Für die Region
Ministerpräsident Haseloff sieht beim „Bayreuther Fastenessen“ einen „neuen Aufbruch in der Ökumene“ / Albert-Schweitzer-Hospiz in Bayreuth mit 1.500 Euro bedacht
25. März 2018
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Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff und der Vorsitzende des Alexander von Humboldt-Kulturforums Hartmut Koschyk konnten der Leiterin des Albert-Schweitzer-Hospizes Bayreuth, Silvia Spitzl, im Rahmen des 10. Bayreuther Fastenessen einen symbolischen Scheck in Höhe von 1.500 Euro überreichen.

Beim 10. „Bayreuther Fastenessen“, das 2009 auf Initiative vom damaligen Bundestagsabgeordneten Hartmut Koschyk begonnen wurde und in diesem Jahr erstmals vom Alexander von Humboldt-Kulturforum Schloss Goldkronach e.V. durchgeführt wurde, stand die Ökumene in Deutschland im Mittelpunkt.
Wie beim 1. Fastenessen vor 10 Jahren wurde in diesem Jahr für den Hospiz-Gedanken geworben und ein ansehnlicher Geldbetrag für das Albert-Schweitzer-Hospiz in Bayreuth gesammelt, welches durch die Leiterin Silvia Spitzl vertreten war.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff mit seiner Frau Dr. Gabriele Haseloff und Sohn Clemens Haseloff, Richter am Landgericht Bayreuth und Mitglied des Pfarrgemeinderates der Katholischen Schlosskirchengemeinde

Das diesjährige Bayreuther Fastenessen fand im kath. Pfarrzentrum St. Hedwig statt, wo Domkapitular und Regionaldekan Dr. Josef Zerndl als „Hausherr“ die Gäste begrüßte. Für die evangelisch-lutherische Kirche in Bayern hatten sich der frühere Bayreuther Dekan und Oberkirchenrat i.R. Helmut Hofmann, der Weidenberger Pfarrer Günther Daum und das Mitglied der Evangelischen Landessynode in Bayern, Robert Glenk eingefunden. Die katholische Kirche war durch Monsignore Andreas Straub, das Mitglied des Zentralkomitees Deutscher Katholiken Franz Eller, den Vorsitzenden des Bayreuther Dekanatsrates Patrick Lindthaler sowie zahlreiche Mitglieder der Kolpingfamilie Bayreuth vertreten.

Domkapitular und Regionaldekan Dr. Josef Zerndl begrüßte als Pfarrer der Katholischen Pfarrei St. Hedwig die Gäste des 10. Bayreuther Fastenessens im Pfarrzentrum St. Hedwig.

Der frühere Evang.-Luth. Dekan in Bayreuth, Oberkirchenrat i.R. Helmut Hofmann sprach das Tischgebet beim 10. Bayreuther Fastenessen.

Von politischer Seite nahmen am 10. Bayreuther Fastenessen die Landräte Hermann Hübner aus Bayreuth und Dr. Oliver Bär aus Hof, die Bayreuther Stadträtin und Vorsitzende der „Bayreuther Tafel Ingrid Heinritzi-Martin, Stadtrat Prof. Dr. Werner Grüninger und Stadtrat Helmut Parzen sowie der ehemalige Bayreuther Landrat Dr. Klaus-Günter Dietel, der frühere Bayreuther Oberbürgermeister Dr. Michael Hohl und der langjährige Pegnitzer Bürgermeister Manfred Thümmler teil. Die Justizbehörden waren durch den Präsidenten des Sozialgerichts Bayreuth Dr. Wolfgang Schwarz und den ehemaligen Landgerichtspräsidenten Adler vertreten. Aus dem Bereich der Wirtschaft waren der Geschäftsführer der VVS-Holding Bayreuth Rainer Saalfrank und der Ehrenpräsident des Deutschen Raiffeisenverbandes Manfred Nüssel anwesend. Aus dem Bereich der Kultur nahmen der Kulturpreisträger des Landkreises Bayreuth Walter Tausendpfund und der Vorsitzende der Landsmannschaft Schlesien Hartmut Zurek teil.

Auch die Ehrengäste aus Politik, Behörden und Wirtschaft ließen sich die Fastensuppe der Metzgerei Parzen beim 10. Bayreuther Fastenessen sehr schmecken.

Auch Vertreter der Lokalpolitik hatte sich bei 10. Bayreuther Fastenessen eingefunden.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff legte in seiner eindrucksvollen Ansprache ein sehr persönliches Zeugnis zu seinem christlichen Glauben und für die Ökumene ab. In unmittelbarer Nähe der Lutherstadt Wittenberg als katholischer Christ aufgewachsen, sei ihm die Notwendigkeit eines ökumenischen Zusammenhalts der Christen verschiedener Konfessionen gerade auch aufgrund der Kirchenfeindlichkeit der SED-Diktatur von Kindheit und Jugendzeit an sehr bewusst gewesen. Erst die deutsche Einheit haben den Christen in der ehemaligen DDR wieder die Möglichkeit zur ungehinderten Entfaltung ihrer Glaubensüberzeugungen gegeben. Noch das 450. Reformationsjubiläum sei von der DDR-Diktatur propagandistisch missbraucht worden. Das 500. Reformationsjubiläum habe die Christen in der ehemaligen DDR sehr gestärkt, aber auch einen neuen Aufbruch für die Ökumene in Deutschland und darüber hinaus bewirkt. So sei auch die mehrheitlich atheistische Bevölkerung der Lutherstadt Wittenberg von dem Besucherandrang von Christen aller Konfessionen aus der ganzen Welt nachhaltig beeindruckt gewesen, die an öffentlichen Plätzen der Stadt gemeinsam gebetet und gesungen hätten. Daher sei er überzeugt, dass die Christen in ökumenischer Verbundenheit nach wie vor Wirkmächtigkeit auch in einer überwiegend säkularen und teilweise sogar mehrheitlich atheistischen Gesellschaft entfalten können. Dazu sei aber Mut zum christlichen Bekenntnis in der Öffentlichkeit und eine weitere Stärkung der Ökumene notwendig. Der Aufbruch des Reformationsjubiläums, so Haseloff müsse genutzt werden, um mit christlichen Wertüberzeugungen auch in Zukunft die Gesellschaft zu durchdringen.

Das Pfarrzentrum St. Hedwig in Bayreuth war beim 10. Bayreuther Fastenessen bis auf den letzten Platz besetzt.

Die Fastenspeise des diesjährigen Bayreuther Fastenessen wurde von der Bayreuther Metzgerei Parzen gestiftet, wobei es sich Metzgermeister und Stadtrat Helmut Parzen nicht nehmen ließ, die Fastensuppe persönlich auszugeben. Die Buchauer Holzofenbäckerei hat erneut ihre Brotspezialitäten, die Brauerei Maisel ihr alkoholfreies Weißbier gestiftet. Auch in diesem Jahr hatte das Reha-Team Bayreuth die Durchführung des Fastenessens finanziell unterstützt. Den vielfach bewunderten Blumen-Tischschmuck hatte erneut der Blumengroßhandel Gisela Hübner aus Heinersreuth gestiftet.

Ministerpräsident Dr. Reiner Haseloff mit Metzgermeister und Stadtrat Helmut Parzen, der die diesjährige Fastenspeise des 10. Bayreuther Fastenessen zubereitet und gestiftet hatte.

So konnte beim 10. Bayreuther Fastenessen der Leiterin des Albert-Schweitzer-Hospizes Bayreuth, Silvia Spitzl ein symbolischer Scheck in Höhe von 1.500 Euro übergeben werde.

Musikalisch wurde das 10. Bayreuther Fastenessen vom Flötenquartett der Städtischen Musikschule Bayreuth, bestehend aus Miriam Neuber, Anne Obradovic, Emilie Strotzer und Antonia Zimmermann unter der Leitung von Aleksandra Zubieliwicz-Schmidt umrahmt.

Das Flötenquartett der Städtischen Musikschule Bayreuth hatte das 10. Bayreuther Fastenessen musikalisch umrahmt.

Für die ehrenamtliche Vorbereitung des 10. Bayreuther Fastenessens dankte Kulturforumsvorsitzender Hartmut Koschyk gemeinsam mit Domkapitular Dr. Josef Zerndl Frau Dagmar Bauer und Patrick Lindthaler für ihren vorbildlichen Einsatz. Gemeinsam mit ihnen hatten bei der Organisation vor Ort Frau Cathrin Scherer, Mario Seltmann und Manuel Ziegler von der Jungen Union sowie das Ehepaar Schieberle von der Senioren-Union, aber auch Hausmeister Schick vom Pfarrzentrum St. Hedwig aktiv mitgewirkt.

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Sebastian Machnitzke

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