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Koschyk besucht MONUSCO-Hauptquartier in Goma
5. Februar 2016
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Hartmut Koschyk gemeinsam mit dem deutschen Militärattaché für den Kongo und weitere Anrainerstaaten, Oberstleutnant i. G. Matthias Ehrhardt und dem stv. Streitkräfte-Kommandeur von MONUSCO, dem französischen Generalmajor Jean Baillaud

Im Rahmen seiner Reservedienstleistung als Militärattaché in der Demokratischen Republik Kongo hat der Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk das Hauptquartier der UN-Mission MONUSCO in Goma im „unruhigen“ Osten des Landes besucht. MONUSCO steht für „Mission der Vereinten Nationen für die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo“ und wurde bis vor kurzem von dem deutschen Diplomaten Martin Kobler geleitet, der jetzt für die Vereinten Nationen die Unterstützungsmission (UNSMIL) in Libyen führt. Die Friedensmission MONUSCO ist die größte UN-Friedensmission weltweit und verfügt über rund 19.000 Soldaten.

MONUSCO

Mitte der 1990er Jahre destabilisierten Hutu-Milizen aus Ruanda den Ostkongo und trugen dazu bei, den Ersten Kongokrieg, der zum Sturz des zairischen Machthabers Mobutu führte, auszulösen. Seitdem wird die Region in der Demokratischen Republik Kongo nahezu ununterbrochen von Gewalt und Unruhen heimgesucht. Insbesondere im Ostkongo leidet die Zivilbevölkerung unter dem bewaffneten Konflikt. Die aktuelle Friedensmission für die Stabilisierung in der DR Kongo (MONUSCO) richtete der UN-Sicherheitsrat zum 1. Juli 2010 durch die Resolution S/Res/1925(2010) ein. Er bestätigte das Mandat im Juni 2012 durch die Resolution S/Res/2053(2012). Mit der Resolution S/Res/2098(2013) vom März 2013 erweiterte der Weltsicherheitsrat das Mandat inhaltlich und verlängerte die Laufzeit.

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Hartmut Koschyk mit kongolesischen Jugendlichen in Goma, wo sich das Hauptquartier der UN-Mission MONUSCO für den Kongo befindet

Schwerpunkt von MONUSCO ist der Osten des Landes, vor allem die Kivuprovinzen sowie die Provinz Orientale, wo die Mission ihre Präsenz zum Schutz der Bevölkerung vor Angriffen verstärkt hat. Im März 2013 beschloss der VN-Sicherheitsrat die Einrichtung einer Interventionsbrigade innerhalb der Friedensmission MONUSCO, um aktiv gegen bewaffnete Rebellengruppen im Ostkongo vorgehen zu können. Derzeit steht die Mission unter der Verantwortung des nigerianischen Diplomaten Maman Sambo Sidikou und wird militärisch von dem südafrikanischen General Derick Mbuyiselo Mgwebi geführt.

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Im MONUSCO-Hauptquartier in Goma hatte Koschyk gemeinsam mit dem deutschen Militärattaché für den Kongo und weitere Anrainerstaaten, Oberstleutnant i. G. Matthias Ehrhardt, die Gelegenheit mit dem stv. Streitkräfte-Kommandeur von MONUSCO, dem französischen Generalmajor Jean Baillaud, ein ausführliches Gespräch über die Sicherheitslage im Kongo und den Anrainerstaaten zu führen. Des Weiteren standen die Zusammenarbeit der UN-Mission mit der kongolesischen Regierung und den kongolesischen Streitkräften sowie die geplante Verlängerung der MONUSCO-Mission im Mittelpunkt des Meinungs- und Informationsaustausches.

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Koschyk würdigte die bis vor kurzem von dem deutschen Diplomaten Martin Kobler geleitete UN-Mission MONUSCO, die sich nicht nur entschlossen für den Schutz der von den Kämpfen betroffenen Zivilbevölkerung in der Region einsetzt, sondern auch Funktionen wahrnimmt, die im Kernbereich staatlicher Aufgabenerfüllung liegen, wie etwa die Durchsetzung von Menschenrechten, den Auf- und Ausbau rechtsstaatlicher Strukturen und die Ausbildung nationaler Polizeikräfte.

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Deutschland ist ein enger Partner des Kongos – sowohl in der Entwicklungszusammenarbeit als auch in der Zusammenarbeit für eine nachhaltige Befriedung des Ostens und der Region sowie beim Aufbau von demokratischen Institutionen und der Zivilgesellschaft.

Bundesaußenminister Frank-Walter Steinmeier besuchte bereits im Februar vergangenen Jahres die weltweit größte Mission der Vereinten Nationen und weihte in Goma, wo sich das MONUSCO-Hauptquartier befindet, die Landebahn des internationalen Flughafens ein, die mit deutscher Unterstützung saniert und ausgebaut wurde. In seiner Rede verlieh Bundesaußenminister seiner Hoffnung Ausdruck, dass Goma in Zukunft erneut ein Ort der Hoffnung werden könne: „Hoffnung auf ein normales Leben, auf ein Ende der Gewalt, auf wirtschaftliche Entwicklung und auf humanitäre Hilfe für diejenigen, die ihrer bedürfen“, so Bundesaußenminister Steinmeier.

Weiterführende Informationen zur „Mission der Vereinten Nationen für die Stabilisierung in der Demokratischen Republik Kongo“ (MONUSCO) finden Sie hier.

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