagement des Landes Baden-Württemberg zugunsten der deutschen Minderheit in Mittel- und Osteuropa und in den Nachfolgestaaten der früheren Sowjetunion hervor.

Innenminister Gall berichtete, dass Baden-Württemberg Gemischte Regierungskommissionen mit Ungarn, Kroatien, Rumänien, Bulgarien, Serbien und Tschechien unterhält, um die partnerschaftlichen und engen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und den Partnerländern zu vertiefen und um die Partnerländer auf ihrem Weg in die Europäische Union sowie im Nachgang dazu zu unterstützen.

Darüber hinaus fördert Baden-Württemberg – über die vom Land getragene Donauschwäbische Kulturstiftung – die Pflege der deutschen Kultur in Ungarn, Rumänien sowie im ehemaligen Jugoslawien. Dies gilt vor allem für die noch heute von Donauschwaben bewohnten Gebiete und die dort lebenden Donauschwaben. Historisch resultiert diese Schwerpunktsetzung nicht zuletzt aus der seit vielen Jahrzehnten bestehenden Patenschaft des Landes über die Donauschwaben. Gefördert werden insbesondere die Pflege der deutschen Sprache, die Aus- und Weiterbildung der Beschäftigten in deutschsprachigen Ausbildungsstätten und Einrichtungen, der kulturelle Austausch zwischen Vereinen, Verbänden, Gruppen und Kulturinstitutionen sowie die grenzüberschreitenden Begegnungen von Schülern, Jugendlichen und Studenten.

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