Für die Region
Argentinischer Künstler Mariano Rinaldi Goni zeigt am Fuße des Hügels seine Sicht auf Wagners Schicksalsgöttinen
24. Juli 2009
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Unter dem Motto „Nornen“ zeigt der seit 13 Jahren in Berlin lebende argentinische Künstler Mariano Rinaldi Goni (2. von rechts) diesmal seine Werke in der Porzellanfabrik Walküre. Nach Bayreuth geholt hatte Goni bereits zum dritten Mal in Folge der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk (rechts). Mit im Bild: Der Berliner Galerist Markus Deschler und Wolfgang Meyer von der Porzellanfabrik Walküre (von links).

Bayreuth. Nach seinen großen Erfolgen im In- und Ausland ist der gebürtige Argentinier und seit 13 Jahren in Berlin lebende Künstler Mariano Rinaldi Goni auch in diesem Jahr wieder im Umfeld der Festspiele in Bayreuth präsent. Mit einer Ausstellung, die am Donnerstagabend in der Porzellanfabrik Walküre am Fuße des Grünen Hügels eröffnet wurde, und einem temporären Atelier im ehemaligen Kiosk gegenüber dem Haus Wahnfried gelang es dem Multitalent diesmal, Richard Wagner auch räumlich ganz nahe zu kommen.
Unter dem Titel „Nornen“ zeigt Goni heuer seinen ganz speziellen Blick auf die Schicksalsgöttinen. Seit Jahren beschäftigt er sich bereits mit Themen aus Wagners Opern und der nordischen Mythologie, wobei sich Goni Szenen aus den Musikdramen Wagners vornimmt, sie auf den Ursprung zurückführt und in zeitgemäßer Form präsentiert. Das Ergebnis sind geheimnisvolle, meist erotische Frauentableaus, bei denen der Künstler gezielt gesetzte Pinselzüge mit dem Auftrag pastoser Farbflächen (die Farbe wird so aufgetragen, dass auf dem Bildträger ein Relief entsteht) auf die stellenweise roh belassene Leinwand kombiniert.
Zu Leben erwecken wird der Künstler seine Bilder bei verschiedenen Performances mit Musik, Gesang und Tanz. Für diese Aufführungen hat Goni das Wesentliche der Handlung herausgefiltert, augenzwinkernd aufbereitet und mit selbstironischem Humor versehen.
Die diesjährige Nornen-Performance, die von den beiden klassischen Berliner Ballett-Tänzerinnen Sarah Mestrovic und Jana Mattiesson, der Sopranistin Celine Maya-Walkley und der vierköpfigen Berliner Band „Vudu da Mucama“ gestaltet wird, findet am 29. und 30. Juli jeweils um 19 Uhr in der Porzellanfabrik Walküre statt. In einer weiteren Performance unter dem Titel „Siegfried-Fragment“ am 20. und 21. August ebenfalls um 19 Uhr in der Porzellanfabrik Walküre werden außerdem der Bariton Felix Bruder und Goni selbst als Siegfried auftreten.
Maßgeblich initiiert werden die Projekte Gonis auch in diesem Jahr durch den parlamentarischen CSU-Landesgruppengeschäftführer und Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk. Der Politiker begleitet den künstlerischen Weg des argentinischen Malers bereits seit Jahren, holte ihn 2007 erstmals nach Bayreuth und macht sich auch in diesem Jahr wieder für ihn stark. Koschyk beschrieb Goni als unermüdlichen Neu-Bayreuther, der schon früh mit dem Werk Wagners in Berührung gekommen sei und der mittlerweile in der ganzen Stadt Akzente setze.
Die Ausstellung „Nornen“ des argentinischen Multimediakünstlers Mariano Rinaldi Goni ist vom 24. Juli bis zum 27. August jeweils dienstags bis freitags zwischen 12 und 18 Uhr bei freiem Eintritt in der Porzellanfabrik Walküre, Gravenreutherstraße 5 am Fuße des Grünen Hügels in Bayreuth zu sehen. Daneben besteht in den kommenden Wochen regelmäßig die Gelegenheit, den Künstler im ehemaligen Kiosk gegenüber der Villa Wahnfried, den Goni in „Erdas Quelle“ umgetauft hat, anzutreffen und ihm bei der Arbeit über die Schulter zu blicken.

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