Für die Region
Sanierung Tauritzmühle: Kleinod soll behindertengerecht werden
13. Juli 2015
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Gudrun Brendel-Fischer MdL, Landrat Hermann Hübner und Hartmut Koschyk MdB mit 1. Vorstand Erwin Dromann, dem Bewirtschafter und 2. Vorstand Uwe Schäffler und Hüttenwart Ingo Sporbert.

Die Tauritzmühle des Fichtelgebirgsvereins könnte das erste barrierefreie Haus seiner Art in Bayern werden. Diese Überlegung haben die Landtagsabgeordnete Gudrun Brendel-Fischer, der Bundestagsabgeordnete Hartmut Koschyk und Landrat Hermann Hübner bei einem Besuch ins Spiel gebracht. Der Verein als Eigentümer möchte das beliebte Ausflugsziel bei Speichersdorf in den kommenden Monaten sanieren. Die Kosten schätzen der Vorsitzende Erwin Dromann und Architekt Franc Dierl auf 130000 bis 140000 Euro. Eine völlige Barrierefreiheit würde zwar wesentlich teurer kommen, könnte aber durch die verschiedensten Institutionen auch entsprechend gefördert werden.

Wir können die Sanierung nicht weiter vor uns herschieben, da sonst die Kosten weiter ansteigen.

„Wir können die Sanierung nicht weiter vor uns herschieben, da sonst die Kosten weiter ansteigen“, sagte Architekt Dierl. Förderzusagen gebe es bereits, unter anderem von der Gemeinde, von der Oberfrankenstiftung und von der Sparkassenstiftung. Auch der Landtag hatte bereits entschieden, dem Fichtelgebirgsverein bei der Sanierung seiner Häuser, allen voran des Asenturms auf dem Ochsenkopf, zu unterstützen. Nun hofft man in Speichersdorf, dass für die Tauritzmühle auch etwas übrig bleibt.

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Eine barrierefreie Tauritzmühle wäre durchaus eine Überlegung wert.

„Eine barrierefreie Tauritzmühle wäre durchaus eine Überlegung wert“, sagte Koschyk. Er regte an, auch über eine regenerative Energieversorgung nachzudenken. Einem Verein, der sich für umwelt- und Naturthemen engagiert, stünde dies gut zu Gesicht. Die Barrierefreiheit sah Koschyk dabei als einzigen Weg, um in den Genuss einer Förderung zu kommen.

Die Bayerische Landesstiftung und den Bayerischen Naturschutzfonds brachte die Landtagsabgeordnete Brendel-Fischer ins Gespräch. Durch eine entsprechende Förderung könnte auch ein Modellprojekt im Bereich der Heimatpflege entstehen. Die Tauritzmühle würde dann das erste Haus dieser Art sein, das mit Barrierefreiheit für sich werben könnte, so Landrat Hübner.

Die Tauritzmühle liegt an der Südseite des Fichtelgebirges am Tauritzbach, rund vier Kilometer nordwestlich von Speichersdorf in Richtung Weidenberg. Die im Anfang des 20. Jahrhunderts entstandene Mühle, betrieben durch die angestaute Tauritz, hatte verschiedene Besitzer, bis sie 1970 abgebrannt war. In der Folgezeit erwarb der Fichtelgebirgsverein das Gelände und baute die Mühle als Wanderschutzhaus des Fichtelgebirgsvereins, als lokales Veranstaltungszentrum, als Wirtschaft und als Unterkunftshaus mit 50 Schlafplätzen wieder auf.

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