Für die Region
Koschyk: „Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner prämiert das innovative Bioenergiekonzept der Region Bayreuth!“
19. März 2009
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Preisverleihung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt

Bernd Rothammel, MdB Koschyk, der das Projekt nachhaltig unterstützte, Bundesministerin Ilse Aigner MdB, Eva Rundholz und Landrat Hermann Hübner bei der Preisverleihung in der Landesvertretung Sachsen-Anhalt in Berlin

Bundeslandwirtschaftministerin Ilse Aigner gratulierte am 19.3.2009 bei einer Festveranstaltung in Berlin der Region Bayreuth zum Gewinn des Bundeswettbewerbs „Bioenergie-Regionen“. Die Region Bayreuth ist einer von 25 Bundessiegern und hatte sich in einem anspruchsvollen Wettbewerb gegen mehr als 200 Mitbewerber durchgesetzt. Bis zu 400.000 Euro Fördermittel können nun in die Bioenergie-Modellregion Bayreuth fließen. Ministerin Aigner lobte in ihrer Rede das vorbildliche Engangement der Preisträger, die ihre Aufgabe mit „Leidenschaft und Herblut“ verfolgten. Der staatlich Rahmen sei wichtig, ohne die Aktiven vor Ort sei es jedoch nicht möglich die Klimaschutzziele der Bundesregierung zu erreichen.

Die Verwendung von Bioenergie diene der Umwelt und stärke den ländlichen Raum. Bioenergie weiter auszubauen bedeute, der Verantwortung für weitere Generation gerecht zu werden. Sie forderte die Regionen ausdrücklich auf, neue Wege zu gehen, ihre Konzepte umzusetzen und somit Vorbildregionen zu werden.
Landrat Hermann Hübner dankte Eva Rundholz und Bernd Rothammel sowie allen Netzwerkpartnern ausdrücklich für das großartige Engagement.

Im Juni 2009 wird in der Region Bayreuth die Detailplanung für zahlreiche Maßnahmen beginnen, die in einem Regionalen Entwicklungskonzept beschrieben sind. Dieses Konzept war Grundlage der Bewerbung. Es zeigt auf, dass Bioenergie nicht nur bedeutend zum Klimaschutz beiträgt, sondern auch der Wirtschaft große Impulse verleihen kann: Die vorgeschlagenen Projekte können den regionalen Kohlendioxidausstoß um jährlich 260.000 Tonnen vermindern und den Anteil der regional erzeugten Bioenergie am Endenergieverbrauch der Privathaushalte von aktuell 18 auf 53% erhöhen. Dadurch werden Arbeitsplätze gesichert bzw. neu geschaffen. Mit der energetischen Verwertung des Bioenergiepotenzials kann eine Wertschöpfung von ca. 50 Millionen Euro jährlich in der Region erzielt werden. Die Installation von Biomasseheizungen kann langfristig Investitionen von 560 Millionen Euro auslösen. Weitere Wertschöpfungseffekte sind z.B. durch den Bau von Bioenergieanlagen zu erwarten.

Die Bioenergieregionen sind über das gesamte Bundesgebiet verteilt. Von den ursprünglich über 40 bayerischen Bewerbern schafften neben Bayreuth nur drei weitere Regionen den Sprung in das Förderprogramm, was die Bedeutung des Wettbewerbssieges noch unterstreicht. Neben Bayreuth sind dies die Bioenergie-Regionen Straubing-Bogen, Achental und Oberland. Die Erfahrungen der Bioenergieregionen werden in einem bundesweiten Forschungsvorhaben wissenschaftlich ausgewertet. Die beste Projektumsetzung wird nach Ablauf der Förderperiode, Ende des Jahres 2012 prämiert.

Das Entwicklungskonzept der Region Bayreuth war schon während der Vorauswahl positiv aufgefallen, weil es fachlich ausgereift war und mit der Verknüpfung der Themen Bioenergie und Kunst eine ungewöhnliche Richtung einschlug: Nach dem Motto „Kunst ist Energie – in ihrer schönsten Form“ werden in der Bioenergie Region Bayreuth sieben Bioenergie-Fachvorhaben über ein Kunstprojekt symbolisch verbunden. Der Brückenschlag zwischen Bioenergieprojekten und dem Themenkreis Kunst und Kultur präsentiert das Thema Bioenergie auf spektakuläre und informative Weise in der Öffentlichkeit und eröffnet damit neue Wege zur umweltverträglichen Nutzung des regionalen Bioenergiepotenzials.

Die Bewerbung der Region Bayreuth wurde vom Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth konzipiert. Am Regionalmanagement sind Stadt und Landkreis paritätisch beteiligt. Der nächste Schritt wird die Einstellung eines Bioenergiemanagers sein, der im Juni 2008 die Arbeit aufnehmen soll. Dann sollen auch die einzelnen Fachvorhaben der Öffentlichkeit im Detail vorgestellt werden und die Arbeitskreise mit der Projektarbeit beginnen. Ein wichtiger Schwerpunkt wird vor allem die Akquise zusätzlicher Geldmittel sein. Die Fördermittel des Bundeslandwirtschaftsministeriums ermöglichen den Aufbau der grundlegenden Kommunikations- und Organisationsstrukturen zur Netzwerkbildung. Die konkrete Projektumsetzung muss aber separat über Eigen- und Drittmittel (z.B. Sponsoren, Stiftungen) finanziert werden. Stadt und Landkreis Bayreuth haben zur Kofinanzierung des Netzwerkes und der Projektumsetzung bereits 135.000 Euro bewilligt.

Da MdB Koschyk das Projekt  nachhaltig unterstützte, hatte die Bundesministerin für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz, Ilse Aigner MdB, am 25. Februar MdB Koschyk persönlich darüber informiert, dass auch die Regionalmanagement Stadt und Landkreis Bayreuth GbR in Bayreuth zu den Preissiegern gehört.

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