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Elite des wissenschaftlichen Nachwuchses / Alexander-von-Humboldt-Stipendiaten in Goldkronach
19. August 2016
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Rund 60 Alexander-von-Humboldt-Stipendiaten aus zehn Ländern der Erde haben in den vergangenen Tagen im Zuge eines Deutschland-Aufenthaltes die einstige Goldbergbaustadt Goldkronach besucht und sich dabei auf den Spuren des Universalgelehrten Alexander von Humboldt begeben. Im Goldkronacher Schloss wurden sie dort von der Vizepräsidentin der Universität Bayreuth Anna Köhler, von Goldkronachs 2. Bürgermeister Klaus-Dieter Löwel sowie vom Bayreuther Bundestagsabgeordneten und Bundesbeauftragten für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten Hartmut Koschyk begrüßt. In den Kellergewölben des Schlosses konnten die jungen Wissenschaftler dabei unter anderem einen Blick auf die sogenannte Fränkische Linie, eine der geologisch bedeutsamsten Bruchzonen der Erdkruste werfen, in den Besucherbergwerken machten sich die Stipendiaten ein Bild vom Goldbergbau zur Zeit Alexander von Humboldts.

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Goldkronach war dabei eingebettet in ein Besuchsprogramm, das von einer Weinprobe im Würzburger Bürgerspital bis hin zu Städtetouren durch Bamberg und Bayreuth reichte. Auch ein Besuch des Dokumentationszentrums Reichsparteitagsgelände in Nürnberg, eine Stippvisite im einst geteilten Dorf Mödlareuth, ein Konzerterlebnis am Gendarmenmarkt in Berlin sowie eine Hamburger Hafenrundfahrt gehörten zu dem siebentägigen Deutschland-Trip der jungen Wissenschaftler, die unter anderem aus Bulgarien, Chile, China, dem Iran, Japan, Neuseeland, Spanien, Südafrika, der Türkei und den USA, und damit aus vier Kontinenten kamen.

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Als Höhepunkte des Deutschland-Trips bezeichnete Reiseleiter Jürgen Pinnow, früherer Mitarbeiter des Bundespresseamtes, einen  Besuch des Bundestages in Berlin, die Teilnahme am Stadtfest in Dresden sowie den traditionellen Stiftungsempfang in Bonn. So verschieden wie die Länder, aus denen die Teilnehmer kamen waren auch ihre Fachgebiete. Von Philosophie bis zur Werkstoffkunde sei alles dabei, so der Reiseleiter.

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Ein Kurzportrait der Universität vermittelte Vizepräsidentin Anna Köhler den Stipendiaten. Gründungsauftrag der 1975 eröffneten Universität sei die Förderung von interdisziplinärer Forschung und Lehre sowie die Entwicklung von Profil bildenden und Fächer übergreifenden Schwerpunkten, sagte Köhler. Die Forschungsprogramme und Studienangebote deckten die Natur- und Ingenieurwissenschaften, die Rechts- und Wirtschaftswissenschaften sowie die Sprach-, Literatur und Kulturwissenschaften ab und würden beständig weiterentwickelt.

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Goldkronachs 2. Bürgermeister Klaus-Dieter Löwel freute sich über den Besuch der hochkarätigen Delegationen und appellierte an die jungen Leute, den Namen des einstigen Goldbergbaustädtchens in die Welt hinaus zu tragen. Bundestagsabgeordneter Hartmut Koschyk stellte den Namensgeber der Stiftung und der Stipendien, Alexander von Humboldt, und dessen Wirken vor Ort in Goldkronach vor. So sei Alexander von Humboldt nach seinem Studium des Bergwesens, der Mineralogie und der Geologie 1792 auf Geheiß des preußischen Ministers von Heinitz in die damals gerade preußisch gewordenen Fürstentümer Ansbach und Bayreuth gekommen. Hier habe er bis 1795 unter anderem in Arzberg, Bad Steben und Wunsiedel gewirkt, seinen Wohnsitz hatte er an der Stelle des heute nach ihm benannten Hotels in Goldkronach.

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Die von der Alexander-von-Humboldt-Stiftung vergebenen Stipendien haben das Ziel, internationale Wissenschaftskooperationen zwischen exzellenten ausländischen und deutschen Forscherinnen und Forschern zu fördern. Durch die Stipendien ermöglicht die Stiftung hoch qualifizierten ausländischen und deutschen Wissenschaftlern Forschungsaufenthalte in aller Welt, egal ob sie als junger Postdoktorand am Beginn Ihrer wissenschaftlichen Karriere stehen, oder ob Sie bereits als erfahrener Wissenschaftler etabliert sind. Gefördert werden dabei hoch qualifizierte, promovierte deutsche Wissenschaftler und ausländische Wissenschaftler aller Nationen und Fachgebiete im Alter bis zu 40 Jahren.

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Seit Jahren nehme die Afrikastudien der Universität Bayreuth eine internationale Spitzenposition ein. Die Bayreuther Internationale Graduiertenschule für Afrikastudien sei ein Teil der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder. Die Hochdruck- und Hochtemperaturforschung innerhalb des Bayerischen Geoinstituts genieße ebenfalls ein weltweit hohes Renommee und die Polymerforschung gelte Spitzenreiter im Förderranking der Deutschen Forschungsgemeinschaft. Nach den Worten der Vizepräsidentin sind derzeit rund 13250 Studenten in 146 verschiedenen Studiengängen an sechs Fakultäten immatrikuliert. Mit etwa 1200 wissenschaftlichen Beschäftigten, davon 233 Professoren, und etwa 870 nichtwissenschaftlichen Mitarbeitern ist die Universität Bayreuth der größte Arbeitgeber der Region.

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