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Koschyk im Gespräch mit Prof. Dr. Shinji Nakagawa von der Kwansei Gakuin Universität (Japan)
31. August 2015
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Im Rahmen seines Deutschlandaufenthaltes hat Prof. Dr. Shinji Nakagawa mit dem Bayreuther Bundestagsabgeordneten und Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Hartmut Koschyk, zu einem Gespräch über die aktuelle Situation der Asylsuchenden und Flüchtlinge in der Bundesrepublik Deutschland getroffen.

Prof. Nakagawa ist Professor an dem Institut für Wirtschaftswissenschaften, Sprachwissenschaften, Kommunikation und Kultur der Universität Kwansei Gakuin in Hyogo (Japan). Seit April 2015 ist Prof. Nakagawa Mitglied einer universitären Arbeitsgruppe, die die Hassrede in Japan wissenschaftlich aufarbeitet. Hierbei sollen auch internationale Vergleiche in die japanische Forschung einfließen. Aus diesem Grund ist Prof. Nakagawa aktuell am Lehrstuhl für Interkulturelle Germanistik in Bayreuth, ob die aktuelle Situation in der Bundesrepublik Deutschland zu begleiten. Über die Ansichten zu dieser aktuellen Situation und den Entwicklungen der letzten Wochen hat er nun mit Hartmut Koschyk MdB ein Gespräch geführt.

Im Gespräch machte Koschyk deutlich: „Wir dürfen die Augen nicht verschließen, dass rechtsradikale Übergriffe in letzter Zeit zugenommen haben. Gegen diese Angriffe muss der Staat mit allen verfügbaren Mitteln vorgehen, da diese Aggressionen in Deutschland keinen Platz haben. Auch Bundeskanzlerin Angela Merkel und Bundesinnenminister Thomas de Maiziere haben diesbezüglich deutlich gemacht, dass Angriffe und Schmähungen gegen Asylsuchende nicht hingenommen werden und abscheulich sind.“

Neben den negativen Entwicklungen in den letzten Wochen hat Hartmut Koschyk aber auch deutlich gemacht, dass dies nicht das wahre Gesicht Deutschlands ist, sondern in vielen Kommunen eine vorbildliche Arbeit gemacht wird, damit sich Flüchtlinge nach ihrer Ankunft wohlfühlen können. Koschyk: „Ich konnte mich zum Beispiel vor Kurzem von der hervorragenden Arbeit in der Gemeinde Obertrubach überzeugen. Hier wird in einem Schulterschluss von Bürgerinnen und Bürgern, Kirchen, Sportvereinen und Gemeinden, eine wahrhafte Willkommens-Kultur gegenüber den ankommenden Flüchtlingen praktiziert. Neben diesem Beispiel könnte man noch viele weitere Beispiele in ganz Deutschland anführen, die da wahre Gesicht eines weltoffenen und toleranten Deutschland demonstrieren.“

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