Für Deutschland International
XVI. Deutsch-Koreanische Forum tagt vom 4. bis 6. Juli in Fulda / Berater des südkoreanischen Präsidenten berichtet über die aktuelle Lage in Korea – Veranstaltung in Gedenkstätte „Point Alpha“ – Luther-Gedenken auf der Wartburg
3. Juli 2017
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Vom 4. bis 6. Juli findet in Fulda das 16. Deutsch-Koreanische Forum statt. Das Forum wurde im Jahr 2002 im Beisein des damaligen Bundespräsidenten Johannes Rau und des südkoreanischen Ministerpräsidenten Lee Han-dong in Seoul gegründet und tagt seitdem jährlich abwechselnd in Deutschland und Korea. Das Deutsch-Koreanische Forum führt deutsche und koreanische Persönlichkeiten aus Politik, Wirtschaft und Wissenschaft zusammen, berät über die wichtigen Fragen der deutsch-koreanischen Beziehungen und richtet seine Empfehlung an die Regierungen beider Länder.

Der Berater des südkoreanischen Präsidenten Moon, Lee Soo-Hyuck, wird über die angespannte Lage auf der koreanischen Halbinsel berichten. In den Jahren 2003 bis 2005 war Lee Soo-Hyuck stellvertretender Außenminister und koreanischer Delegationsleiter bei den Sechs-Parteien-Gesprächen in Peking. Im Juni 2005 hatte der damalige koreanische Präsident Roh Moo-hyun ihn zum Botschafter in Deutschland ernannt. Dieses Amt übte er bis November 2006 aus und wurde danach stellvertretender Leiter des Nachrichtendienstes. Im Juni 2017 wurde Lee Soo-Hyuck in die Nationalversammlung gewählt.

Erster deutscher Ko-Vorsitzender des Forums war der langjährige Herausgeber der „Zeit“, Dr. Theo Sommer. Auf seine Bitte hat der Beauftragte der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, als Vorsitzender der Deutsch-koreanischen Parlamentariergruppe den deutschen Ko-Vorsitz übernommen. Die bisherigen Veranstaltungsorte in Deutschland waren Berlin im Jahr 2003, Hamburg im Jahr 2005, München im Jahr 2007, Dresden im Jahr 2009, Berlin im Jahr 2011, Goslar im Jahr 2013 und Rostock im Jahr 2015.

Im Anschluss an das Deutsch-Koreanische Forum 2012 in der Republik Korea fand erstmals ein „Juniorforum“ statt, für das sich die Ewha Frauenuniversität maßgeblich engagiert hat. Das Deutsch-Koreanische Juniorforum findet seitdem regelmäßig im Rahmen des Deutsch-Koreanischen Forums statt. Mit dem „Juniorforum“ verbindet sich die Idee, jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre Anliegen und Visionen in die Zusammenarbeit zwischen unseren beiden Ländern einfließen zu lassen. Dieses Juniorforum wird im Rahmen des XVI. Deutsch-Koreanische Forum unter der organisatorischen Federführung des Instituts für Koreastudien der Freien Universität Berlin in Fulda fortgesetzt.

Ko-Vorsitzender Koschyk: „Gerade vor dem Hintergrund der nordkoreanischen Atom- und Raketentests in diesem Jahres und den andauernden nordkoreanischen Provokationen, die mit harten Sanktionen des Weltsicherheitsrates beantwortet wurden, wird das kommende XVI. Deutsch-Koreanische Forum vom 4. bis 6. Juli 2017, unmittelbar vor dem G20 Gipfel in Hamburg, von großer Bedeutung sein. Den hohen Stellenwert, den die koreanische Politik den Beziehungen zu Deutschland beimisst, wird gerade in diesen Tagen deutlich. So führt der neu gewählten südkoreanischen Präsidenten Moon Jae-in, fast zeitgleich zum Deutsch-Koreanischen Forum, im Vorfeld des G20 Gipfel in Berlin zunächst politische Gespräche mit Bundeskanzlerin Merkel. Zudem hat Präsident Moon Jae-in neben Sonderbotschaftern in den USA, Japan, Russland und China sowie dem Vatikan, erstmals auch einen Sonderbotschafter für die EU und Deutschland entsandt. Auch dies belegt die große Bedeutung, die der neu gewählte südkoreanische Präsident Moon Jae-in vor dem Hintergrund der andauernden Spannungen auf der koreanischen Halbinsel den Beziehungen zur EU und insbesondere zu Deutschland beimisst. Sonderbotschafter Prof. Cho Yoon Je führte bereits Ende Mai Gespräche mit Bundeskanzlerin Merkel.

Insbesondere vor dem Hintergrund der leidvollen Erfahrung der deutschen Teilung und dem Glück der deutschen Wiedervereinigung ist es von großer symbolischer Bedeutung, dass das XVI. Deutsch-Koreanische Forum im Jahr 2017 in Fulda, das nur rund 35 Kilometer von der innerdeutschen Grenze entfernt lag, stattfindet. Gemeinsam mit den Teilnehmern des Deutsch-Koreanischen Forums und den Teilnehmern des Deutsch-Koreanischen Juniorforums werden wir die Gedenkstätte Point Alpha besuchen, wo in Zusammenarbeit mit der Hanns-Seidel-Stiftung im Rahmen des Forums eine öffentliche Veranstaltung zum Thema „„Erinnerungskultur in Deutschland und Korea“ stattfinden wird.

Da sich rund 60 Prozent der koreanischen Bevölkerung zum Christentum bekennen, ist vor dem Hintergrund des anstehenden Luther-Jubiläumsjahres 2017 ebenfalls ein gemeinsamer Besuch der Wartburg vorgesehen, wo Martin Luther die Bibel in die deutsche Sprache übersetzte.

Die Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums leistet einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung der bilateralen Beziehungen unserer beider Länder und ich bin überzeugt, dass erneut bedeutsame Empfehlungen an die Staats- und Regierungschefs unserer beider Länder erarbeitet werden, um unserer Beziehungen in der Zukunft noch weiter dynamisch fortzuentwickeln. Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel hat in der Vergangenheit nach Zusendung der Empfehlungen mitgeteilt, dass Sie eine Vertiefung der Zusammenarbeit zwischen Korea und Deutschland und der Arbeit des Deutsch-Koreanischen Forums ausdrücklich begrüßt.

Besonderer Dank gilt der Stadt Fulda unter Herrn Oberbürgermeister Dr. Heiko Wingenfeld, der hessischen Landesregierung unter Ministerpräsidenten Volker Bouffier MdL, dem direkt gewählten Bundestagsabgeordneten von Fulda und Menschrechtspolitischen Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Michael Brand MdB, dem Auswärtigen Amt sowie allen Unternehmen und Institutionen, die die Ausrichtung des XVI. Deutsch-Koreanischen Forums unterstützen.“

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