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„Einer der größten Mozzarella-Hersteller in Europa“ / 20.000 Tonnen Naturkäse pro Jahr
13. Juli 2015
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Die Bayernland Käserei Bayreuth bereitet sich bereits intensiv auf das Freihandelsabkommen TTIP vor. Schon jetzt würden rund 1000 Tonnen Käse pro Jahr für den amerikanischen Markt produziert, sagte Hauptgeschäftsführer Gerhard Meier bei einem Besuch des Bayreuther Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk. „Wir wollen unsere Milchproduzenten auf dem Weltmarkt platzieren, weil es keine Alternative dazu gibt“, so Meier.

Ziel sei es, den Export nach Amerika zu steigern, deshalb befürworte er auch das geplante Freihandelsabkommen, sagte Meier. Dem Wettbewerb mit amerikanischen Großkonzernen sehe er gelassen entgegen. Schon heute exportiere die Bayernland Käserei Bayreuth in 40 Länder der Erde, extrem wichtig sei dabei der italienische Markt. Der Trend zur Exportorientierung halte erfreulicherweise an, sagte MdB Koschyk. Der Politiker stellte aber auch klar, dass bei dem geplanten Freihandelsabkommen Standards nicht unterlaufen werden dürfen.

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MdB Hartmut Koschyk mit Hauptgeschäftsführer Gerhard Meier, Werksleiter Richard Schaller und Vorstandsvorsitzender Herbert Sachs.

Erst vor wenigen Monaten hat die Bayernland Käserei Bayreuth ein neues Werk für die Verarbeitung und Abpackung von Naturkäse in Betrieb genommen. Wie viel die Genossenschaft genau investiert hat, sagt Geschäftsführer Gerhard Meier mit Blick auf die Konkurrenz nicht. Nur so viel: ein zweistelliger Millionenbetrag sei in den zurückliegenden Jahren schon in Bayreuth ausgegeben worden. Insgesamt beschäftigt die Käserei in Bayreuth rund 160 Mitarbeiter.

In dem neuen Konfektionswerk können künftig bis zu 20000 Tonnen Naturkäse pro Jahr verbrauchergerecht verarbeitet und verpackt werden, eine durchaus beachtliche Menge an Käse, deren Herstellung fast 200 Millionen Kilogramm Milch erfordert. Notwendig wurde der Neubau auf dem bestehenden Betriebsgelände an der Bindlacher Straße an der nördlichen Bayreuther Stadtgrenze, um den Anforderungen der zahlreichen Kunden in Deutschland und rund 40 Ländern weltweit noch besser als bisher gerecht werden zu können. Dabei deutet Hauptgeschäftsführer Meier bereits weitere Expansionen an, die Flächen seien vorhanden.

Wir sind damit einer der größten Mozzarella-Hersteller in Europa.

Der in Bayreuth verarbeitete Naturkäse stammt allerdings nicht nur aus Bayreuth selbst, sondern auch aus anderen nahegelegenen Käsereien der Bayernland eG, insbesondere aus Kemnath und in Fürth. In Kemnath würden jährlich rund 25000 Tonnen Schnittkäse als Edamer, Gouda, Tilsiter oder Bayernländer produziert, in Fürth werden pro Jahr rund 9000 Tonnen traditioneller Emmentaler hergestellt. Insgesamt werden von Bayreuth aus inklusive der bisherigen Produktionslinien pro Jahr durchschnittlich über 30000 Tonnen Naturkäse ausgeliefert. Der Schwerpunkt  liegt beim Mozzarella von der kleinen Zwei-Gramm-Mozzarella-Perle für leichte Salate bis zum 15 Kilogramm schweren Käseblock für die Lebensmittelindustrie. „Wir sind damit einer der größten Mozzarella-Hersteller in Europa“, so der Hauptgeschäftsführer.

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Die Käserei Bayreuth ist seit einigen Jahren wesentlicher Teil des genossenschaftlichen bayerischen Molkereikonzerns Bayernland eG mit Konzernsitz in Nürnberg und Produktionsstätte in Amberg, Bayreuth, Kemnath, Fürth, Kemnath und Regensburg. Bayernland bezeichnet sich selbst als die mit Abstand umsatzstärkste genossenschaftliche Molkerei in Bayern mit insgesamt über 1000 Mitarbeitern. Den Gruppenumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr beziffert das Unternehmen auf über 900 Millionen Euro. 824 Millionen Kilogramm Milch seien 2014 verarbeitet worden, 370 Millionen davon in Bayreuth. Die Milcherzeuger der bis 2008 selbstständigen Käserei Bayreuth eG sind heute Mitglieder und Anteilseigner der Bayernland eG.

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