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Podiumsdiskussion an der Uni Bayreuth: „Realitätsferne VWL? – Kann die Politik auf unsere Lehre verzichten?“
5. Juni 2016
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Realitätsferne VWL? – Kann die Politik auf unsere Lehre verzichten? Mit dieser Frage beschäftigte sich die Podiumsdiskussion an welcher Hartmut Koschyk auf Einladung des Vereins „Volkswirtschaft an der Universität Bayreuth“ (vub.) teilnahm. Rahmen der Veranstaltung war das 10 jährige Jubiläum des Vereins, der der sich an der Uni Bayreuth speziell mit volkswirtschaftlichen Themen beschäftigt. Im Rahmen dieser Interessengemeinschaft mit ca. 500 Mitgliedern, welche sich aus Studenten, Professoren sowie Absolventen der volkswirtschaftlichen Studiengänge an der Universität Bayreuth zusammensetzt, unterhält er ein Netzwerk unter Volkswirten und Interessierten.

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Das Podium setzte sich neben Hartmut Koschyk zusammen aus Prof. Dr. Thorsten Polleit (Honorarprofessor der Uni Bayreuth und Chefvolkswirt des Degussa Goldhandel), Dr. Martin Hüfner (Chefvolkswirt der Assenagon-Gruppe bzw. ehemaliger Chefvolkswirt der HypoVereinsbank) und Anette Kramme (Staatssekretärin im Arbeits- und Sozialministerium).

Bestimmendes Thema der Debatte war die darüber, wie die Volkswirtschaftslehre in der Politik weniger stark von Interessen geleitet beratend tätig sein kann. Koschyk merkte hierzu aus seiner Erfahrung als Staatssekretär im Bundesfinanzministerium an, dass in der Praxis stets Vertreter verschiedener volkswirtschaftlicher Lehren angehört werden. Vielmehr sei es so, dass die VWL einen großen Einfluss auf die Gesetzgebung hätte, was mit Blick auf einen interdisziplinären Ansatz auch notwendig sei.

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Gerade aufgrund dieser Interdisziplinarität der Politik dürfe die VWL nicht erwarten, dass jeder wirtschaftlich sinnvolle Vorschlag übernommen werde. Soziale, kulturelle und historische Aspekte seien ebenso wichtig. „Volkswirtschaftliche Ideen müssen auch politisch durchsetzbar sein. Einen weiten Teil der Bevölkerung zu verlieren nur um ordnungspolitisch „Sauber“ zu sein ist keine politische Alternative.“, mahnte Koschyk.

Gerade Verbände wie der vub. könnten, so Koschyk weiter, einen entscheidenden Teil dazu beitragen einer breiten Gesellschaftsschicht die VWL näher zu bringen und Interesse dafür zu wecken.

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