Für die Region
Koschyk: Herbstbelebung auf dem regionalen Arbeitsmarkt!
2. November 2016
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Zu den von der Bundesagentur für Arbeit für den Monat Oktober bekannt gegebenen Zahlen erklärt der Bayreuth-Forchheimer Bundestagsabgeordnete und Bundesbeauftragte für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk:

Laut vorliegendem Arbeitsmarktbericht der Arbeitsagentur Bayreuth-Hof sank mit dem Start in den Herbst die Zahl der arbeitslosen Personen in der Region Bayreuth-Hof auf 9.954. Das waren 897 Männer und Frauen weniger als im September. Viele junge Menschen haben im vergangenen Berichtsmonat ihre schulische Ausbildung oder das Studium begonnen bzw. fortgesetzt, was zu einer deutlichen Reduzierung der Arbeitslosen bis 25 Jahren führte. Die Unternehmen in der Region melden laut Arbeitsmarktbericht weiterhin starken Bedarf an Mitarbeitern. Vor allem im gewerblichen Bereich können die Wünsche der Betriebe nach qualifiziertem Personal kaum gedeckt werden, sodass zunehmend auch flexible, ungelernte Männer und Frauen die Chance bekommen, eine Beschäftigung aufzunehmen.

In der Stadt und im Landkreis Bayreuth sank die Zahl der Arbeitslosen gegenüber dem September. In der Stadt Bayreuth waren im Oktober 1836 Personen von Arbeitslosigkeit betroffen, 185 Personen weniger als im Monat zuvor. Auch im Vergleich zum Vorjahr wurde ein Minus von 175 Menschen gezählt. Die Arbeitslosenquote belief sich auf 4,8 Prozent. Sie lag 0,5 Prozentpunkte unter dem Wert des Vormonats und des Vorjahrs. Die Unternehmen des Stadtgebietes meldeten 314 freie Arbeitsplätze, 79 mehr als im Vormonat. Seit Jahresbeginn wurden vom Arbeitgeber-Service 3.093 Stellen entgegengenommen, 135 mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres.

Im Landkreis Bayreuth gab es im Berichtsmonat 196 Arbeitslose weniger als im Vormonat. Insgesamt waren 1.713 arbeitslose Landkreisbewohner zu verzeichnen. Dies waren 35 mehr als im Oktober des Vorjahres. Die Arbeitslosenquote sank unter die 3-Prozent-Marke auf 2,9 Prozent. Sie lag 0,3 Prozentpunkte unter der Quote des Septembers, jedoch 0,1 Prozentpunkte über dem Wert des Vor-jahres. Die Firmen des Landkreises Bayreuth gaben dem Arbeitgeber-Service 158 Arbeitsstellen bekannt, 10 mehr als im September. Seit Jahresbeginn meldeten die Unternehmen des Landkreises Bayreuth 1.684 Arbeitsplätze, 305 und somit 22 Prozent mehr als im Jahr zuvor.

In der Stadt und im Landkreis Bayreuth suchten 1.211 junge Menschen einen Ausbildungsplatz. 18 Bewerber für eine Ausbildungsstelle hatten bis Ende September noch keinen passenden Betrieb gefunden. Die Unternehmen sind weiter-hin stark an eigenen Nachwuchskräften interessiert. 1.508 Ausbildungsplätze der Unternehmen in Stadt und Landkreis Bayreuth wurden der Agentur für Arbeit gemeldet, 378 mehr als im Vorjahr. Davon konnten 134 nicht besetzt werden.

Deutschlandweit hat sich der Arbeitsmarkt im Oktober gut entwickelt. Im Zuge der Herbstbelebung ist die Arbeitslosigkeit deutlich gesunken, die Beschäftigung ist wieder gestiegen und die Nachfrage nach neuen Mitarbeitern legte weiter zu. Die Zahl der arbeitslosen Menschen hat von September auf Oktober um 68.000 auf 2.540.000 abgenommen. Im Durchschnitt der letzten drei Jahre ist die Arbeitslosigkeit im Oktober um 61.000 gesunken. Saisonbereinigt ergibt sich ein Rückgang von 13.000 im Vergleich zum Vormonat. Gegenüber dem Vorjahr waren 109.000 weniger Menschen arbeitslos gemeldet. Erwerbstätigkeit und sozialversicherungspflichtige Beschäftigung sind im Vergleich zum Vorjahr weiter gewachsen. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes ist die Zahl der Erwerbstätigen im September saisonbereinigt gegenüber dem Vormonat um 29.000 gestiegen. Mit 43,78 Millionen Personen fiel sie im Vergleich zum Vorjahr um 371.000 höher aus. Die sozialversicherungspflichtige Beschäftigung hat nach der Hochrechnung der Bundesagentur für Arbeit von Juli auf August saisonbereinigt um 34.000 zugenommen. Mit 31,46 Millionen Personen lag die Beschäftigung gegenüber dem Vorjahr um 474.000 im Plus.

Insgesamt zeigt sich der Arbeitsmarkt auch in unserer Region weiterhin in guter Verfassung. Gemeinsam gilt es weiterhin, diejenigen an den Arbeitsmarkt heranzuführen, die sich schwer tun. Für Langzeitarbeitslose und schwerer erreichbare Jugendliche hat die unionsgeführte Bundesregierung wichtige Programme auf den Weg gebracht. Mit dem Integrationsgesetz werden zudem die notwendigen Weichen für die Arbeitsmarktintegration von Flüchtlingen gestellt. Hier geht es vor allem um Spracherwerb und berufliche Qualifizierung. Nur wenn wir hier entschlossen vorangehen, verhindern wir schlechte Bildung und damit Perspektivlosigkeit.

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