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Koschyk würdigt nachhaltigen Einsatz der Abtei Maria Laach und des Kölner „Kellerladen e.V.“ für Roma-Siedlung in der Slowakei
25. August 2017
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v.l.n.r.: Bruder Simeon Straub, Michael Lingenthal, Bruder Lukas Ruegenberg und Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB

Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, hat die Benediktinerabtei Maria Laach besucht und sich dort umfassend über die aktuelle Entwicklung des Engagements der Abtei und des Kölner Vereins „Kellerladen e.V.“ für die Roma-Siedlung Habeš in der ostslowakischen Stadt Sečovce informiert. Dabei hat er auch dem Prior-Administrator der Abtei, Pater Andreas Werner, für das langjährige Engagement der Benediktiner von Maria Laach gedankt und vom Initiator des Engagements, Frater Lukas Ruegenberg und Michael Lingenthal vom Verein „Kellerladen“ ein aktuelles Lagebild über die Situation vor Ort erhalten. Am Gespräch haben auch Bruder Simeon Staub und Pater Basilius Sandner, der aktuell die Sachspendensammlungen durchführt, teilgenommen.

Bundesbeauftragter Koschyk unterstützt dieses Engagement, auf das ihn der Vorsitzende des Zentralrates deutscher Sinti und Roma, Romani Rose, aufmerksam gemacht hatte, seit seinem Amtsantritt im Jahr 2014. Im November 2014 hat er Habeš auch persönlich besucht und sich über die Lage der dort in ärmlichsten Verhältnissen lebenden Roma informiert, die ihn tief erschüttert hatte. Koschyk konnte allerdings auch Beeindruckendes feststellen, das inzwischen von Deutschland aus von der Abtei Maria Laach und dem Verein „Kellerladen“ für den Habeš geleistet worden ist: Eine Sozialstation wurde eingerichtet, in der Roma-Kinder bis zu sechs Jahren täglich eine warme Suppe erhalten und in der auch ein Team engagierter Sozialarbeiter tätig ist. Des Weiteren sind ein Gewächshaus und eine Kerzenwerkstatt entstanden. Auch eine aus Deutschland eingeführte kleine Schafherde gibt es zur Freude der Roma-Kinder. Die Arbeit wird von einem Schwesternkonvent und der slowakischen Caritas unterstützt.

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Die aktuelle Broschüre über die Roma-Siedlung in Habeš

Die Unterstützung wird von vielen Ehrenamtlichen des Kölner Vereins „Kellerladen“ geleistet, den der Laacher Benediktinerbruder Lukas Ruegenberg bereits in den 1980er Jahren ins Leben gerufen hat. Frater Lukas hat mit den Roma inmitten der Roma-Siedlung Habeš eigenhändig eine Kapelle gebaut und diese selbst wunderbar künstlerisch ausgemalt. In der Kapelle finden Gottesdienste, religiöse Unterweisung und auch Taufen, statt, sie ist zum spirituellen Zentrum der Habeš-Siedlung geworden.

Zu den für die Roma-Siedlung Habeš engagierten Mitgliedern des Vereins „Kellerladen e.V.“ gehört Michael Lingenthal, der auch häufig vor Ort ist. Die Arbeit des Vereins wird eng durch die Deutsche Botschaft in Pressburg/Bratislava begleitet, insbesondere der Deutsche Botschafter Joachim Bleicken und sein Vorgänger Dr. Thomas Götz haben sehr hilfreiche Kontakte zur slowakischen Regierung hergestellt.

Bundesbeauftragter Koschyk würdigte die Arbeit der Abtei und Vereins für die Roma-Siedlung Habeš: „Ich konnte mir mit eigenen Augen ein Bild davon machen, welch Großartiges hier für die Angehörigen der Roma-Minderheit geleistet wurde. Dass solche Verhältnisse heute in der Europäischen Union noch bestehen, kann ich nur als Skandal empfinden. Umso segensreicher ist hier die ehrenamtliche Arbeit des Vereins ‚Kellerladen‘, die sich unbürokratisch der schlimmsten Not annimmt. Mich freut auch sehr, dass sich die altehrwürdige Benediktinerabtei Maria Laach in beispielgebender Weise einbringt und hierdurch eine besondere Unterstützung leistet“.

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