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Aus für Fichtelgebirgsautobahn sorgt für Ärger in Bad Berneck
9. Februar 2009
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Hoffen nun auf Transitverbot

Zusammen mit Anwohnern machten sich Vertreter von Politik, Landratsamt und Straßenbauamt am Freitag in Bad Berneck ein Bild von der Verkehrsbelastung durch die Bundesstraße B303

Bad Berneck – Das Aus für die Fichtelgebirgsautobahn sorgt an neuralgischen Punkten des Bayreuther Landkreises alles andere als für Freude. In Bad Berneck haben sich am Freitag lärmgeplagte Anwohner mit Vertretern des Landkreises, der Politik und des Straßenbauamtes getroffen und dabei ihrer Forderung nach einem Transitverbot auf der Bundesstraße B303 Nachdruck verliehen.

Die Sorgen der Bad Bernecker seien seit der Entscheidung des Innenministeriums, die so genannte Fichtelgebirgsautobahn nicht weiter zu verfolgen, deutlich größer geworden, sagte Bürgermeister Jürgen Zinnert. Er verwies darauf, dass sich mit der B303 und der B2 direkt in Bad Berneck zwei Bundesstraßen kreuzen. Die Stadt sei viergeteilt, sagte er und verwies auf große Einschränkungen bei der städtebaulichen Entwicklung und eine unerträgliche Lärmbelastung für die Anwohner. Über sämtliche Fraktionen im Stadtrat hinweg bestehe deshalb Konsens, ein Durchfahrtsverbot für Lkw über 7,5 Tonnen anzustreben.

Bundestagsabgeordneter Hartmut Koschyk sagte zu, beim Bundesverkehrsministerium wegen eines Transitverbots vorzusprechen. Er verhehlte den Anwohnern allerdings nicht, dass eine derartige Maßnahme nicht in der Entscheidungskompetenz des Freistaates oder des Bundes liege, sondern wegen des Rangs der B303 als Europastraße auf europäischer Ebene und deshalb schwer zu erreichen sei. Schnelle Lösungen werde es ohnehin nicht geben, so der Leiter des Straßenbauamtes Kurt Schnabel. Machbare Lösungen speziell für Bad Berneck seien Mangelware. Sowohl eine Umgehungsstraße scheide wegen eines fehlendes Korridors dafür aus, ebenso eine Tunnellösung wegen der Grundwassersituation.

Nun müsse es darum gehen, bestandsorientierte, umweltverträgliche und kreative Lösungen zu finden, die im Interesse der Anwohner sind, waren sich sowohl Koschyk als auch der Bayreuther Landrat Hermann Hübner einig. Der Landrat verwies auch darauf, dass stagnierende Verkehrszahlen letztlich ein Grund für das Aus der Fichtelgebirgsautobahn gewesen seien. Diese Zahlen könnten aber auch wieder ansteigen, spätestens dann, wenn der Ausbau der Strecke Karlsbad bis zur tschechisch-deutschen Grenze fertig sei, befürchteten die Anwohner. „Mit der jetzigen Lösung ist uns deshalb nicht geholfen“, sagte Günther Zeißler aus Bischofsgrün. Dass mit planerischer Kreativität durchaus Erfolge erzielt werden könnten, machte MdB Koschyk am Beispiel der Maßnahmen in Bischofsgrün fest. Gerade im Bereich der Ortsteile Birnstengel und Karches sei man dort zu sehr guten Ergebnissen gekommen.

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