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Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und Stiftung für Förderung kultureller und sozialökonomischer Initiativen der Deutschstämmigen „Wiedergeburt“ unterzeichnen Rahmenvertrag für Zusammenarbeit!
22. Februar 2018
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Der Vorsitzende der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“, der Goslarer Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, und das Mitglied des Rates der „Stiftung für Förderung kultureller und sozialökonomischer Initiativen der Deutschstämmigen ‚Wiedergeburt‘“, Frau Olga Martens, bei der Unterzeichnung des Rahmenvertrag für eine vertiefte Zusammenarbeit gemeinsam mit dem Ratsvorsitzenden der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk und Geschäftsführer Sebastian Machnitzke

In Bayreuth haben der Vorsitzende der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“, der Goslarer Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, und das Mitglied des Rates der „Stiftung für Förderung kultureller und sozialökonomischer Initiativen der Deutschstämmigen ‚Wiedergeburt‘“, Frau Olga Martens, einen Rahmenvertrag für eine vertiefte Zusammenarbeit unterzeichnet. Olga Martens ist auch stellv. Vorsitzende des Internationalen Verbandes der deutschen Kultur (IVDK), des Dachverbandes der Deutschen Minderheit in der Russischen Föderation und Vizepräsidentin der Föderation Europäischer Nationalitäten (FUEN). An der Unterzeichnung nahmen auch der Ratsvorsitzende der Stiftung Verbundenheit, Hartmut Koschyk und Geschäftsführer Sebastian Machnitzke teil.

Vereinbart wurde eine Zusammenarbeit im Bereich der Umsetzung kultureller und sozialökonomischer Projekte zugunsten der Deutschstämmigen in der Russischen Föderation zur Bewahrung der Sprache und Traditionen, der Stärkung der Identität und der Förderung der Integration der Deutschstämmigen in der Russischen Föderation im Rahmen der Beschlüsse der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen.

Stiftungsratsvorsitzender Koschyk zeigte sich überzeugt, dass von der künftigen Zusammenarbeit der beiden Stiftungen nicht nur die deutsche Minderheit in der Russischen Föderation profitieren werde, sondern darüber hinaus auch positive Impulse für die deutsch-russischen Beziehungen ausgehen werden. Von deutscher Seite, aber auch von russischer Seite, darunter dem Leiter der Föderalen Agentur für Nationalangelegenheiten, Minister Igor Barinow, werde die Zusammenarbeit der beiden Stiftungen begrüßt, so Koschyk.

Im Rahmen und am Rande der 23. Tagung der Deutsch-Russischen Regierungskommission für die Angelegenheiten der Russlanddeutschen soll in diesem Jahr gemeinsam das 3. Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen in Russland“ in Kaliningrad durchgeführt werden, mit dem die deutsch-russischen Geschäftsbeziehungen im Kaliningrader Gebiet auf der Ebene unternehmerischer Zusammenarbeit und Kooperation entwickelt werden soll. Neben der Präsentation des Wirtschaftspotentials der Russlanddeutschen und der Akquisition von Investitionen in die Wirtschaft des Gebiets sollen zusätzliche Impulse für die Entwicklung ethnokultureller Vereinigungen der Russlanddeutschen im Bereich der Kultur- und Geschäftsbeziehungen gesetzt werden.

Im Mai vergangenen Jahres fand in Bayreuth das 2. Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen in Russland. Partnerschaft. Verantwortung. Erfolg“, statt, das vom Leiter der Föderalen Agentur für Nationalitätenangelegenheiten der Russischen Föderation, Minister Igor Barinow und dem damaligen Beauftragen der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Stiftungsratsvorsitzenden Hartmut Koschyk, eröffnet wurde. Das 1. Kultur- und Geschäftsforum fand im Jahr 2016 im neu eröffneten Deutsch-Russischen Haus in Omsk statt, an dessen Eröffnung der damalige Bundesbeauftragte, Stiftungsratsvorsitzender Koschyk, ebenfalls teilnahm. Das Interesse von Seiten staatlicher und geschäftlicher Vertreter hatte 2016 gezeigt, dass das Forum auf regelmäßiger Basis stattfinden soll. Das Forum versteht sich als internationale Plattform für offenen Dialog und Austausch zwischen Unternehmern, Politikern und Staatsvertretern aus Deutschland und Russland. Hauptziele sind unter anderem: Die Entwicklung deutsch-russischer Geschäftsbeziehungen auf dem Niveau unternehmerischer Kooperation, die Präsentation des Potentials Russlanddeutscher für Staatsvertreter aus Deutschland und Russland, die Entwicklung einer deutsch-russischen Business-Plattform auf dem Gebiet des Mittelstandes sowie die Förderung von verschiedenen Formen der Zusammenarbeit und Partnerschaften.

Einen Artikel zum 2. Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen in Russland“ in Bayreuth finden Sie hier.

Einen Artikel zum 1. Kultur- und Geschäftsforum „Made by Deutschen in Russland“ in Omsk finden Sie hier.

Für das Jahr 2019 ist als 2. gemeinsames Projekt der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland und der „Stiftung für Förderung kultureller und sozialökonomischer Initiativen der Deutschstämmigen ‚Wiedergeburt‘“ die Organisation und Durchführung von Kultur- und Aufklärungsmaßnahmen anlässlich des 250. Jahrestages Alexander von Humboldts geplant – unter Teilnahme von Regionen, wo Russlanddeutsche angesiedelt sind. 

Alexander von Humboldt ist jedermann als einer der größten deutschen Forschungsreisenden und Geographen ein Begriff. Vor allem wurde er bekannt als der „wissenschaftliche Entdecker“ Südamerikas. Kaum bekannt ist indes seine russisch-sibirische Forschungsreise vom 12. April bis 15. Dezember 1829 von St. Petersburg über Moskau, Kasan, über den Ural nach Tobolsk. Alexander von Humboldt besuchte das Altai-Gebirge, durchstreifte die Kirgisensteppe und kehrte über Astrachan am Kaspischen Meer durch das wolgadeutsche Gebiet nach St. Petersburg zurück.

Im Rahmen des Projekts der beiden Stiftungen sollen auch Schul-, Jugend- und Studentenaustausche gefördert und verschiedene Wettbewerbe durchgeführt werden, um an das Erbe und die Reise Alexander von Humboldts durchs Baltikums nach Russland und Sibirien im Jahr 1829 zu erinnern und gleichzeitig damit auch die gemeinsame deutsch-russischen Geschichte ins Bewusstsein der öffentlichen Wahrnehmung in beiden Ländern zu rücken.

Ratsmitglied Olga Martens dankte Koschyk, dass er sich auch nach seinem Ausscheiden aus dem Amt des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten u.a. im Rahmen der „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“, auch weiterhin nachhaltig für die deutschen Minderheiten im Ausland einsetzt. Die Zusammenarbeit der beiden Stiftungen sei gerade vor dem Hintergrund der aktuellen politischen Lage für die deutsch-russischen Beziehungen von Bedeutung. Auch Stiftungsvorsitzender Dr. Junk zeigte sich überzeugt, dass von der Zusammenarbeit der beiden Stiftungen bedeutende Impulse ausgehen werden. Gemeinsam mit Ratsmitglied Martens bestand Einigkeit, dass dies auch auf kommunaler und regionaler Ebene für einen Ausbau der Zusammenarbeit von russischen und deutschen Städten und Regionen, insbesondere auf dem Gebiet der Wirtschaft und Wissenschaft, gelte.

 

Hintergrund:

Die in Bayreuth ansässige „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“, dessen Ratsvorsitzender Hartmut Koschyk ist, wurde vom saarländischen Unternehmer Dr. jur. Kurt Linster im Jahre 2004 errichtet. Die Stiftung fördert Maßnahmen, die dem Erhalt der deutschen Sprache und Kultur sowie der Völkerverständigung dienen. Es werden unter anderem der Jugend-, Schüler-, und Studentenaustausch gefördert, Kongresse, Vortragsveranstaltungen und Seminare durchgeführt und Kulturprojekte deutschsprachiger Medien im Ausland gefördert. Auch werden deutsche Schulen und Kindergärten im Ausland unterstützt und humanitäre Hilfe für bedürftige Deutsche im Ausland geleistet.

Weiterführende Informationen zur „Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland“ finden Sie hier.

Die „Stiftung für Förderung kultureller und sozialökonomischer Initiativen der Deutschstämmigen „Wiedergeburt‘“ wurde am 1. August 2013 gegründet. Direktorin der Stiftung ist Olga Blanina. Zu den wichtigsten Aufgaben zählen bislang u.a. die Unterstützung der „Kulturgeschäftlichen Zentren der Russlandeutschen“ und die Entwicklung des hochschulübergreifenden Zentrums Omsk- Bayreuth. Die Stifter sind die Föderale national-kulturelle Autonomie der Russlanddeutschen, der Jugendring der Russlanddeutschen und der Internationale Verband der deutschen Kultur (IVDK).

Der IVDK formierte sich 1991 in der damaligen Sowjetunion auf einer konstituierenden Konferenz und ist die älteste gesellschaftliche Vereinigung der Deutschen Russlands auf der föderalen Ebene. Der IVDK vereinigt aus vielen Regionen Russlands Begegnungszentren, das heißt Zentren der deutschen Kultur, sogenannte „National-Kulturelle Autonomien“, die zivilgesellschaftlichen Organisationen der Russlanddeutschen „Wiedergeburt“, Deutsch-Russische Häuser sowie andere Selbstorganisationen der Russlanddeutschen. Der IVDK vertritt die Interessen der Begegnungszentren auf der föderalen Ebene. Für deren Koordinierung auf der regionalen Ebene gibt es in den Föderalkreisen Russlands zwischenregionale Räte der Begegnungszentren, die zur Stärkung des Selbstorganisationssystems der Russlanddeutschen beitragen. Seit Mitte der 2000er ist der IVDK die dominierende Kraft in der gesellschaftlichen Bewegung aller Russlanddeutschen. 2009 wurde auf einem außerordentlichen Kongress der Russlanddeutschen der Vorsitzende des IVDK Heinrich Martens auch zum Vorsitzenden der Föderalen Nationalen Kulturautonomie der Russlanddeutschen (FNKA) gewählt. Die Organisation der Russlanddeutschen hat sich in vorbildlicher Manier auch in die europaweite Kooperation von Minderheiten und Volksgruppen eingebracht. Die stellvertretende Vorsitzende des IVDK in Russland und Ehefrau von Heinrich Martens, Frau Olga Martens, wurde im Jahr 2012 zur Vizepräsidentin der Föderalistischen Union Europäischer Volksgruppen (FUEN) gewählt. Frau Martens war im Jahr 2015/2016 auch kommissarische Sprecherin der Arbeitsgemeinschaft deutscher Minderheiten, die als Untergliederung der FUEN eng mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten zusammenarbeitet.

Weiterführende Informationen zum IVDK finden Sie hier.

Zum Informationsportal der Russlanddeutschen gelangen Sie hier.

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