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Hartmut Koschyk und Staatssekretär Thomas Silberhorn warben bei NKD für das neue Textilbündnis
2. März 2015
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Rüdiger Hartmann und Christian Welles von NKD, Staatssekretär Thomas Silberhorn, Almuth Dörre vom Außenwirtschaftszentrum Bayern, MdB Hartmut Koschyk und Bernhard Beck von NKD (von links).

Mit einem neuen jungen Management an der Spitze steuert NKD wieder auf Erfolgskurs. Der Textildiscounter gehört mittlerweile auch dem Bündnis für nachhaltige Textilien an, ein Aktionsprogramm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit. Ziel ist es, Umwelt- und Sozialstandards in der Textilwirtschaft verbessern, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär Thomas Silberhorn, der die Firmenzentrale in Bindlach zusammen mit dem örtlichen Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk besucht hat.

NKD hat turbulente Zeiten hinter sich: Als Familienunternehmen von Burkhard Hellbach gegründet, gehörte NKD zwischen 2003–2013 zur Daun & Cie. AG. Ende 2013 hatte dann der Finanzinvestor OpCapita das Unternehmen übernommen. Die NKD Deutschland GmbH gehört zu den größten Textileinzelhändlern in Deutschland und Österreich, das 1800 Geschäfte umfassende Filialnetz mit zusammen rund 6500 Mitarbeitern erstreckt sich über Deutschland, Österreich, Italien, Slowenien und Kroatien.

Wir sind sehr gut aufgestellt und setzen auf ein stabiles und wachsendes Kundenklientel.

„Wir sind sehr gut aufgestellt und setzen auf ein stabiles und wachsendes Kundenklientel“, so der kaufmännische Geschäftsführer Rüdiger Hartmann. Seinen Worten ist es bei NKD von Anfang an üblich gewesen, dass Lieferanten Aufträge nicht auslagern. Von den 60 Beschäftigten im Büro in Bangladesch seien 35 ausschließlich mit Qualitätskontrollen vor Ort beschäftigt. „So arbeiten wir mit der gesamten Lieferkette Hand in Hand, sämtliche Betriebe werden von uns zertifiziert.

„Fernost ist für uns nicht nur ein Beschaffungsmarkt“, sagte der verantwortliche Geschäftsführer für den Einkauf Bernhard Beck. Von Anfang an sei es für NKD klar gewesen, dass man vor Ort auch Verantwortung übernehme und beispielsweise nur dort das Büro betreibt, wo auch wirklich die Lieferanten in der Nachbarschaft sind und nicht in den glitzernden Metropolen, weit weg von den Fabriken.

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Das Bündnis für nachhaltige Textilien wurde im vergangenen Jahr als Antwort auf den Gebäudeeinsturz in Sabhar in Bangladesch gegründet. Weit über 1000 Menschen kamen dabei am 24. April 2013 ums Leben, weiter 2500 wurden teilweise schwer verletzt. Ziel des Bündnisses soll es weiterhin sein, menschenwürdige Arbeits- und Lebensbedingungen und den Schutz und die nachhal­tige Nutzung der Umwelt durchzusetzen. Dazu werden in einem Aktionsplan verbindliche Standards für die Rohstoffgewinnung und die Textil- und Bekleidungsproduktion definiert.

Staatssekretär Silberhorn begrüßte den Beitritt von NKD zum Textilbündnis. Das Unternehmen mache ohnehin schon viel mehr, als manch namhafter anderer Textilhändler. Er appellierte an die neue NKD-Führung sich aktiv in die Arbeit des Bündnisses einzubringen.

Was bei uns verkauft wird, muss sozialen Mindeststandards entsprechen.

In dem Bündnis soll es vor allem darum gehen, die textile Lieferkette in den Blick zu nehmen, so der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk. „Was bei uns verkauft wird, muss sozialen Mindeststandards entsprechen.“ Bei NKD sei es von Anfang an die Linie gewesen, die Herkunftswege transparent zu machen. Koschyk erinnerte auch daran, dass der Verbraucher immer sensibler werde und darauf achte, was nachvollziehbar, ethisch sowie sozial verantwortbar sei. „Dem Verbraucher wird es am Ende nicht egal sein, wie die Lieferkette aussieht.“

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