Für die Region
Beratender Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit beim Bundesministerium des Innern tagt im Deutschen Bundestag
2. Juni 2017
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v.l.n.r.: Der Vorsitzende des Sydslesvigs Forening (SSF), Jon Hardon Hansen, der Landesvorsitzende des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW), Flemming Meyer MdL, die Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Renate Schnack, Bundesbeauftragter Hartmut Koschyk MdB, der Landesgeschäftsführer des SSW, Martin Lorenzen und der Generalsekretär des SSF, Jens A. Christiansen

Unter Vorsitz des Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk MdB, führte der Ausschuss für Fragen der dänischen Minderheit beim Bundesministerium des Innern seine diesjährige Sitzung am 31. Mai 2017 im Deutschen Bundestag durch.

An der Sitzung des Beratenden Ausschusses, der vor allem die bundespolitisch relevanten Fragen der dänischen Minderheit erörtert, nahmen neben den Vertretern der dänischen Minderheit, die Minderheitenbeauftragte des Landes Schleswig-Holstein, Renate Schnack, die Bundestagsabgeordnete Cornelia Möhring, die Leiterin des Minderheitensekretariats, Judith Walde, Vertreter des Bundesministeriums des Innern und auf Einladung auch Vertreter der Beauftragten für Kultur und Medien teil.

Die dänische Minderheit in Deutschland war durch den Landesvorsitzenden des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW), Herrn Flemming Meyer MdL, den Landesgeschäftsführer des SSW, Herrn Martin Lorenzen, den Vorsitzenden des Sydslesvigs Forening (SSF), Herrn Jon Hardon Hansen und den Generalsekretär des SSF, Herrn Jens A. Christiansen, vertreten.

In Ihrem Bericht zur Situation und Entwicklung der dänischen Minderheit hoben deren Vertreter ihre nach wie vor starke und wichtige Rolle – nach der Landtagswahl im Mai 2017 als Oppositionspartei im Schleswig-Holsteinischen Landtag – hervor. „Man könne stolz sein, auf das was der SSW in Schleswig-Holstein und nach Dänemark bewirke. Dies werden wir auch als Oppositionspartei unter Beweis stellen“, so Flemming Meyer MdL, Landesvorsitzender des Südschleswigschen Wählerverbands (SSW).

Der Sydslesvigsk Forening (SSF) ist die kulturelle Hauptorganisation der dänischen Minderheit. Mit einer eigenen Partei, dem Südschleswigschen Wählerverband (SSW), ist die dänische Minderheit im Schleswig-Holsteinischen Landtag (ausgenommen von der 5 Prozent Klausel) vertreten.

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Sitzung des beratenden Ausschusses für Fragen der dänischen Minderheit beim Bundesministerium des Innern tagt im Deutschen Bundestag

Aus Sicht der dänischen Minderheit war das vergangene Jahr geprägt von einer parteiübergreifenden Einigkeit in der Minderheitenpolitik in Schleswig-Holstein. Daran wolle und werde man anknüpfen. Einen Ausbau der Minderheitenarbeit sehen die Vertreter des SSF insbesondere im Rundfunkbereich für die dänische und plattdeutsche Sprache. Jon Hardon Hansen, Vorsitzender des Sydslesvigs Forening (SSF) betonte darüber hinaus den Erfolg und die Akzeptanz dänischer Schulen sowohl bei der dänischen Minderheit in Deutschland als auch bei der Mehrheitsbevölkerung. Wir können stolz auf unseren Beitrag und die überaus positive Entwicklung im Bildungsbereich sein, so Jon Hardon Hansen.

Bundesbeauftragter Koschyk betonte: „Dass die Grenze zwischen Schleswig-Holstein und Dänemark kaum spürbar ist, konnte ich bei meinen Besuchen im deutsch-dänischen Grenzland und zahlreichen persönlichen Gesprächen erleben. Beide Seiten schätzen die jeweilige Kultur und Sprache und bilden so eine wertvolle Deutsch-Dänische Brücke.“

Erst im Dezember 2016 konnte Bundesbeauftragter Koschyk die gegenseitige Akzeptanz und Wertschätzung zwischen der dänischen Regierung, den Vertretern der dänischen Minderheit in Deutschland und der deutschen Minderheit in Dänemark bei seinem Besuch in Kopenhagen persönlich erleben: Koschyks zweitägige Termine mit Vertretern der dänischen Regierung und des Parlaments war vom Südschleswigschen Verein (SSF) und dem Bund deutscher Nordschleswiger (BDN) organisiert worden.

Im Gespräch mit der damals erst neu berufenen Kulturministerin Mette Bock verständigte er sich auf einen baldigen Besuch in Deutschland, den Ministerin Bock in der nächsten Woche wahrnimmt und u.a. die Beauftragte für Kultur und Medien, Staatsministerin Prof. Monika Grütters und Bundesbeauftragten Koschyk zur Intensivierung der Zusammenarbeit treffen wird.

In Vorbereitung dieses Treffens erörterte Bundesbeauftragter Koschyk gemeinsam mit den Vertretern der dänischen Minderheit die Situation des geplanten Hauses der Minderheiten in Flensburg sowie die Vorbereitungen des 100. Jahrestages der Volksabstimmung zur deutsch-dänischen Grenzziehung, der 2020 begangen wird.

Bereits bei seinem Besuch im Dezember 2016 sicherte Bundesbeauftragter Koschyk den Repräsentanten von Regierung und Parlament in Dänemark zu, dass er sich persönlich dafür einsetzen wird, dass sich die deutsche Regierung für die Feier des 100. Jubiläums der Grenzziehung im Jahr 2020 engagiert. Dies wurde sowohl von der Minderheitenbeauftragten Schnack als auch den Vertretern des SSF ausdrücklich unterstützt. Es folgte eine intensive und gute Diskussion über verschiedene Möglichkeiten dieses historische Ereignis zu begehen. Vorstellbar sind diverse kulturelle und historische Veranstaltungen und Publikationen, die die geschichtlichen Hintergründe von damals und positiven Entwicklungen im deutsch-dänischen Grenzland bis heute beleuchten.

Abschließend dankten sich Bundesbeauftragter Koschyk und Minderheitenbeauftragte Schnack für die gute Zusammenarbeit, da beide künftig nicht mehr als Regierungsvertreter an der Sitzung teilnehmen werden. Landesvorsitzender Flemming Meyer MdL schloss sich mit persönlichen Dankesworten an.

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