Für die Region International
Russlanddeutsche informieren sich über soziale Infrastruktur Oberfrankens und der Region Bayreuth
9. Dezember 2018
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Eine 20 Personen umfassende Delegation von Sozialexperten der deutschen Minderheit in Russland hat sich mehrere Tage über die soziale Infrastruktur Oberfrankens und der Region Bayreuth informiert. Die Fachleute kamen aus ganz Russland und hatten vor ihrem Besuch in Oberfranken politische Gesprächstermine in Berlin wahrgenommen.

An der Spitze der Delegation standen die beiden Vorsitzenden des Dachverbandes der deutschen Minderheit in Russland, Heinrich und Olga Martens vom Internationalen Verband der Deutschen Kultur in Moskau. Auch die Vorsitzende des Sozialrates der Deutschen in Russland, Irma Belenia, gehörte der Delegation an. Die Reise hatte Frau Maria Sannikova vom Moskauer Institut für ethnokulturelle Bildung (BIZ) vorbereitet.

Ansprechpartner in der Region Bayreuth war die Stiftung Verbundenheit mit den Deutschen im Ausland, die in Bayreuth ihren Sitz hat und sich die Unterstützung deutscher Minderheiten in  Europa und der ehemaligen Sowjetunion sowie deutscher Gemeinschaften in der ganzen Welt zur Aufgabe gemacht hat. Der Vorsitzende des Stiftungsvorstandes ist der Goslarer Oberbürgermeister Dr. Oliver Junk, der Vorsitzende des Stiftungsrates ist der langjährige Bayreuther Bundestagsabgeordnete und Parl. Staatssekretär a.D. Hartmut Koschyk. Ferner  gehören aus dem Bayreuther Raum der Unternehmer Dr. Horst Wiesent als Schatzmeister und Sebastian Machnitzke als Geschäftsführer dem Stiftungsvorstand an. Sebastian Machnitzke hatte in Bayreuth ein interessantes Programm vorbereitet, das die russlanddeutschen Sozialexperten zur Verwaltung des Bezirks Oberfranken, in dessen Landwirtschaftliche Lehranstalten, in das Bayreuther Albert-Schweitzer-Hospiz, ins Landratsamt Bayreuth und in SeniVita-Einrichtungen in Sassanfahrt und Hirschaid sowie in die Dr. Wiesent-Schulen in Eggolsheim führte.

Von Seiten des Bezirkes Oberfranken wurde die Delegation vom Vizepräsidenten des Bezirkes Oberfranken und Bayreuther Bezirksrat Dr. Stefan Specht empfangen, der gemeinsam mit dem Direktor der Bezirksverwaltung Peter Meyer die sozialen Aufgaben des Bezirkes eingehend vorstellte. Als wichtige Einrichtung des Bezirkes konnten die russlanddeutschen Gäste auch das Bezirkslehrgut besuchen, dessen Leiter Dr. Volker Höltkemeyer diese zentrale Aus- und Fortbildungseinrichtung für die oberfränkische Landwirtschaft erläuterte.

Bezirkstagsvizepräsident Dr. Stefan Specht (rechts) und der Direktor der Bezirksverwaltung, Peter Meyer

Besonders beeindruckt waren die Gäste aus Russland von dem seit 10 Jahren bestehenden Albert Schweitzer-Hospiz in Bayreuth, dessen Leiterin Silvia Spitzl die Entwicklung und das Profil dieser wichtigen Institution zur fürsorglichen Begleitung Schwerstkranker und ihrer Familien darlegte.

In Bayreuth wurde die Delegation auch im Landratsamt Bayreuth von Landrat Hermann Hübner und der Fachbereichsleiterin des Kreisjugendamtes, Carola Keller, willkommen geheißen, wobei hier der Schwerpunkt die Kindertagesstätten und der Besuch des Tageskindertreff Markgrafenfrösche im Landratsamt bildete.

Begrüßung der Landrat Hermann Hübner

Besichtigung des Tageskindertreffs „Markgrafenfrösche“

In Sassanfahrt bei Bamberg besuchten die russlanddeutschen Sozialexperten das SeniVita-Seniorenhaus „St. Mauritius“, wo Frau Carmen Kuhnke von der Verwaltung und Manuela Aheimer von der Tagespflege über das SeniVita-Konzept „Altenpflege 5.0“ informierten, an dem sich die Gäste aus Russland sehr interessiert zeigten. Von der „In-Haus“-Lösung eines Pflegestützpunktes, einer Arztpraxis und einer Apotheke in dieser Senioreneinrichtung war man sehr beeindruckt.

Gleiches galt im Hinblick auf die Kinderarche in Hirschaid, die dort gemeinsam mit einem weiteren Seniorenhaus von SeniVita betrieben wird, wo schwerstbehinderte Kinder und Jugendliche rund und die Uhr intensiv gepflegt und umfassend betreut werden. Hier führte die Leiterin Beate Neumeister durch die Einrichtung.

ß´0o9In Eggolsheim statteten die Vertreter der deutschen Minderheit in Russland den Dr. Wiesent-Schulen für Altenpflege und der Dr. Wiesent-Fachoberschule einen Besuch hat. Dabei  ergab sich mit dem Schulleiter Dr. Bernhard Haberl, der stv. Leiterin der Altenpflegeschule Julia Dreßel und der Verwaltungsleiterin Beate Liebmann ein ausführlicher Meinungsaustausch über mögliche Kooperationen  von Seiten der Bildungseinrichtungen der Deutschen in Russland und den beiden SeniVita-Schulen in Eggolsheim.

Zum Abschluss des Besuches in Bayreuth trafen die beiden Vorsitzenden des Internationalen Verbandes der Deutschen Kultur,  Heinrich und Olga Martens noch zu einem ausführlichen Meinungsaustausch mit Senivita-Chef Dr. Horst Wiesent und dem Senivita-Aufsichtsratsvorsitzenden Hartmut Koschyk zusammen. Hierbei wurden erste Schritte der Kooperation zwischen den russlanddeutschen Bildungsinstitutionen und den Dr. Wiesent-Schulen sowie SeniVita-Einrichtungen im Bereich der Aus-und Fortbildung besprochen.

 

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