Für Deutschland International
Spätaussiedlerbeirat befasst sich mit der deutschsprachigen Seelsorge in Polen
23. Juni 2016
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Im Rahmen seiner diesjährigen Sitzung hat sich der beim Bundesministerium des Innern eingerichtete Beirat für Spätaussiedlerfragen auch mit der Situation der deutschsprachigen Seelsorge in Polen befasst. Der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, der qua Amt dieses Gremium leitet, konnte von einer insgesamt zufriedenstellenden Situation berichten. Nach Einschätzung des Verbandes der deutschen Sozial-Kulturellen Gesellschaften in Polen stehen in der Diözese Oppeln, die über den höchsten Anteil von Deutschen unter den Gläubigen verfügt, etwa 90 deutschstämmige Geistliche mit guten Deutschkenntnissen für die deutschsprachige Seelsorge zur Verfügung. In 123 Gemeinden findet allsonntäglich ein Gottesdienst in deutscher Sprache statt.

Der Leiter des Kommissariats der deutschen Bischöfe – Katholisches Büro in Berlin, Prälat Dr. Karl Jüsten, stimmte dieser Einschätzung zu und verwies auf die enge Zusammenarbeit zwischen den katholischen Kirchen in Deutschland und Polen, namentlich auf den Oppelner Erzbischof emeritus Dr. Alfons Nossol und den Bamberger Erzbischof Dr. Ludwig Schick, der deutscherseits die entsprechende Kontaktgruppe leitet.

Bundesbeauftragter Koschyk berichtete von seinen Erfahrungen bei seinen Reisen nach Polen. Mit dem derzeitigen Bischof von Oppeln, Dr. Andrzej Czaja, und dessen Beauftragten für die deutschsprachige Seelsorge, Pfarrer Dr. Piotr Tarlinski, gibt es einen regelmäßigen Gesprächskontakt. Koschyk nutzte eine gerade abgeschlossene Reise nach Polen auch für Begegnungen mit hochrangigen Vertretern der evangelischen Kirche in Polen, dem evangelischen Bischof der Diözese Masuren / Mazury Rudolf Bażanowski und dem Bischof der Diözese Pomorze-Großpolen / Diecezja pomorsko-wielkopolska, Prof. Dr. Marcin Hintz sowie mit dem emeritierten Erzbischof der Erzdiözese Ermland / Warmia und dem dortigen mit der Minderheitenseelsorge beauftragten Domherrn André Schmeier. Der Aussiedlerbeauftragte der Evangelischen Kirche von Westfalen, Pfarrer Edgar L. Born, hob das Engagement des Konvents der zertreuten Ostkirchen und seiner Hilfskomitees hervor, die ein enges Band zwischen evangelischen Gemeinden in Deutschland und Polen geknüpft haben, welches die deutschsprachige Seelsorge stark unterstütze.

Bundesbeauftragter Koschyk unterstrich, auch vor dem Hintergrund des 25. Jahrestages des deutsch-polnischen Nachbarschaftsvertrages, den Beitrag der großen Kirchen für die Aussöhnung und Verständigung zwischen beiden Völkern. Der Briefwechsel zwischen den polnischen und deutschen Bischöfen sowie die Ostdenkschrift der EKD seien von historischem Rang.
Hartmut Koschyk würdigte auch die Unterstützung polnischer Geistlicher und Ordensgemeinschaften bei der Seelsorge in Deutschland sowie die Arbeit der Polnischen Katholischen Missionen, die nicht nur für die seelsorgerische, sondern auch für die sprachliche und kulturelle Betreuung polnischen Gemeinde in Deutschland von größter Bedeutung sei.

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